Interview mit Stefan Aegerter

von Géraldine Dubach, 3. Semester

 

Dein beruflicher Werdegang ist sehr vielfältig – wie konntest Du von dieser Vielfalt zwischen Informatik und Musik Gebrauch machen?

Ich suche in meinem Unterricht automatisch nach Möglichkeiten, durch Apps und Technik Unterstützung zu bekommen. Anwendungen können, wenn sie gut gemacht sind, einen spielerischen Umgang zu Theorie oder Notenlesen ermöglichen. Sie können den Studierenden helfen, auch zu Hause auf vielfältige Weise in musikalische Kontexte einzutauchen. Im besten Fallunterstützen sie die Musikschüler gezielt in der Auseinandersetzung mit verschiedenen musikalischen Themen (Rhythmik, Notenlesen, Akkorde etc.).

 

Hast Du schon in Theaterstücken mitgewirkt? Wenn ja, in welchen und in welcher Rolle?

(Eher technisch oder musikalisch)

Ich habe bisher nur an der PHSZ in der Theaterpädagogik mitgewirkt. Musik im Theater einzusetzen, ist für mich daher eine neue und spannende Herausforderung.

 

Zu Deinen Tätigkeiten an der PHSZ gehört auch der E-Learning-Support für Dozierende. Tönt spannend –könntest Du kurz beschreiben, was diese Funktion konkret ausmacht? Was tust Du da?

Ich unterstütze die Dozierenden in allen Fragen rund um das E-Learning-Angebot an der PHSZ. Im Fokus steht im Moment die Einführung von Moodle als zentrales Begleit-Tool der Vorlesungen. Die Dozierenden stellen den Inhalt ihrer Vorlesung auf der Moodle-Plattform zur Verfügung und ermöglichen so interaktives Arbeiten und Austauschen der Lerninhalte zwischen Dozierenden und Studierenden. Um das zu ermöglichen, braucht es den E-Learning-Support seitens der ICT.

 

Denkst Du, dass sich der Musikunterricht in den nächsten Jahren verändern wird? Wie viele neue Dinge siehst Du, welche man mit der Digitalisierung im Musikunterricht einbauen könnte?

Ja, der Musikunterricht wird sich verändern. Die Digitalisierung kann/sollte aber die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Instrument auf motorischer und kreativer Ebene nicht ersetzen. Das Handwerk bleibt also Handwerk. Viel Unterstützung schenkt uns die Technik allerdings im Bereich der Theorie und Gehörbildung, wo es unglaublich tolle Möglichkeiten in Form von Tablet-Apps gibt. Aber auch das lernt sich nicht von alleine. In jedem Fall muss sich die/der Studierende ernsthaft in die Materie vertiefen und die technischen Möglichkeiten auch bewusst nutzen wollen.

 

Eine interessante Frage für mich ist, wie sich durch die Interaktivität von Technik und Musik oder dem Lehrenden und Lernenden die Unterrichtsform (z.B. Einzelunterricht) verändern wird.

 

Herzlichen Dank für das Interview.