Fachpraktikum - Freiarbeit, Februar 2017

Von Lidija Lennep (4. Semester PS)

 

Heutzutage arbeiten Lehrpersonen mit Freiarbeitsstunden bzw. Wochenplanstunden für die

Schülerinnen und Schüler. Was bedeutet Freiarbeit, und wie sieht deren Umsetzung aus?

 

Zwei bis fünf Unterrichtsstunden werden, über eine Woche verteilt, als Freiarbeit zur

Verfügung gestellt. Hierfür bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Blatt, auf dem alle Aufgaben stehen, die während der Freiarbeit zu erledigen sind. Das können Übungsaufgaben aus den Fächern Deutsch, Mathematik, Tastaturschreiben, Partnerarbeiten (Bsp. Vokabelabfrage) sowie ggf. Postenarbeiten im Fach Mensch und Umwelt sein. Nun steht es den Schülerinnen und Schülern frei, in welcher Reihenfolge sie diese Aufgaben erledigen wollen. Am Ende der Woche müssen alle aufgelisteten Arbeiten ausgeführt sein.

 

Schon im 1. Semester haben wir bei Herrn Petko gelernt, dass intrinsische Motivation durch Autonomie, d.h. Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler, gesteigert werden kann. Ich

kann Herrn Petkos Aussage nur bestätigen.

 

Das Ganze hat auch viele Vorteile für die Lehrperson. Sie kann in dieser Zeit einigen

SchülerInnen eine Repetition oder Hilfestellungen liefern. Ausserdem können in dieser Zeit Hausaufgaben kontrolliert werden usw.

 

In meinem Fachpraktikum habe ich eine Art Steigerung dieser Freiarbeit erlebt, indem auch

alle Hausaufgaben der Woche auf dem Blatt standen. Hier dürfen die Schülerinnen

und Schüler selber entscheiden, welche Arbeiten sie in der Schule und welche sie zuhause machen wollen. Besonders die sehr guten Schülerinnen und Schüler schätzen diese Form der Freiarbeit. Ich habe beobachtet, dass sie in der Lage sind, alles in der Schule zu erledigen. Diese Motivation ist, vor allem bei Unterforderung, ein wichtiger Lichtblick für solche Schülerinnen und Schüler.

 

Später im Berufsleben werde ich auch die Freiarbeit-Hausaufgaben-Variante praktizieren,

um der Heterogenität einer Klasse besser gerecht zu werden.