PH Schwyz – Buschtelefon und andere Kuriositäten

von Fabienne Bodmer, 1. Semester

 

Kaum aus dem Ei geschlüpft und mit der Einführungswoche begonnen, starten nun schon die ersten Prüfungen. Aus dem Umherirren und auf einen Fremdenführer hoffend, wird ein stetig wachsendes Angstgefühl, welches ausgelöst durch Überforderung kaum einzudämmen ist. Unsereiner weiss sich hier natürlich zu helfen. Wie in der eigenen Schulzeit sucht man sich hierzu ein «Gotti oder Götti», welche einem mit Rat und Tat beiseite stehen und dafür schauen, dass man mit genügend Energie und Ballaststoffen (ab)gefüllt ist.

 

Selbst gefährliche Situationen sind an der PHSZ anzutreffen. Besonders wenn es im Sportunterricht um kindgerechte Spiele geht, bei denen man sich vor allfälligen Verletzungen sehr in Acht nehmen muss – Ruptur des äusseren Bandes nicht auszuschliessen. Ist man allerdings mit einem Klumpfuss gesegnet und schwer beladen unterwegs, ist es schön anzusehen, dass einem ein jeder Hilfestellungen gibt und aufpasst, dass man vor weiteren Gefahren gefeit ist. Es kann in Goldau durchaus passieren, dass sich die wilden Bären mit Wölfen verbrüdern und zu einem Angriff übergehen – Attacke! Verletzungen, ähnlich wie Krankheiten, verbreiten sich rasend schnell. So kann es schon einmal vorkommen, dass man auf den Gängen statt einem gleich mehrere Fussverletzte entgegenhumpeln sieht, welche man freundlich grüsst.

 

Sitzt man hochkonzentriert in einem Seminar und ist zum Zerreissen gespannt, möchte man seine Mitstudis natürlich nicht stören. Aus einem «Könntest du bitte das Fenster öffnen?» wird ein wildes Gestikulieren mit den Händen, was beim Gegenüber statt Verständnis nur zu Irritation und einem «Hä? Was wotsch?» führt. Man weiss sich hier natürlich zu helfen. Selbst in der eigenen Schulzeit, welche Äonen zurückliegt, hat man diese eine Methode erfolgreich angewendet. Dem breiten Publikum als «Buschtelefon» bekannt, ist dies eine Methode, welche sich erfolgreich etabliert hat. Gestartet wird mit der Frage nach dem Fenster. Gesagt, getan, Fenster offen, Begeisterung auf hohem Level. Unsereiner reibt sich die Hände und wagt sich an einen Feldversuch. Ein leises« Schraubenschlüssel» wird dem Nachbar ins Ohr geflüstert. Was als Spass begann, wird zu einem Lauffeuer sondergleichen. Aus einem «Schraubenschlüssel» wird ein «Schrubschlüssel» und schlussendlich zu einem finalen «Hä?», das einem Choralgleich Engel zum Weinen bringt. Irritation seitens der Dozierenden ist hier keine Seltenheit.

 

So vergeht die Zeit. Blätter fallen, es wird frostig, der Winter naht. Leise pirscht man der Schule entgegen, um ja keine Eiswanderer auf sich aufmerksam zumachen. Die Polizei, welche fleissig und frohen Mutes Bussen verteilt, ist hier dadurch des Öfteren anzutreffen. Dann ist er endlich da: der Tag. Es ist Weihnachtsfeierzeit. Die glücklichen Studis stürmen durch den Wald, in der Hoffnung, ein wenig des Nektars, als Glühwein bekannt, zu kosten. Es wird getrunken, gefeiert und musiziert. Ein Semesterneigt sich dem Ende entgegen und man blickt dem nächsten schon voller Vorfreude entgegen.