Was tun, wenn man eine Prüfung nicht besteht?

 

Über das Nichtbestehen von Prüfungen wird selten gesprochen. Studierende hoffen, dass es sie selbst nie betrifft und genau deshalb bleibt das Thema oft im Hintergrund. 

 

Dabei gehört es zum Studium dazu, dass nicht immer alles auf Anhieb gelingt. Prüfungen können anspruchsvoll sein, der Alltag kann stressig werden und manchmal reicht die Vorbereitung schlicht nicht aus. Es ist wichtig zu wissen, dass ein Misserfolg nichts über die eigene Eignung aussagt. Er zeigt lediglich, dass man an einem bestimmten Punkt noch nicht dort war, wo man hätte sein müssen.

 

An der PHSZ gilt die Regel, dass man pro Studienjahr maximal vier Prüfungen beim ersten Versuch nicht bestehen darf. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese im ersten oder im zweiten Semester stattfinden. Besonders hilfreich ist die Information, dass gewisse Fächer als Grossmodule zählen. Ein Beispiel dafür ist Musik. Wenn man sowohl die Klavierprüfung als auch die Theorieprüfung nicht besteht, wird das nicht als zwei Misserfolge gewertet, sondern als einer. Wiederholen muss man trotzdem nur die Teile, die man tatsächlich nicht bestanden hat. Nach einem Jahr wird das Prüfungskonto wieder auf null gesetzt. Frühere Misserfolge haben also keinen Einfluss auf das nächste Studienjahr.

 

Trotzdem kann ein Nichtbestehen emotional belastend sein. Man investiert viel Zeit, Energie und Hoffnung in die Vorbereitung und wenn das Ergebnis dann nicht den Erwartungen entspricht, fühlt sich das enttäuschend an. Es ist völlig in Ordnung, traurig oder frustriert zu sein. Entscheidend ist jedoch, wie man danach weitergeht. 

 

Es ist sehr wichtig die Prüfung einzusehen, damit man weiss, wo man Fehler hatte. Hilfreich ist es, sich eine gute Zusammenfassung von jemandem zu besorgen, der die Prüfung bestanden hat. Vielleicht erkennt man dadurch, welche Inhalte man beim ersten Mal zu wenig beachtet hat. Auch ein Austausch mit anderen Studierenden kann hilfreich sein. Am Tag der Wiederholungsprüfung merkt man, dass man nicht allein ist. Es gibt fast immer mehrere Personen, die sich in derselben Situation befinden. 

 

Am Ende bleibt eine wichtige Erkenntnis, es kann jedem passieren.