Neuer Lebensabschnitt – komm endlich!

von Simona Föhn, 2. Semester

 

Für Loraine Bürgler aus Ibach geht in diesem Sommer ein gelungenes Kapitel zu Ende und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Seit 16 Jahren hat sie die Schulbank gedrückt, nun steht sie ab August endlich vor ihrer eigenen Klasse. Loraine Bürgler wird auf das kommende Schuljahr stellvertretend für ein Semester eine dritte Klasse in Lachen unterrichten. Eine Stellvertretungsanstellung war ihre Absicht. Einige Bewerbungen und Vorstellungsgespräche später kam die schöne Nachricht: «Sie haben die Stelle». Loraine stellte fest, dass die zeitliche Koordination mit dem Bewerbungsverfahren und dem letzten Studienhalbjahr an der PHSZ nicht immer einfach war. Das 6. Semester verging wie im Fluge. Angefangen hatte es mit der Abgabe der Bachelorarbeit bis hin zum Einreichen etlicher Gruppenarbeiten. Dabei stets den Überblick zu bewahren, war nicht einfach. Viel zu schnell waren die letzten Wochen an der PHSZ in Goldau vorbei.

 

Ein Highlight ereignete sich für Loraine, als sie nach einer langen Arbeitsnacht, vor dem "Maschgeradenlaufen" am Güdelmontag, endlich die Bachelorarbeit in den Druck gab. Ein Gefühl der Erleichterung machte sich bei ihr bemerkbar. Eine weitere Besonderheit folgte am Tag der Scherze, dem neckischen 1. April. Sie erhielt an diesem Tage einen bedeutenden Brief, in diesem stand, dass sie ihr Französischdiplom C1 bestanden habe. Im ersten Augenblick war es für sie so überraschend, als wäre es wirklich ein lumpiger Aprilscherz. Zum guten Glück nicht, es war Tatsache. Grosse Freude hatte Loraine auch am Zusammenhalt unter den Studierenden. Sie hatten viel Spass, es herrschte eine grosse Hilfsbereitschaft und für einen Scherz war immer Zeit. Ihr Lieblingsfach war Theaterpädagogik

und rückblickend fand sie die gelungenen Feste der PHSZ, wie die PHZS-Gala oder das «Move and Groove», die tollsten Ereignisse in den vergangenen drei Jahren.

Als ich sie fragte, ob sie gut auf den Start vorbereitet ist, antwortet Loraine: «Teils, teils.» Im Langzeit- und Berufspraktikum konnte sie nochmals unglaublich viel dazulernen und profitieren. Jedoch unterrichtete sie eine 5.und 6. Klasse. Nun wird sie eine 3. Klasse lehren, was sicherlich ein Unterschied ist. Loraine ist sich bewusst, dass sie in gewissen Situationen ins «kalte Wasser» geworfen wird. Aber genau dies sieht sie als Herausforderung. Durch ihre Erfahrungen fühlt sie sich gestärkt für das kommende Abenteuer. Vorfreude ist doch die schönste Freude! Einerseits freut sich Loraine vor allem auf das eigene Unterrichten ohne ständige Beobachtung von Dozierenden oder Praxislehrpersonen.

«Ich denke, es ist ein wundervolles Gefühl, nun die ‘richtige Lehrperson’ einer Klasse zu sein», fügt sie an. Anderseits ist da noch eine weitere Vorfreude im Spiel. Loraine hat sich bewusst für eine Stellvertretungsstelle beworben, da sie in ferner Zukunft eine Reise plant.

 

Ich wünsche Loraine, selbstverständlich auch allen anderen Studienabgänger/innen, einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt als Lehrperson und alles erdenklich Gute für die Zukunft.