Wenn nicht heute, dann schon gar nicht morgen - Radenka Maksimovic

Prokrastination: Ich habe so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.

 

Für ein erfolgreiches Studium sind gutes Zeitmanagement und Produktivität wichtige Aspekte, jedoch ist fokussiertes Arbeiten in der heutigen Gesellschaft zunehmend schwieriger zu finden, da gerade das Internet und die soziale Medien enorme Ablenkungspotenziale darstellen.

Im Klartext heisst das: Man verschwendet seine Zeit so lang auf TikTok, YouTube und mit anderen Dingen, bis die Abgabe- und Prüfungstermine so nahe sind, dass man endlich mal anfangen muss. Das Blöde dabei ist, dass durch dieses Aufschieben der Stresslevel auf den Mount Everest getrieben wird und die schlaflosen Nächte es nicht wert sind.

ABER noch ist jede Hoffnung nicht verloren. Denn es gibt effektive Methoden, die gegen Prokrastination helfen können. Eine davon ist die «Pomodoro-Technik». 

 

Vorweg muss ich aber eines noch klarstellen: Multitasking ist ein Mythos! (Ich weiss, dass trifft einige hart. Mich darunter eingeschlossen.) Von einer Aufgabe zur anderen switchen, kostet uns nicht nur Energie, sondern auch Zeit. Deshalb arbeitet man die Aufgaben lieber schön der Reihe nach ab als alles auf einmal. 

 

Nun aber konkreter zur Pomodoro-Technik:

Dabei handelt es sich um eine der modernsten Produktivitäts- und Zeitmanagement-Methoden. Sie verwendet kurze Arbeitsintervalle, auf die eine Pause folgt (Typisch: 4 x (25 Min + 5 Min) + 30 Min).  Durch diese Kombination und Aneinanderreihung solcher «Einheiten» unterbindet man den Drang, sich ablenken zu wollen und die Motivationsschwierigkeiten, etwas überhaupt anzufangen, werden eher vermindert, da sich endlich eine attraktive Lerntechnik offenbart.

 

Wie funktioniert diese Technik?

1. Aufgabenbestimmung: Man wählt eine Aufgabe, welche sich vorzugsweise innerhalb von 25 Minuten bearbeiten lässt. (Je nach individuellem Arbeitsrhythmus oder Situation können die genauen Zeiteinheiten variieren. Somit kann eine solche Arbeitsphase auch 15, 20 oder 30 Minuten umfassen.) 

2. Timer stellen und loslegen: Nun wird ein Timer auf 25 Minuten (oder der Dauer der individuellen Arbeitsphase) gestellt, um bis zum Weckerklingen fokussiert zu arbeiten. In dieser Zeit sollte man sich nur auf die Aufgabe konzentrieren und somit jegliche Ablenkung und Störungen vermeiden. 

3. Pause machen:  Jetzt gönnt man sich die erste fünfminutige Pause, bei der man sich erholen und bewusst ablenken kann. Neben der Funktion als zeitliche Grenze, die Arbeit anschliessend wieder aufzunehmen, erfüllt die Pause auch die Funktion der Produktivitätserhöhung durch die Kräfteregenerierung. Mit neuem Schwung kann man einen erneuten, konzentrierten Einstieg in die nächste Pomodoro-Einheit wagen.

 

Diese Schritte werden nun insgesamt viermal wiederholt. Anschliessend folgt eine längere Regenerationsphase von 20 – 30 Minuten und dann beginnt ein neuer Block von vier Pomodori-Intervallen. 

 

Und jetzt? Genug prokrastiniert – teste eine Pomodoro-Einheit! 😊