„Experte der Woche“, Dezember 2016

Von Lidija Lennep (3. Semester PS)

 

Beim offiziellen Besuchstag der Primarschulen habe ich mir in der 4. Klasse meines Sohnes folgende tolle Idee abgeschaut:

 

In den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch wird jeden Montag das leistungsstärkste Kind im jeweiligen Fach für den Rest der Woche zum Experten erklärt und dessen Name an die Tafel geschrieben. Dieser Experte ist eine Art Assistent der Lehrperson. Immer, wenn ein Kind bei der Einzelarbeit nicht weiterkommt, dann fragt es erst den Experten und nicht die Lehrerin. Nur, wenn der Experte die Antwort nicht weiss, wird die Lehrperson gefragt. Folglich kann man den „Job“ des Experten nicht nach Sympathie, sondern nur nach Leistungsstärke vergeben. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Kind über mehrere Wochen der Experte in einem Fach ist.

 

Diese Vorgehensweise scheint zwei Vorteile zu haben. Einerseits wird die Lehrperson entlastet und andererseits erfährt der jeweilige Experte Anerkennung für sein Können.

 

Da das Expertensystem in der Klasse meines Sohnes sowie der Parallelklasse sehr beliebt ist, sollte man es im Hinterkopf behalten und gegebenenfalls später im Beruf selber ausprobieren. :-)

 

PS: „Der Experte“ steht in diesem Artikel gleichwertig für SchülerInnen.