Interview zum Thema „flexibles Studium“ an der PHSZ

von Stephanie Notter (1. Semester PS)

 

Céline Küttel ist im ersten Semester an der PHSZ und hat sich für das flexible Studium entschieden. In ihrer Klasse sind es 25 Studierende, die von Montag bis Mittwoch Schule haben und in diesen Tagen auch

ihre Instrumental- und Gesangslektionen besuchen.

 

In einem spontanen Zweiergespräch durfte ich einiges mehr über das flexible Studium erfahren.

 

Céline wollte früher eigentlich nie Lehrerin werden, da ihre Eltern schon Lehrpersonen sind. Sie wollte daher etwas anderes und etwas Eigenes machen, wusste jedoch lange nicht, was genau.

Als sie für die Maturaarbeit ein Theaterstück selber schrieb und dieses anschliessend mit 3./4. Klässlern aufführte, merkte sie, dass es ihr sehr viel Spass machte, gemeinsam mit Kindern etwas einzustudieren und miteinander etwas auf die Beine zu stellen. Als das Projekt vorbei war, vermisste sie es und merkte, dass sie die Arbeit mit Kindern sehr mag. Dies war der Hauptgrund, dass sie sich dazu entschloss, den Weg zur Lehrerin an der PHSZ anzutreten. Céline Küttel hat sich für das flexible Studium entschieden,

da sie nebenbei arbeitet. Da sie dank ihrem Stundenplan nur von Montag bis Mittwoch an der PH oder im Praktikum sein muss, hat sie so nebenbei noch sehr gut Zeit dafür.

Sie ist von ihrem Studium begeistert, da die drei Tage, an denen die flexibel Studierenden anwesend sind, wirklich gefüllt sind. An diesen Tagen läuft die ganze Zeit etwas, sie hat meistens keine Freistunden, sondern einen gefüllten Stundenplan. Das einzig Schwierige an diesem Studiengang ist, dass auch hier

Gruppenarbeiten erledigt werden müssen. Weil alle Studierenden nebenbei arbeiten, müssen sie in diesen drei Tagen auch noch Zeit für diese Gruppenarbeiten finden, was meistens nicht so einfach ist.

Im Praktikum geniesst und schätzt es Céline, dass die Kinder so begeisterungsfähig sind.

Ich habe Céline gefragt, wovor sie am ehesten Respekt hat, wenn sie daran denkt, dass sie in drei Jahren selbst eine Klasse führt. Sie antwortete mir, dass es eine Herausforderung sein könnte, allen Kindern der

Klasse gerecht zu werden. Sie will in den Kindern nicht etwas kaputt machen und ihnen so die Freude an der Schule nehmen. Man kann den Kindern sehr viel Gutes auf den Weg mitgeben, jedoch kann man doch auch sehr vieles kaputtmachen.

 

Der grösste Vorteil am flexiblen Studium ist für Céline, dass sie an den schulfreien Tagen so frei ist und selber einteilen kann, wann sie was erledigen möchte.

Sie würde auf jeden Fall wieder das flexible Studium wählen und es auch weiterempfehlen.