Interview mit Hedwig Renggli – der kreativen Seele an der PHSZ

von Sina Niederberger, 2. Semester

 

Wie haben Sie die Zeit an der PHSZ erlebt?

Ich bin vor 5 Jahren an die PHSZ gekommen und war voller Enthusiasmus. Einige Jahre zuvor habe ich bereits am Lehrer- und am Kindergartenseminar unterrichtet. Die Freude, hier mit jungen Menschen arbeiten zu können, war/ist grossartig.

 

Was hat sich aus Ihrer Sicht in den letzten Jahren an der PHSZ verändert? Oder auch im Vergleich zum Lehrerseminar?

Viel. Im Seminar waren die Lernenden jünger. Mit 16 oder 17 Jahren starteten sie ihre Ausbildung und dort war es auch etwas «Menschenbildung». Hier an der PHSZ bilden wir auf der Tertiärstufe aus. Ich durfte nach zwei Jahren den Schwerpunkt auf die KU-Stufe setzen. Seither bin ich allein für die KU-Stufe zuständig. Über diesen Schwerpunkt bin ich sehr froh, weil ich manchmal noch etwas Mühe habe. Ich finde es schade, wohin sich diese Schulen teilweise entwickelt haben. Denn in gewissen Bereichen sollte man sich mehr Zeit nehmen. Ich kann nicht von Prozessen sprechen, diese an Powerpoints durcharbeiten und die Studentinnen und Studenten auf die Kinder loslassen, wenn sie als angehende Lehrpersonen Prozesse nicht selbst erfahren konnten.

 

Wie konnten sie sich selbst durch die Arbeit mit angehenden Lehrpersonen weiter entwickeln?

Ja, ich nehme jetzt Bezug auf das laufende Semester. Es war bestimmt auch etwas spezieller, weil ich wusste, dass ich danach gehe. Ich wurde noch etwas frecher oder habe gewisse Dinge noch hervorgehoben, die ich wichtig fand. Ganz am Anfang war ich sehr enthusiastisch und vor dem letzten Semester sagte ich mir: «Jetzt möchte ich es noch einmal richtig toll haben mit den Studierenden."

 

Das etwas andere «This or That»-Interview 

Morgen-Mensch oder Nacht-Eule?

Morgens und nachts bin ich oft aktiv. Am Morgen kann ich früh loslegen und bin voller Energie. Und nachts wache ich manchmal auf und habe Ideen. Deswegen liegt neben meinem Bett auch ein Notizblock, um diese Ideen gleich festzuhalten.

 

Kaffee oder Tee?

Beides. Ich mag Tee sehr gerne, trinke aber oft auch Kaffee.

 

Sommer oder Winter?

Da kann ich mich nicht entscheiden. Im Winter liebe ich das Geräusch, wenn man über den Schnee geht. Die Landschaften bei Skitouren - einfach toll. Und im Sommer ist es einfach so richtig warm.

 

Stadt oder Land?

Ich lebe in der Stadt, halte mich aber sehr gerne draussen in der Natur auf. Ich habe mir letztens gerade eine Hängematte gekauft, weil ich am Rotsee Biber entdeckt habe. Die gehe ich irgendwann einmal besuchen.

 

Planung oder freien Lauf lassen?

Das kommt immer etwas drauf an. Ich liebe es, mit Zufällen zu arbeiten und manchmal bin ich froh, wenn etwas genau vorbereitet ist. Aber ich freue mich sehr darauf, nicht mehr zu wissen, am Mittwochmorgen haben wir dieses Thema oder am Donnerstagnachmittag das. Einfach mal der Nase nach.

 

Haben Sie Pläne für Ihre Zukunft? Gibt es da vielleicht bereits ein Projekt?

Ja, es ist mir zugefallen. Mir gefallen Misteln besonders gut. Im Winter am Märt in Luzern habe ich oft Misteläste nach Hause genommen. Bis letztes Jahr dachte ich immer, dass die Vögel die Beeren essen und danach die Kernen ausscheiden. Ich habe aber gelesen, dass die Beeren klebrig sind und die Vögel ihre Schnäbel abputzen. Zu Hause auf dem breiten Fenstersims habe ich drei verschiedene Pflanzen und dort habe ich diese Beeren angestrichen. Überraschenderweise treiben die aus und das freut mich unglaublich. Ich gehe dem nach und bin darum vor allem im Dezember und im Januar aktiv. Die anderen Monate gehe ich der Nase resp. der Seele nach.

 

Ich möchte mich bei Frau Renggli für ihre Zeit, ihre stetig gute Laune und für das Interview bedanken.