Parkplatzsituation

von Alex Schelbert, 2. Semester PS



Die letzten Wochen wurde unter den Studierenden an unserer PH immer wieder über die Parkplatzsituation miteinander diskutiert. Man liess der Frustration über keinen vorhandenen Parkplatz mündlich freien Lauf. Die Grundfrage, welche viele Studierende hatten, ist die Frage, warum der freie Kiesplatz vor unserer PH nicht auch gebraucht werden darf. Zahlreiche Geschichten gingen im Hause herum. Man hörte zum Beispiel erzählen,  dass die Polizei im Auftrag der Schule so häufig kontrolliert und die Bussen wie am Laufband verteilt, was natürlich absoluter Quatsch ist.


Wir vom Echo wollen nun Klarheit in dieser Situation schaffen und durften daher mit unserem Rektor, Herr Prof. Dr. Herzog, über diese problematische Situation sprechen.


Herr Prof. Dr. Herzog, vielen Dank dass Sie sich für uns Zeit nehmen. Sicherlich ist Ihnen auch schon zu Ohren gekommen, dass in letzter Zeit sehr viel über die Parkplatzsituation an unserer Schule gesprochen wurde. Wie sehen Sie diese Problematik?


Dieses Thema beschäftigt mich/uns sehr stark. Diese Problematik hat auch mit dem stetigen Wachstum unserer Schule zu tun. Wir nehmen dies sehr ernst, aber eine Lösung zu finden ist schwierig.


Es gibt vom Kanton aus Vorschriften, wie viele Parkplätze man gebrauchen darf. Diese Zahl ist aber nicht, wie schon häufig herumgesprochen wird, pro 5 Studierende 1 Parkplatz. Es ist eine komplexe Formel, die die Anzahl Studierende und Mitarbeitende sowie Besucher als Grundlage berücksichtigt. Im Moment haben wir auf dem Gelände (mit Berufsfachschule) 186 Parkplätze. Ich bin der Meinung, dass dies nicht ausreichend ist, und die Formel das Mobilitätsverhalten unserer Studierenden unzutreffend abbildet. Die Erweiterung ist aber schwierig, da wir auf der Landparzelle keinen Platz mehr zur Verfügung haben.


Ich möchte festhalten, dass genügend Parkplatze für unsere Schule sehr wichtig ist. In Zug und Luzern beispielsweise gibt es gar keine Parkplätze. Unsere Schule ist die einzige, welche Parkplätze direkt vor dem Hause anbietet. Das ist ein Standortvorteil, den wir nicht so rasch preisgeben möchten.


Aus welchem Grund sind nun die Kiesparkplätze wieder geschlossen, so dass viele Autofahrer keinen Parkplatz mehr finden aber der Platz vorhanden wäre?

Die Situation betreffend dem Kiesparkplatz ist folgende. Während dieser Zeit, bei der unsere Turnhalle umgebaut wurde, gingen Parkplätze direkt bei der Halle während diesem Umbau verloren. Diese Parkplätze gab man uns mit dem Kiesplatz wieder zurück. Dies geschah mit einer provisorischen Bewilligung der Gemeinde Arth für den Kiesplatz. Als die Turnhalle den Umbau vollendet hat, hatten wir kein Recht mehr auf die Parkplätze auf dem Kiesplatz. Das Hochbauamt hat in unserem Auftrag dann der Gemeinde einen Antrag zur Verlängerung der provisorischen Parkplätze gestellt, dieses wurde von der Gemeinde jedoch leider abgelehnt.

Der Kiesplatz gehört der Herz-Jesu-Stiftung. Diese Stiftung wäre einverstanden gewesen, dass wir diesen Parkplatz weiter gebrauchen dürfen. Die Gemeinde jedoch wie gesagt nicht.


Dies ist aber noch nicht vom Tisch. Frühestens im April 2015 kann wieder einen Antrag an die Gemeinde gestellt werden. Wir werden dies auch tun, jedoch dann direkt für eine definitive Nutzung dieses Platzes für unsere Studierende und Mitarbeitende.


Auch ist die Polizei in den letzten Tagen sehr viel zur Bussenverteilung erschienen. Hat hier die PH mit den zahlreichen Kontrollen was zu tun?


Dies ist absolut falsch. Ich möchte hier festhalten, dass bisher von der PH aus noch nie jemand bei der Polizei angerufen hat. Das ist mir wichtig.


Es wäre einzig vorstellbar, dass die PH hier aktiv wird, wenn die Zufahrt gesperrt wäre zum Beispiel für ein Krankenauto. Dann wäre dies eine Möglichkeit, dass die Schule aktiv wird. Es ist aber situationsabhängig. Sobald wenn es um Sicherheit geht, wäre es sogar zwingend, dass gehandelt wird. Aber bisher musste und hat man noch nichts aktiv unternommen. Auch ich hatte schon einen Strafzettel an meinem Auto kleben, weil ich meine Dauerkarte nicht hingelegt habe…*lacht*



Hat man für diese Parkplatzproblematik für die Zukunft eine Lösung resp. eine Idee, wie man dies beheben könnte?


Wie gesagt, frühestens im April 2015 wird wieder mit einem Antrag an der Gemeinde versucht, die provisorischen Parkplätze als fixe zurückzuholen. Wir werden alles unternehmen, dass dieser Antrag dann gutgeheissen wird.


Zusätzlich gibt es in Zukunft eine Arbeitsgruppe von der PHSZ, BBZG und dem Heilpädagogisches Zentrum Innerschwyz, welche ja hinter unserem Gebäude gebaut wird, um die Parkplatzproblematik längerfristig zu beheben. Vielleicht müssen wir da auch mal ganz anders denken.


Ich habe in der ganzen Thematik meine eigene Vision: Für mich persönlich wäre ein eine Tiefgarage am sinnvollsten. Dies ergäbe uns die Möglichkeit, unseren Vorplatz anderweitig zu nutzen. Man könnte für die Raucher eine schönere Ecke gestalten oder auch sonst gemütliche Sitzplätze oder Lernplätze im freien errichten. Dies würde unsere Schule noch attraktiver machen.


Jedoch ist meine Vision wegen den Kosten wohl sehr schwierig realisierbar. Aber man darf seine Träume nicht verlieren…


Das Echo-Team dankt unserem Rektor Herr Prof. Dr. Herzog herzlich für die Bereitschaft und Zeit, unsere Fragen zu beantworten und in der Parkplatzproblematik Klarheit zu schaffen.