Austauschsemester in Lausanne - 2. Teil

von Stefanie Notter, 4. Semester

 

 

 

Was bisher geschah: „Es Uustauschsemester? Ich? Alles uf Französisch? Hmmm... jaeh!“Schon als ich zum ersten Mal gehört habe, dass man während des vierten Semesters ein Austauschsemester machen kann, habe ich mich direkt in diese Variante verliebt. Für mich war das Studentenleben etwas komplett Neues:

Nur schon das Wohnen mit 4 weiteren Studenten bedeutete für mich eine Umstellung. Aber sehr schnell wurden sie für mich wie eine 2. Familie. Gerne schauten wir am Abend gemeinsam einen Film oder machten Serienabende, tauschten uns ein bisschen aus oder luden Freunde ein und machten eine kleine WG-Party. Toll war auch, dass sich unsere Wohnung zu Fuss 7 Minuten weg vom See befand, was gerne ab und zu einen Barbecue-Abend ermöglichte. Da Lausanne sehr viele Ausgangsmöglichkeiten bietet und die meisten StudentInnen auch in Lausanne wohnen, erlauben es die Umstände, dass man auch unter der Woche gemeinsam etwas unternehmen kann. Zudem hat Lausanne als einzige Stadt der Schweiz eine Metro, welche es sehr vereinfacht, auch noch später am Abend fast überall hinzukommen. Jeden Donnerstag gab es schon eine Auswahl an Festivals, Uni- oder EPFL-Parties, wo man sehr gut ein Wasser oder ein Rivella trinken gehen konnte (...). Dies ging am Freitag- und Samstagabend weiter, da es an ganz verschiedenen Orten grössere Events gab.

 

Einige grössere Events waren das Unilive-Festival, das Balelec (jährlich etwa 12'000 Studenten) oder das Vivapolyan der EPFL. Und auch von ESN (Erasmus Student Network) gab es wöchentliche Angebote, dass man sich mit anderen Austauschstudenten treffen und sich bei verschiedenen Programmpunkten austauschen könnte. Das ganze Studentenleben wird sicherlich etwas sein, das wir sehr vermissen werden. Es war toll, neue Freunde gefunden und gemeinsam eine tolle Zeit verbracht zu haben.

 

Was ich zukünftigen Lausanne-Austauschstudentinnen empfehlen kann:

Früh mit der Wohnungs- oder Zimmersuche zu beginnen. FMEL ist dafür eine sehr gute Adresse: In 15 Studentenanlagen gibt es Zimmer, Wohnungen und Studios für 40'000 StudentInnen. Es ist eine Chance, Menschen aus aller Welt kennen zu lernen! Dazu würde ich auch versuchen, mich mit den Welschen ein bisschen auszutauschen. Es ist nicht ganz einfach, aber es gibt viele, die sich auch gerne mit Deutschschweizern (trotz ihres nicht perfekten Französischs) austauschen möchten. Weiter würde ich nicht zu oft an den Wochenenden nach Hause gehen – auch wenn es einladend ist.

Lausanne ist eine Stadt, in der es so viel zu sehen gibt, da kann man die Wochenenden gut brauchen! Die Stadt, die Kathedrale, ein Spaziergang nach Ouchy, die vielen Anlässe, eine Wanderung durch das Weingebiet „Lavaux“, eine Schifffahrt nach Evian in Frankreich und noch vieles mehr. Nutzt die Möglichkeiten und geniesst eine unvergessliche Zeit bei unseren welschen Freunden – es lohnt sich!