Einführungspraktikum II

von Stephanie Notter (2. Semester, PS)

 

Im Januar durften wir Studierenden des ersten Jahres der PHSZ unser Einführungspraktikum II, das EP II, absolvieren und dafür wieder dieselben Klassen besuchen wie auch schon im EP I. Die Planung dafür startete bei einigen bereits vor Weihnachten. (Die anderen wussten, dass sie ein wenig in den Stress kommen werden, genossen jedoch die Zeit nach dem ersten

Prüfungsstress).

 

Ob vor oder nach Weihnachten: Nachdem die Grobplanung gemacht wurde und man eben eine „grobe“ Vorstellung der jeweiligen Lektionen hatte, startete schliesslich die Feinplanung.

 

Am Sonntagabend vor dem ersten Praktikumstag stellte man alles bereit und ging noch einmal alles durch, um zu prüfen, ob man auch wirklich nichts vergessen hatte.

Mit einem gemischten Gefühl machte man sich am Montagmorgen auf den Weg ins Praktikum und wusste, dass die nächsten drei Wochen ziemlich streng werden würden mit all den Planungen, Durchführungen und Reflexionen. Die Kinder freuten sich, dass sie wieder bei den PraktikantInnen Unterricht hatten, da es für sie ja auch eine Abwechslung war.

Man lernte in der ersten Woche sehr viele Dinge und musste die Planung oft wieder abändern, da man sich immer wieder dabei erwischte, wie man sich bezüglich Zeiteinteilung geirrt hatte. Man lernte auch, flexibel zu sein und von der ursprünglichen Planung abzuweichen. Jedoch musste man schon ab und zu eine Zusatzlektion einplanen oder etwas noch einmal langsamer erklären. Nach einer Woche aber fand man sich schon viel besser zurecht, und man dachte langsam auch bei jeder Anweisung eines Auftrages daran, den Stift und das Heft zu nennen, mit welchem gearbeitet werden sollte. So mussten Fragen wie „Siiiie, müssen wir das jetzt mit dem Fülli schreiben?“ oder „Siiiiie, müssen wir das jetzt eins, zwei oder drei Häuschen gross schreiben??“ nicht mehr dreimal, sondern höchstens noch einmal gestellt werden.

Es war etwas ganz anderes als das EP I, in dem wir (wenn überhaupt) pro Morgen eine Lektion halten durften. Im EP 2 war der Stundenplan so konzipiert, dass man manchmal gleich 4 Lektionen nacheinander unterrichten konnte.

 

Nach einer Woche kannten einen die Kinder, und man kannte sie. Man hatte sich schon regelrecht an die Situation in der Klasse gewöhnt, als die drei Wochen auch schon wieder um waren. Man konnte nach dieser Zeit auf drei sehr bereichernde, schöne, lustige, aber doch anstrengende Wochen zurückblicken und kam erschöpft, aber um viele Erfahrungen reicher nach Hause.