Von Sandwichs, Wichteln und empirischen Arbeiten -oder

"Ist das Sandwich von Herrn Professor Dr. Petko wissenschaftlich belegt?"

von Fabienne Bodmer, 1. Semester

 

Angefangen hat alles vor rund fünfzehn Jahren. Die Pädagogische Hochschule Schwyz, damals noch unter dem Dach der PH Zentralschweiz und vollkommen unbekannt, zählte anfangs nicht mehr als eine Handvoll Studierende, einige wenige Dozierende und Mitarbeitende. Dass aus dieser Hochschule einmal nicht nur eine praxisorientierte, sondern auch eine wissenschaftlich renommierte Institution werden würde, ahnten damals erst wenige. Belächelt wurde sie sogar, erzählte mir Herr Petko beim Interview. Nicht gerade der Ort wo man als junger Wissenschaftler eine grosse Karriere erwarten konnte. Gerade deshalb sei er sehr stolz auf die Arbeit, die er gemeinsam mit vielen anderen hier geleistet hat. Nun werde er mit einem guten Gefühl an die Universität Zürich wechseln. Das Erfolgsrezept sei das persönliche Profil der kleinen Hochschule gewesen, das nicht nur immer mehr Studierende anzog, sondern auch sehr gute Wissenschaftler*innen, Dozierende und Mitarbeitende. So wurde die PHSZ langsam zu einem Sammelbecken für interessante und engagierte Köpfe.

 

Dass diese Leute nicht nur kamen, sondern oft auch blieben, hatte auch mit der harmonischen Hochschulleitung zu tun, wo alle an einem Strick zogen. Wichtig war ausserdem das stabile Bekenntnis des Kantons zur eigenen PH, auch in unsicheren Zeiten. Die anfänglichen Zweifler sind verschwunden und den Befürwortern gewichen. Heute hat die PHSZ nicht nur landesweit einen sehr guten Ruf, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Da sei es auch keine Seltenheit, dass man zu eingeladenen Vorträgen quer durch Europa oder in die USA fliegen müsse. Dies ist vielen, mich eingeschlossen, nicht bewusst.Ob man denn noch von ihm hören werde, fragte ich ihn. Dies mit Sicherheit, bestätigte er. Auch wenn er sich nun verstärkt auf die Sekundarstufe II konzentrieren werde, bleibt er der PH Schwyz in einem laufenden Forschungsprojekt verbunden, bei dem eine App für die Praxisausbildung entwickelt wurde. Auch die Weihnachtsfeier sei ein guter Grund in Kontakt zu bleiben schmunzelt er.

 

Was, so nehme ich an, fast niemand weiss, ist der folgende Fakt: Herr Petko ist ein grosser Fan des weihnachtlichen Wichtelns und war der Initiant dieser Idee. Wenn möglich werde er auch in den nächsten Jahren dabei sein, zumal er hier durch die wichtelnden Studis immer zu Schokolade und Schnaps gekommen sei. Zürich hin oder her. Was aber allen in guter Erinnerung bleiben wird, sind die Vorlesungen, die schon viele vor lauter spritzigem oder trockenem Humor so zum Lachen gebracht haben, dass schon mal die Tränen flossen. Auch die vielen spannenden Inputs und Hintergrundgeschichten und zu guter Letzt die vielen Parkplatz-Pfosten, die von ihm in täglicher Arbeit gezählt wurden, werden Professor Dr. Petko sowie seinen Mitarbeitenden, seinen Berufskollegen und -kolleginnen und ebenso den Studierenden in bester Erinnerung bleiben.

 

Eine wichtige Frage, die nicht nur mich, sondern auch sehr viele andere Studierende an der Pädagogischen Hochschule Schwyz beschäftigte, sie nächtelang nicht schlafen liess und fast zur Verzweiflung trieb, soll an dieser Stelle nun endlich geklärt werden:

Ist das Sandwich von Herrn Professor Petko wissenschaftlich belegt?

Ich zitiere Herrn Petko: "Nur wenn es signifikant besser schmeckt."

 

An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen des phsz echo und allen Studierenden bei Herrn Petko und wünsche ihm für seinen Start an der Uni Zürich ebenso viel Elan und Humor, wie er dies an der PHSZ einzubringen pflegte.

 

--> Herr Petko, wir alle werden Sie vermissen!

 

Das Interview mit Herrn Petko fand am Dienstag, 27. November 2018, an der PHSZ statt.