Interview zum Thema „flexibles Studium“ an der PHSZ

von Stephanie Notter (1. Semester PS)

 

Céline Küttel ist im ersten Semester an der PHSZ und hat sich für das flexible Studium entschieden. In ihrer Klasse sind es 25 Studierende, die von Montag bis Mittwoch Schule haben und in diesen Tagen auch

ihre Instrumental- und Gesangslektionen besuchen.

 

In einem spontanen Zweiergespräch durfte ich einiges mehr über das flexible Studium erfahren.

 

Céline wollte früher eigentlich nie Lehrerin werden, da ihre Eltern schon Lehrpersonen sind. Sie wollte daher etwas anderes und etwas Eigenes machen, wusste jedoch lange nicht, was genau.

Als sie für die Maturaarbeit ein Theaterstück selber schrieb und dieses anschliessend mit 3./4. Klässlern aufführte, merkte sie, dass es ihr sehr viel Spass machte, gemeinsam mit Kindern etwas einzustudieren und miteinander etwas auf die Beine zu stellen. Als das Projekt vorbei war, vermisste sie es und merkte, dass sie die Arbeit mit Kindern sehr mag. Dies war der Hauptgrund, dass sie sich dazu entschloss, den Weg zur Lehrerin an der PHSZ anzutreten. Céline Küttel hat sich für das flexible Studium entschieden,

da sie nebenbei arbeitet. Da sie dank ihrem Stundenplan nur von Montag bis Mittwoch an der PH oder im Praktikum sein muss, hat sie so nebenbei noch sehr gut Zeit dafür.

Sie ist von ihrem Studium begeistert, da die drei Tage, an denen die flexibel Studierenden anwesend sind, wirklich gefüllt sind. An diesen Tagen läuft die ganze Zeit etwas, sie hat meistens keine Freistunden, sondern einen gefüllten Stundenplan. Das einzig Schwierige an diesem Studiengang ist, dass auch hier

Gruppenarbeiten erledigt werden müssen. Weil alle Studierenden nebenbei arbeiten, müssen sie in diesen drei Tagen auch noch Zeit für diese Gruppenarbeiten finden, was meistens nicht so einfach ist.

Im Praktikum geniesst und schätzt es Céline, dass die Kinder so begeisterungsfähig sind.

Ich habe Céline gefragt, wovor sie am ehesten Respekt hat, wenn sie daran denkt, dass sie in drei Jahren selbst eine Klasse führt. Sie antwortete mir, dass es eine Herausforderung sein könnte, allen Kindern der

Klasse gerecht zu werden. Sie will in den Kindern nicht etwas kaputt machen und ihnen so die Freude an der Schule nehmen. Man kann den Kindern sehr viel Gutes auf den Weg mitgeben, jedoch kann man doch auch sehr vieles kaputtmachen.

 

Der grösste Vorteil am flexiblen Studium ist für Céline, dass sie an den schulfreien Tagen so frei ist und selber einteilen kann, wann sie was erledigen möchte.

Sie würde auf jeden Fall wieder das flexible Studium wählen und es auch weiterempfehlen.

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Flüchtlinge unterstützen

von Simon Schnüriger (5. Semester, PS)

 

Weihnachten steht vor der Tür. Wir hetzen in den viel zu warmen Einkaufscentren umher um noch passende Weihnachtsgeschenke für unsere Liebsten zu kaufen. Wenn wir dann endlich all unsere Verwandten besucht haben und etwas ungläubig auf die Gewichtsangabe auf der Waage starren steht auch schon Silvester und das neue Jahr vor der Tür. Viele Menschen machen sich Vorsätze, was sie im neuen Jahr alles besser, anders, öfters, weniger oder gar nicht mehr machen wollen.

 

Vielleicht heisst Ihr Vorsatz fürs nächste Jahr: "Ich möchte Flüchtlinge unterstützen"?

 

Das Amt für Migration Schwyz sucht Studentinnen und Studenten der PH Schwyz, die Flüchtlingen Nachhilfeunterricht und Unterstützung bieten können.
Es geht darum, die Flüchtlinge auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss oder einer Lehre zu begleiten und zu unterstützen.

 

Interessierte melden sich bitte bei:

Amt für Migration

Fachstelle Integration

Steistegstrasse 13

6430 Schwyz

 

041 819 22 68

 

afm@sz.ch

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Wenn 350 Studierende anfangen zu grüssen, Oktober 2016

von Thomas Watzlawek (3. Semester PS)

 

„Hey Watzi, spar dir deine Überlegungen zu einem zweiten Thema. Du machst ein Interview mit Kathrin Futter", eröffnete mir mein Chef, Primarschullehrpersonkandidat fünfter Ordnung, Simon Schnüriger. „Was mache ich?" „Ein Interview mit Frau Futter." „Zum Teufel, wer soll denn das sein?"

 

Na ja, zugegeben, ich wusste nicht, wer das war. Neuigkeiten erfahre ich in der Regel als Letzter. Hm, vielleicht vergesse ich sie auch nur wieder als Erster, aber dann ist mir Option eins definitiv sympathischer. Wo war ich nochmals gleich? Ach ja, Interview mit Frau Futter.

Option zwei, du kannst mich kreuzweise.

 

Frau Futter, Sie sind ja schon so lange an der PHSZ, dass Sie bereits als Inventar der Hochschule gelten. Doch niemand weiss so recht, was Sie vor Ihrer PHSZ-Zeit gemacht haben. Erzählen Sie doch ein bisschen von sich und von Ihren beruflichen Stationen.

 

Ach, das war ein mehr oder weniger üblicher Werdegang. Zuerst kam die Matura, danach

das Primarlehrer/-innen-Seminar des Kantons Zürich. Im Anschluss war ich acht Jahre lang als Mittelstufenlehrerin tätig. Währenddessen begann ich ein Studium in Erziehungswissenschaften, Angewandter Psychologie und Sonderpädagogik in Zürich, um vermehrt Hintergrundinformationen zu erhalten. Beides war durchaus miteinander vereinbar, weil ich 50% in der Schule unterrichtete und die anderen 50% studierte. Nach dem erfolgreichen Abschluss meines Studiums im Jahr 2005 war ich sowohl Lektorin in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung für die Sekundarstufe I an der Universität Fribourg als auch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hochschuldidaktik an der Universität Zürich.
Diese Tätigkeiten halfen mir, nötige Qualifikationen im Bereich der Ausbildung zu erwerben, auf dem heute mein Schwerpunkt liegt.
So, was habe ich jetzt noch vergessen? – Ach ja: Bevor ich in diesem Sommer meine Stelle als

Prorektorin Ausbildung an der PHSZ antrat, war ich an der Universität Basel als Dozentin tätig und promovierte an der Universität Zürich.

 

Puh, ein ganz schönes Programm.

 

(lacht) – So schlimm war das gar nicht.

 

Was genau sind denn Ihre Aufgaben als Prorektorin Ausbildung an der PHSZ?

 

Die Aufgaben sind recht mannigfaltig. Ich bin zum Beispiel zuständig für die

Bachelorstudiengänge KU und PS, das Prüfungswesen, aber auch für Konferenzen und Klausuren der Dozierenden, für die Administration und sämtliche Fragen der

Studierenden.

 

Haben Ihre Freunde und Kollegen Ihnen gratuliert oder Sie bedauert, als Sie ankündigten, in die Finsternis der konservativen Innerschweiz wechseln zu wollen?

 

(lacht) – Nein, sie haben mir gratuliert. Die PHSZ besitzt schliesslich einen hervorragenden

Ruf und ausserdem gibt es viele Berge in der Nähe, da kann man schön bergsteigen.

 

Was für einen Eindruck haben Sie bisher von der PHSZ gewonnen?

 

Der gute Ruf hat sich bestätigt. Sie besitzt eine sehr persönliche Atmosphäre – es ist schon speziell, wenn einen 350 Studierende grüssen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Hochschulleitung ist konstruktiv, und es herrscht ein sehr entspanntes und angenehmes Klima vor. Es gibt einen guten Austausch untereinander, der sich auch daran manifestiert, dass eigene Ideen und Vorstellungen, was die Gestaltung der Hochschule betrifft, stets willkommen sind und man darüber offen diskutieren kann.
Mein Ziel ist es, die weiteren Entwicklungsschritte zusammen mit den Dozierenden und Studierenden anzugehen. Innovation ist da durchaus ein Stichwort, das es zu verfolgen gilt. Die PHSZ ist in diesem Bereich bereits hervorragend aufgestellt, und wir wollen das noch weiter ausbauen.

 

Gibt es bestimmte Probleme, die Sie wahrnehmen und möglichst sofort anpacken wollen?

 

Das ist noch etwas verfrüht. Ich bin ja noch nicht so lange im Amt und muss mir erst einen fundierten Überblick verschaffen. Ein Augenmerk werde ich auf die Kohärenz der Module legen. Es sind in den letzten Jahren viele neue Dozierende zu uns gestossen, da sind immer wieder Absprachen nötig. Zudem weisen an der PHSZ alle Seminare einen hohen Anteil an selbstgesteuerten Lernphasen auf. So werde ich gemeinsam mit den Dozierenden die Güte der gestellten Aufträge für die Selbstlernphasen unter die Lupe nehmen.

 

An manchen Hochschulen ist es so, dass man Fächer wie BG, TG, Musik oder Sport nicht unbedingt belegen muss, in Goldau jedoch schon. Gibt es Pläne, das zukünftig ändern zu wollen?

 

Die bestehende Regelung wird höchstwahrscheinlich so bleiben. Alles andere wäre ein

Schritt zurück.

 

Sehen Sie Ihre jetzige Stelle und Position als Übergang oder planen Sie, langfristig an der PHSZ zu bleiben?

 

Ich plane, – im Wissen darum, dass sich Pläne auch wieder ändern können - längerfristig an der PHSZ zu bleiben. Ich möchte meine Erfahrung gewinnbringend einsetzen und helfen, damit die PHSZ die zukünftigen Aufgaben in sicherem Fahrwasser bewältigen kann.

 

Erzählen Sie doch ein wenig über Ihre Hobbys. Wie sieht denn Ihre Freizeitgestaltung aus?

 

Ich gehe oft bergsteigen und mache gern Skitouren. Wir haben einen Australian Shepherd, mit dem wir recht viel unternehmen.

 

Wir?

 

Wir, das heisst, mein Partner und ich. Generell liebe ich Outdoor-Aktivitäten, wie etwa Alpentouren oder Biwakieren. Daheim in Wädenswil arbeite ich gerne im Garten, ein

Theater-Abo besitze ich auch noch und wie gesagt: der Hund muss ja auch Gassi gehen…

 

Wie motivieren Sie sich, bevor Sie einen Arbeitstag beginnen? Freuen Sie sich darauf oder müssen Sie mit einem koffeinhaltigen Wachmacher nachhelfen?

 

Ich trinke gern zwei Tassen Kaffee nacheinander. Am liebsten Schoggi-Kaffee.

Vielleicht müsste man George Clooney einmal anrufen, damit noch mehr gute Nespressokapseln mit Schokogeschmack in das Sortiment aufgenommen werden – (lacht).

 

Wenn Sie einen Monat lang eine gemeinnützige Arbeit verrichten müssten, was würden Sie wählen: Wahlkampfhelferin bei Donald Trump, Unterhändlerin unter Boris Johnson bei den EU-Gesprächen oder Marketingleiterin der fiktiven Kampagne Legalisiert Cannabis in der Schweiz?

 

(lacht) – Keine von diesen. Trump ist mir jedenfalls sehr unsympathisch und mit Boris

Johnson möchte ich auch nicht zwingend Schoggi-kaffee trinken…

 

Frau Futter, vielen Dank für das Gespräch.

 

Wer mehr über Kathrin Futter erfahren möchte, dem sei ihr

Blog empfohlen:

www.kathrinfutter.ch/blog/

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Von Feinplanungen und Umzugskartons, Oktober 2016

Von Valeria Herger (1. Semester KU)

 

Mitten in einem Irrgarten von chaotisch gepackten Umzugskartons, Ordnern, Pfannen und Stapeln

von Wäsche sitzt meine Wenigkeit. Total übermüdet, mit Rückenschmerzen und schlechter Laune, den Laptop vor mir auf dem überladenen Tisch. Eine Standard-Szene der letzten drei Tage.
Beste Voraussetzungen fürs Schreiben der
Feinplanung, die gerade auf meinem Laptop aufgeschaltet ist. Die Kirchenglocke läutet. Ich schaue vom Laptop auf und zwischen dem „Gerümpelgebirge“ hindurch auf die Küchenuhr. Schon merke ich, was uns in der neuen Wohnung noch fehlt. Genau, eine Küchenuhr.
Gleich auf die Einkaufsliste damit. Diese wird mit jedem neuen Tag
und jeder ausgepackten Kiste länger.

Als ich zwei Tage später wiedermal bei meinem Grosi im Schrank stöbern darf, verkürzt sich die Liste jedoch wieder drastisch. So wird meine Grossmutter um einige Teller, Handtücher und Bettbezüge ärmer. Ich hingegen versuche danach krampfhaft, all diesen Kram in den Fiat 500 von meinem Freund zu stopfen. Nicht das ideale Umzugsmobil. Wenn man aber, wie mein Freund und ich, in eine möblierte Wohnung einzieht, lernt man, alles in dieser coolen Blechbüchse zu verstauen. Wenig Platz für viele Dinge, die nichts kosten. Dinge, die nichts kosten, darauf waren meine Ohren und Augen die letzten Wochen trainiert.
Und siehe da... Ich könnte heute ein Buch darüber schreiben. Der
Titel wäre dann wohl: „Wohne ohne Kohle“.

 

Hier einige Gratis-Tipps:

 

Günstige Wohnung = mehr Einrichtungsbudget
Möbliertes
Haus = ein Budget-Schmaus
„Go
ask Grosi“, die haben (fast) alles noch irgendwo doppelt
Papas
VW-Bus ist ein Genuss!

 

Mitten in einem Irrgarten von Musik- und NMGL-Buch, Ordnern, Stapeln von Zusammenfassungen und einer Gitarre sitzt meine Wenigkeit. Total übermüdet, mit Rückenschmerzen und schlechter Laune, den Laptop vor mir auf dem überladenen Tisch. Eine Standard-Szene der letzten drei Tage.
Beste Voraussetzungen fürs Schreiben
dieses Artikels, der gerade auf meinem Laptop aufgeschaltet ist.
Die
Kirchenglocke läutet. Ich schaue vom Laptop auf und zwischen dem „Papiergebirge“ hindurch auf die TV-Uhr. Schon merke ich, was uns in der neuen Wohnung noch fehlt.
Genau, die Zeit, sie im ganzen Lernstress noch aufzuräumen!

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„Experte der Woche“, Dezember 2016

Von Lidija Lennep (3. Semester PS)

 

Beim offiziellen Besuchstag der Primarschulen habe ich mir in der 4. Klasse meines Sohnes folgende tolle Idee abgeschaut:

 

In den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch wird jeden Montag das leistungsstärkste Kind im jeweiligen Fach für den Rest der Woche zum Experten erklärt und dessen Name an die Tafel geschrieben. Dieser Experte ist eine Art Assistent der Lehrperson. Immer, wenn ein Kind bei der Einzelarbeit nicht weiterkommt, dann fragt es erst den Experten und nicht die Lehrerin. Nur, wenn der Experte die Antwort nicht weiss, wird die Lehrperson gefragt. Folglich kann man den „Job“ des Experten nicht nach Sympathie, sondern nur nach Leistungsstärke vergeben. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Kind über mehrere Wochen der Experte in einem Fach ist.

 

Diese Vorgehensweise scheint zwei Vorteile zu haben. Einerseits wird die Lehrperson entlastet und andererseits erfährt der jeweilige Experte Anerkennung für sein Können.

 

Da das Expertensystem in der Klasse meines Sohnes sowie der Parallelklasse sehr beliebt ist, sollte man es im Hinterkopf behalten und gegebenenfalls später im Beruf selber ausprobieren. :-)

 

PS: „Der Experte“ steht in diesem Artikel gleichwertig für SchülerInnen.

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Blockwoche Mediendidaktik

von Stephanie Notter (1. Semester, PS)

 

In der Woche vom 10. bis am 14. Oktober 2016 durften die Studierenden des ersten Semesters der PHSZ eine Blockwoche zum Thema Mediendidaktik besuchen.

Am Montagmorgen begann die Woche im Auditorium mit einer Begrüssung durch Iwan Schrackmann.

Bis dahin wussten wir nicht, was uns in dieser Woche erwartete, und wir erhielten eine Einführung und einen Überblick für die Woche. Nina Imlig-Iten stellte uns Studierenden noch die Modulprüfung vor, welche am Freitag stattfinden würde. Schon bald näherte sich das Mittagessen und nach einer Stärkung startete die Blockwoche in den verschiedenen Gruppen.

Am Montagnachmittag besuchte unsere Gruppe ein Modul zum Thema „Computer und Internet im Unterricht“ bei Iwan Schrackmann. Wir wurden zum ersten Mal richtig mit dem Thema der Mediendidaktik konfrontiert und lernten verschiedene Meinungen kennen.

Am Dienstagmorgen lernten wir bei Urs Büeler einiges zum Thema Bilder, Video und Multimedia im Unterricht. Dies war sehr interessant, da wir unter anderem erfuhren, wie und wann man z.B. Bilder in einer Arbeit verwenden darf. Wir hatten für diese Woche nämlich den Auftrag, ein zweiminütiges Erklär-Video zu einem Thema der Mediendidaktik zu drehen, und auch da trafen wir auf das Thema der geschützten Bilder aus dem Internet. Unsere Gruppe hatte am Nachmittag frei, was viele gleich für den Filmdreh nutzten.

Am nächsten Tag war unsere Gruppe bei Beat Döbeli eingeteilt, der uns wertvolle Dinge über die Medienkompetenz und die Mediennutzung sowie das Präsentieren lehrte.

Ausserdem erfuhren wir von Iwan Schrackmann einiges über den Computer und das Internet im Unterricht. Das war auch schon das letzte Modul, denn der ganze Donnerstag war für selbstgesteuertes Lernen eingeplant. An diesem Tag musste oder durfte man sehr viel über die Mediendidaktik lesen –darunter Texte von Iwan Schrackmann, Urs Büeler, Nina Imlig-Iten, Dominik Petko und Kapitel aus dem Buch von Beat Döbeli.

Nach vielen spannenden Berichten und Texten erhielten wir für den Freitag die Aufgabe, die Modulprüfung online auszufüllen, was gleichzeitig das Ende einer spannenden Woche bedeutete.

 

Fazit: Wir lernten die Vor- und Nachteile der Mediendidaktik kennen und bildeten uns eine eigene Meinung zu diesem Thema.

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Norwich 2016 - wir waren dabei, August 2016

von Thomas Watzlawek (3. Semester PS)

 

Am 11.06.2016 war es soweit: Der Wagen war vollgestopft mit Gepäck, schliesslich benötigt der modebewusste junge Mann von heute so einiges an Klamotten, Toilettenartikeln und anderem sinnentleerten Krimskrams. Windeln und Bier liess ich ebenso wie die anderen teilnehmenden Kandidaten daheim - wir hatten den leisen Verdacht, dass es beide Produkte wohldosiert und abholbereit auch auf der Insel geben müsste. Und dann fuhr ich los.

(Ich entschied mich gegen eine Flugreise, weil ich danach noch ein paar Wochen

in Schottland verbringen wollte. Im Nachhinein war das eine recht weise Entscheidung, weil ich nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war.)

18 Stunden später erreichte ich Norwich, lernte meine host mother kennen und über die nächsten 5 Wochen sehr schätzen. Auch mein Zimmer war wirklich klasse, zu meckern gab es da schon einmal nichts.

Am Montag standen wir nun alle morgens vor dem Eingang von NILE (Norwich Institute for Language Education) und harrten der Dinge, die dort auf uns lauern mochten. Jeder hatte

obligatorisch einen dreiwöchigen Kurs zu belegen, der die Theorie und Praxis eines temporären Jobs als assistant teacher einer Primarschule abdecken sollte. 7 Tage wurden wir bei NILE geschult, 8 Tage verbrachten wir praxisorientiert an zwei Primarschulen in

Norwich. Die sieben Tage Theorie beinhalteten meistens Grammatik, Redewendungen,

ein paar drama lessons und andere mehr oder weniger nützliche Dinge, eine wirkliche Vorbereitung für die Schulen fand aber lediglich am letzten Tag statt.

 

Ausser der Erkenntnis, kein Primarschullehrer in Norwich werden zu wollen, brachte mir persönlich das Assistenzpraktikum kaum einen Wissensgewinn. Eigeninitiative war nicht gewollt, gelegentliches Herumschlendern, um sich die vom langen Sitzen eingeschlafenen Beine zu vertreten, jedoch erlaubt. Der Umgang mit den Lehrern war jedoch meist sehr höflich und respektvoll. Andere von uns hatten es da aber etwas schwerer: Fragen nach mehr Initiative wurden abgeblockt, ja sogar der Zugang zum Lehrerzimmer verwehrt. In der zweiten Woche gab es Verbesserungen, was die zahlreichen Kritikpunkte betraf; aber

Verbesserungen bedeuten leider nicht automatisch eine Beseitigung der Missstände.

 

Für alle „Uneingeweihten“ versuche ich kurz eine möglichst genaue Skizzierung einer typischen Klasse zu entwerfen. In jeder Klasse gibt es eine Primarschullehrperson und mindestens einen assistant teacher. Gibt es einmal Probleme mit den Kindern, werden die assistant

teachers darauf angesetzt, die ebenso für die Förderung leistungsschwächerer Kinder verantwortlich sind. Dies führt leider dazu, dass die eigentlichen Lehrpersonen vermehrt für die Mehrheit und nicht für alle unterrichten. Der Unterricht unterscheidet sich in vielen Bereichen von dem eines im Kanton Schwyz durchgeführten. Oftmals werden Film- oder Gesangssequenzen vom Internet eingespielt, etwa zum Üben des Einmaleins. Die Kinder singen bei Gelegenheit mit, lernen dabei Melodie und Inhalt des Liedes und prägen sich damit auch Bereiche des Einmaleins ein. Manches im Unterricht war wirklich gut, manches

weniger. Oftmals vermisste man den roten Faden, der die didaktischen und methodischen Elemente durchziehen sollte. Das Ganze schien mir recht willkürlich abzulaufen, und der Grad der Willkür hing vom jeweiligen Lehrer ab. Erschwert wurde der Unterricht durch die Klassengrösse, die durchaus 33 Kinder umfassen konnte und einen ziemlich lauten Geräuschpegel produzierte, den die Lehrer jedoch erfolgreich ignorierten.

 

Nicht verschweigen darf man ebenfalls die positiven Erlebnisse, die Studierende an anderen Schulen gemacht haben. Viele berichteten mir von lehrreichen, problemfreien Zeiten, die sie dort verbringen durften.

 

Abschliessend kann man Folgendes festhalten: Die Lehrer schwankten in ihren Leistungen und Sympathiewerten, die Kinder schwankten ebenfalls in ihren Leistungen, waren dafür aber konstant liebenswert und einnehmend.

 

Nach diesen drei Wochen mussten einige von uns noch einen Sprachkurs bei NILE belegen, der entweder 2 oder 4 Wochen dauerte. Im Grunde ging es dabei um das Verbessern der Fremdsprache, Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht und einer Vorbereitung auf die C1-Prüfung, die wir noch vor uns hatten bzw. haben. Viele hatten bereits einen solchen Sprachkurs abgelegt und durften nach drei Wochen heim.

 

Ich empfand den Aufenthalt insgesamt als recht gewinnbringend. Nicht so sehr der Schulen, aber vielmehr der Studierenden der PH Schwyz wegen. Mit vielen hatte ich vorher noch kein Wort gewechselt, geschweige denn mich mit ihnen übers Wetter unterhalten. Dies änderte sich

gravierend, und es entstanden neue Freundschaften.

 

Natürlich gibt es auch Studierende, die diesen Wochen nichts Positives abgewinnen konnten. Aber wer bewusst Kontakt und Zeit mit anderen vermeidet und dafür immer sein Domizil als alleiniges Refugium auserwählt, der ist in gewissem Mass auch selber schuld daran. Warum um Himmels willen sollen wir jungen Studierenden uns bereits wie Menschen im Pensionsalter

verhalten?

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„Educational experience in Norwich, UK“

Von Lidija Lennep (3.Semester PS)

 

During my language stay with NILE in Norwich I visited two schools and was impressed of two ways of teaching the children:

 

1. Mentor of the expert

 

Instead of reading the current story about “King Leo” to the children, the teacher did choose one child and told him outside of the class room, how to act in front of the class.

The teacher told the class, that “King Leo” has invited the lords, played by the class, to a secret meeting and that he would arrive now. The children were reminded, to speak “Queens English” to the King. The child (who was outside) entered the classroom and acted as he is “King Leo” and told the lords (class), that this is a secret meeting and he has decided to split his kingdom in three parts for his three daughters. The lords could ask him questions about his decision. Afterwards he went out of the class and the story part was over.

Later the whole class discussed about the decision of the king; the Advantages and disadvantages. Then each child was asked to write a diary about this meeting with his/her personal point of view regarding the decision of the king, of course in the past tense.

 

I think, that this lively way of teaching the story will be reminded better by the children. It will remain in the children’s memory, because each child was a part of it actively involved and has reflected the story verbally and wrote about it personally.

 

2. Guided writing

 

When the children have to write an essay they get two things e.g. with argumentation:

 

1st: A sheet with the order of an argumentation (problem, introduction, argument pro/contra, own opinion).

 

2nd: The sheet where to write the argumentation on it, subdivided into different quadrats.

First a small one for the title, the problem. Then a bigger one for an introduction, the biggest for the part pro/contra and a middle size one for the own opinion.

 

I appreciate this way, because the children can´t “get lost” during their writing. They received

help for the order as well as a visual help for the quantity of writing.

 

Finally something I would appreciate to have in Switzerland: Open fault culture

 

Something attract my attention from the first to the last day during my school visits. It´s the way, how polite the children are to each other, when someone makes a mistake or is not good enough in something. Nobody is laughing at a person in this situation.

 

I carried out that the British schools have a strong “reward and punishment” treatment. But in this case - I think - this behave is copied by a living example of the parents or society in General.

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Von Laufhunden und Diktaturen, Mai 2016

von Thomas Watzlawek (2. Semester FS)

 

Frau Uhlemann, wenn man nach Informationen über Ihre Person im Internet sucht, findet man ausser Ihrem Lebenslauf nichts. Geben Sie unseren Lesern doch ein paar Einblicke in Ihr Leben. Fangen wir doch am besten einmal mit dem Geburtsdatum an. Falls Sie es vorziehen, dieses Detail zu verschweigen, beginne ich einfach so: „Die 25-jährige Frau Uhlemann kam …“

 

(lacht)- Wenn Sie das schreiben, dann wird jeder in der PH darüber lachen. Aber das stimmt. Ich versuche möglichst wenig über mich im Internet preiszugeben. Ich wurde am 08.04.1965 in Jena, in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, geboren. Ich bin diktaturgeschädigt – und das können Sie auch genau so schreiben.

 

Diktaturgeschädigt?

 

Ja, richtig. Mir wurde schnell klar, dass ich nicht in diesem Land bleiben wollte. Mit 19 reichte ich meinen Ausreiseantrag ein und damit war von den ohnehin wenigen Freiheitsgraden in der DDR praktisch gar nichts mehr für mich übrig.

 

Wie meinen Sie das?

 

Nun, ich wurde vor die Staatssicherheit zitiert. Man exmatrikulierte mich für das Medizinstudium und jede Art der Ausbildung wurde mir zukünftig verweigert. Gleichzeitig wusste ich, dass man mich observierte und meine Familie mit hineinzog. Man versuchte zum Beispiel Einfluss auf meinen Vater zu nehmen, damit meine angeblichen Aktivitäten aufhörten. Im Prinzip lief das wie im Film Das Leben der Anderen ab.

 

Wie ging es dann weiter?

 

Mit 23 durfte ich endlich ausreisen. Ich bekam den Bescheid und hatte zwei Stunden Zeit, um mich abzumelden und mich von meiner Familie zu verabschieden. Ich dachte damals, dass ich sie nie wiedersehen könnte. Am 30.12. 1988 fand ich mich schliesslich im Auffanglager Gießen wieder. Es war bitterkalt, ich hatte nur einen Koffer ohne Geld und musste vom Bahnhof auch noch irgendwie dahin kommen. Anfangs wollte ich meinen Traum von einer Karriere als Opernsängerin nicht aufgeben,

aber nach einer Weile wurde mir klar, dass mein Talent dafür nicht ganz ausreichte. Parallel dazu studierte ich bis 1991 Anglistik und Romanistik, nur um dann aufzuhören und Erziehungswissenschaften in Hannover und Berlin zu studieren.

 

Was bewog Sie in die Schweiz zu ziehen? Nur die gesunde Luft und eine „neue

Sprache“ kennenlernen können nicht die einzigen Gründe gewesen sein…

 

(lacht)- Genau. Ich wurde 2000 Leiterin von Schule und Frühberatungsstelle sowie Therapeutin bei der

Stiftung für hörgeschädigte Kinder Meggen und Uster. Die Arbeit war der ausschlaggebende Grund für meinen Umzug in die Schweiz, auch wenn ich immer schon ins Ausland wollte. Vor allem Frankreich reizte mich sehr; nicht umsonst besitze ich ein Bauernhaus dort, das ich in meiner Freizeit gerade umbaue.

 

Was genau machen Sie jetzt an der PH und warum hören Sie damit auf?

 

Im Augenblick bin ich noch zu 70% für die Ausbildung zuständig. Der Rest besteht aus einem kleinen Modul

Sonderpädagogik. Zukünftig werde ich meine Arbeit als Ausbildungsleiterin beenden und das International Office übernehmen. Ich werde nur noch zwei Tage in der Woche anwesend sein, hinzu kommt noch ein Tag Home-Office. Ich möchte mehr für meine persönliche Bildung in anderen Bereichen tun, und dafür brauche

ich mehr Zeit. Ich bin bereits in der Sterbebegleitung aktiv und ich würde den ehrenamtlichen Anteil gern ausbauen. Privat werden wir von Luzern nach Basel ziehen.

 

Warum das?

 

Ich vermisse kulturelle Anlässe, wie Kino, Theater oder Ausstellungen. Gegen Jazzkneipen hätte ich auch

nichts einzuwenden. Luzern ist zwar kaum zu übertreffen in seinem Liebreiz, auf Dauer aber doch etwas eintönig.

 

Werden Sie im neuen Zuständigkeitsbereich andere Schwerpunkte/Reize setzen?

 

In unsere Strategie wurden bereits Mobilitätsaktivitäten eingebunden. In diesem Zusammenhang werden wir vermehrt versuchen, neue Kooperationen in bisher noch zu wenig berücksichtigten Gegenden und Kulturkreisen einzugehen. Diese könnten, wenn die noch abzuhaltenden Verhandlungen positiv verlaufen, etwa in Asien oder Afrika entstehen. Im Mittelpunkt muss in diesen unruhigen Zeiten aber neben des zu erwartenden Vorteils für die PHSZ stets die Sicherheit stehen.

 

Wohin geht es in den nächsten Ferien?

 

Wir werden an die Mecklenburgische Seenplatte fahren und 5 Tage zu Fuss von Fürstenberg nach

Graal-Müritz marschieren. Ich werde also mit zwei Luzerner Laufhunden unterwegs sein.

 

Wie meinen Sie das?

 

(lacht)- Mein Lebensgefährte ist gebürtiger Luzerner und wir haben einen Luzerner Laufhund.

 

Eine Fee erscheint Ihnen und sagt: Annett, du hast drei Wünsche frei, allerdings musst Du vorher während eines offiziellen Anlasses einen Abend lang mit Christoph Blocher Salsa tanzen.

Gehen Sie auf das Angebot ein?

 

Meine Güte. (Pause, überlegt)- Ich will doch gar keine drei Wünsche. Christoph Blocher? Salsa? Vielleicht

wenn die Verlockung gross genug ist…

 

Frau Uhlemann, vielen Dank

für das Gespräch.

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Primi Inter Pares, Mai 2016

von Thomas Watzlawek (2.Semester PS)

 

Im Zuge des Moduls MURZ kamen zahlreiche StudentInnen in den Genuss, am 19.05.2016 an der Jubiläumsfeier des 25-jährigen Bestehens des Wegs der Schweiz teilnehmen zu dürfen. Aus nahezu allen Kantonen der Schweiz kamen Primarschulklassen, um dieses Ereignis zu würdigen und nebenbei einen freien Schultag zu erhaschen.

Wir Studenten sollten uns in kleinen Gruppen um jede dieser Klassen kümmern. Parallel dazu waren im Hotel Waldstätterhof Ehrengäste geladen, die mit uns auf das Rütli kommen sollten. Unter ihnen befanden sich Bundesrat Alain Berset, der Schwyzer Landamman Andreas Barraud und der Urner Ständerat Josef Dittli.

 

Das Tagesprogramm war vorgegeben. Um 10.15 Uhr trafen wir uns in Brunnen unter der Leitung von Frau Nydegger und Frau Arnold. Wir erhielten Verpflegungsgutscheine (eine Bratwurst, ein Glacé und ein Getränk) und ein Memory-Spiel über die Kantone der Schweiz für die Kinder. Gegen 10.45 Uhr, bei bereits einsetzendem Regen, machten wir uns auf den Weg zur Ablegestelle, wo die „Stadt Luzern“ bereits auf uns wartete, um uns auf das Rütli überzusetzen. Es gestaltete sich recht schwierig, die richtige Klasse und danach Sitzgelegenheiten für alle zu finden, da ein Teil des Schiffes für die Ehrengäste reserviert war. Auf diese musste zusätzlich gewartet werden, bis das Schiff endlich losfahren konnte. Den etwa 500 Kindern schien das Warten und das schlechte Wetter nichts auszumachen, sie waren mit sich selbst beschäftigt und ihre Lehrpersonen liessen sie gewähren.

 

Als wir schliesslich angelegt hatten und hoch zum Rütli liefen, hatte Petrus noch kurzzeitig Erbarmen: Es regnete nicht immer stark und durchgehend. Das sollte sich jedoch ändern, als wir oben ankamen: Schirme wurden flächendeckend ausgepackt und die Regenkleidung angezogen. Leider hatte die Organisation es versäumt, sowohl Sitzgelegenheiten als auch eine Art von Regenschutz aufzustellen. Ausserdem gab es nicht genügend Regenumhänge für die Kinder. Die Folge war, dass die Kinder im strömenden Regen standen, während die Festredner auf der kleinen, aber trockenen Bühne über die Entstehung und die Vorzüge des Wegs der Schweiz sprachen. Zumindest kam bei einigen der Erwachsenen Freude auf, als Alain Berset einen Wechsel der Schweizer Drogenpolitik ankündigte.* Der Satz „Wir stehen alle auf Gras“ kann durchaus als eine Hinwendung zu einer toleranten und liberaleren Drogenpolitik verstanden werden. Sogar unseren zwei Dozentinnen zauberte diese Perle der politischen Weitsicht ein ums andere Mal ein Lächeln ins Gesicht und ist gegenwärtig ein Dauerbrenner an der PH. Als positiv und bodenständig wurde die Kernaussage wahrgenommen, dass Schweizer sinngemäss nicht auf ein Nationaldenkmal emporblicken, sondern mit beiden Beinen auf dem Rütli stehen und eben diese Tatsache das Selbstverständnis der Schweiz ausmache. Zu guter Letzt durften vier Kinder noch Grussbotschaften in den vier Landessprachen an alle Anwesenden aussenden.

 

Nach den Reden gingen Kinder, Lehrpersonen, die Studenten der PH, die Ordner und die Ehrengäste geschlossen ins Restaurant, um im Warmen und Trockenen eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

 

Uuups, falsch. Da hätte ich beinahe etwas durcheinander gebracht, ich Dummerchen. Während die Ehrengäste den Weg zum Restaurant fanden, war es den Kindern gestattet, an den zwei Ausgabepunkten eine halbe Stunde im Regen anzustehen, um mit ihren Gutscheinen ihre Bratwürste, ihr Glacé und ihr Getränk zu erhalten. Somit waren dann alle glücklich und zufrieden.

 

Im Anschluss gingen wir alle zurück zum Schiff und fuhren den Urnersee entlang. Die Studenten hatten

Gelegenheit, mit den Kindern ihrer Klasse zu spielen und der Kapitän den Kindern das Echo des Teufelsmünsters vorzuführen. Die Schulklassen hatten ihre helle Freude daran. Danach fuhr das Schiff noch ein wenig planlos in der Gegend herum, bis es die bis dahin noch speisenden Ehrengäste aufnehmen durfte. Kurz darauf waren wir alle wieder in Brunnen und gegen 16 Uhr endete ein interessanter und abwechslungsreicher, leider etwas verregneter Tag auf dem Rütli.

 

Nun ist es an der Zeit ein Fazit zu ziehen.

 

Der Anlass war wirklich zu feiern: Der Weg der Schweiz ist beinahe jedem Schweizer ein Begriff. Das ist nicht nur ein pittoresker Wanderweg rund um den Urnersee, sondern da steckt auch die Leitidee „Zusammenhalt in der Vielfalt“ dahinter. Der Ausflug war jedoch zum Leidwesen der Kinder nicht besonders gut organisiert. Man gab sich Mühe, aber die praktische Umsetzung der Idee verkümmerte etwas. Dies bemängelten auch Frau Arnold und Frau Nydegger, die im Vorfeld keinen Einfluss darauf nehmen konnten. Schade war ferner, dass die Klassen den teilweise weiten Weg nur deshalb auf sich nahmen, um die Festreden zu hören und mit dem Schiff über den Urnersee zu fahren. Ein Rahmenprogramm oder Spielmöglichkeiten auf dem Rütli gab es leider nicht.

 

Entgegen der Ansicht Herrn Steineggers, der im „Bote der Urschweiz“ schrieb, dass die 500 Schulkinder dafür sorgten, dass es den „Gästen“ (gemeint: den Ehrengästen) nicht langweilig wurde, sind wir Studenten der PH der Meinung, dass die Kinder keineswegs nur Beiwerk für eben jene Gäste sein dürfen. Aber anscheinend gilt in diesem Punkt für die Schweiz auch, was für andere Länder gilt: Einige sind gleicher als andere.

 

Trotz dieser Kritikpunkte war es ein schöner und erlebnisreicher Tag, der nie langweilig wurde. Dazu kam noch die Gesellschaft vieler sehr aufgeweckter Kinder - und das entschädigt doch für manch kleines Stirnrunzeln.

 

*Vorsicht: Spassmodus

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Liebe Bachelorarbeit, Mai 2016

von Céline Sutter (6. Semester KU)

 

Vor knapp eineinhalb Jahren bist Du in meinem Leben aufgetaucht. Nun heisst es schon bald: Auf(nimmer)wiedersehen. Wir hatten schöne, aber auch anstrengende Zeitenmiteinander durchgemacht, einmal warst Du mein Freund, einmal mein Feind. Um Dich nicht ganz aus meinem Gedächtnis zu löschen, hier noch einmal die schönsten Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit:

 

  • Bei den EWFO-Vorlesungen habe ich mich immer gefragt, wofür brauche ich dieses wissenschaftliche Herumgeturne jemals? – Bis Du in mein Leben kamst.
  • Beim Auswählen des Themas habe ich mich blauäugig in ein Thema verschaut, anstatt zuerst zu überlegen, wovon es vielleicht passende Literatur gäbe oder was ein angemessener Umsetzungsgrad wäre.
  • Beim Erstellen des Feinkonzeptes war ich sehr optimistisch mit der Zeitplanung. Du weisst schon, schlussendlich kam es ja sowieso wie bei jeder anderen Arbeit mit festgelegtem Abgabetermin – auch wenn der ausnahmsweise schon 1,5 Jahre im Voraus bekannt ist.
  • Du und ich wissen jetzt, dass für eine Zusammenarbeit mit Schulklassen immer zuerst die Schulleitung um Erlaubnis gebeten werden muss, bevor der Elternbrief rausgeht (Reihenfolge der Organisation überdenken!)
  • Für qualitative Interviews gilt: Weniger ist mehr. Transkript-Passagen sind mühsam zu erstellen, können äusserst spannend für die Arbeit sein – nur leider hast Du mir das erst gesagt, als es schon 11. März war… (N.B: Abgabetermin der Bachelorarbeit: 10. März)
  • Beim Formatieren der Arbeit sind mir mindestens 31,84 neue graue Haare gewachsen, DANKE!
  • Schlaflose Nächte hast Du mir vor allem im Februar geboten, wo doch sonst schon wenig geschlafen wurde wegen fasnächtlichen Aktivitäten etc.
  • Die Postergestaltung verlief im Vergleich zur restlichen Erstellung im Blitzverfahren. Woran das wohl lag?

Schliesslich, liebe Bachelorarbeit, halte ich Dich in meinen Händen und bin froh, dass wir es zusammen bis ans Ende geschafft haben. Schon morgen wirst Du öffentlich mit all Deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen präsentiert und dann darfst Du wahrscheinlich vorerst einmal für lange Zeit in die Ferien. Ich kann Dich aber trösten: Im Medienzentrum musst Du nicht alt werden…

 

Für Dein Engagement bedanke ich mich herzlich und freue mich nun auf unseren letzten gemeinsamen Auftritt morgen an der Bachelorarbeitspräsentation.

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Interview mit Rahel Bruhin zum Austauschsemester in Lausanne, April 2016

von Francine Betschart (4. Semester PS)

 

Name Vorname: Bruhin Rahel

Geburtsdatum: 14.01.1996

Wohnort: Lachen

 

Warum hast du dich für das Austauschsemester in Lausanne entschieden?

Ich habe mich für das Austauschsemester in Lausanne entschieden, da ich mein Französisch verbessern will. Ich möchte möglichst gut auf die kommende Dalf C1 Prüfung vorbereitet sein.

Natürlich finde ich es auch spannend etwas Neues kennen zu lernen und somit etwas Abwechslung in mein Leben zu bringen.

 

Welche Vorbereitungen waren für das Austauschsemester notwendig?

Für den Aufenthalt in Lausanne mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. In schulischer Hinsicht beinhaltete dies, das Ausfüllen des Learning Agreement. Weiter benötigte ich eine Unterkunft in Lausanne. Es war nicht einfach etwas Passendes zu finden.

 

Wo und wie wohnst du in Lausanne?

Ich wohne in der Nähe der PH Lausanne in einem Hochhaus (13. Stock). Ich habe ein Zimmer bei einer älteren Dame

gemietet.

 

Was ist dein Lieblingsmodul an der PH Lausanne?

Mein Lieblingsmodul ist „gestion de la classe“. Man kann sich das Modul unter dem Begriff „classroom management“ vorstellen. Das Modul hat einen direkten Bezug zu den Praktika. Die netten Dozenten gestalten die Sequenzen sehr abwechslungsreich. Wir können all unsere Fragen mitbringen. Diese werden dann diskutiert und beantwortet.

 

Was war für dich die grösste Herausforderung bis jetzt?

Die grösste Herausforderung ist die Sprache. Alle Module sind auf Französisch. Die Inhalte der Module sind anspruchsvoll. In meiner Muttersprache Deutsch wären die Modul schon schwierig. Die Tatsache, dass alles in Französisch ist, erschwert das Lernen zusätzlich. Leider hat man nicht die Möglichkeit die Vorlesungen zu Hause nachzuhören. Inhalte, die ich nicht genau verstanden habe, kann ich nicht nochmals hören. Somit verpasse ich

diese Inhalte.

 

Wie verbringst du deine Freizeit in Lausanne?

Ich mache viel Sport. Lausanne ist eine sehr schöne Stadt. Die Altstädt lädt zum Shoppen ein und die Seepromenade lockt für einen Spaziergang. Manchmal gehen wir zu jemandem nach Hause und kochen etwas Feines oder schauen einen Film, natürlich auf Französisch.  Meist bleibt jedoch nicht viel Freizeit übrig. Die Arbeiten der PH Vaud und PH Goldau sowie die Vorbereitung des Dalfs nehmen viel Zeit in Anspruch.

 

Was vermisst du von der phsz?

Ich vermisse das „heimelige“ der PH Goldau.

In Lausanne ist alles viel grösser und man kennt sich weniger. In jedem Modul finde ich wieder neue Studenten und Studentinnen vor. Mir gefällt es, wenn man sich kennt wie an unserer PH.

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Nichts als die Wahrheit, Februar 2016

Von Thomas Watzlawek (1. Semester, PS)

 

Eins möchte ich schon vorab klarstellen: Alle Namen wurden gewissenhaft so verändert, dass keine Rückschlüsse auf die wahre Identität von Studierenden oder Dozierenden gezogen werden können. Ich erwähne das nur, um etwaige Missverständnisse schon im Vorfeld aus dem Weg zu räumen und zu betonen, dass alles, wirklich alles unternommen wurde, um die in diesem Enthüllungsbericht auftretenden Personen zu schützen. Denn das ist der Kern des investigativen Journalismus: Man beschützt seine Quellen und verhindert Klagen aufgebrachter Menschen, die sich in Artikeln wieder zu erkennen glauben.

 

Als ich am ersten Wochentag im September 2015 den Rubikon und damit die Schwelle der Eingangstür zur PHSZ überschritt, wusste ich sofort, dass ich über meinen Schatten springen musste. Trotz des augenscheinlich

ziellosen Gewusels der jungen Menschen war mir klar, dass alle ein Ziel vor Augen hatten und dieses um jeden Preis erreichen wollten. Ich hingegen neige des Öfteren zur Lethargie und gebe mich nur allzu gern dem Müssiggang hin. Ich bin der Meinung, dass ich das darf, weil ich schliesslich schon 47 bin. (Diese Meinung vertrat ich im Übrigen schon vor 25 Jahren, nur die Begründung dazu habe ich leider vergessen). Also musste ich dieses Verhalten ändern, um mit diesen jungen Menschen Schritt halten zu können. Ich rüstete mich, offen zu sein gegenüber allem, was mir begegnete (Was aber schwierig werden könnte, wie mein Rechtfertigungsmodus im Praktikum bewies; aber dies ist eine andere Geschichte). Ich war besonders auf die Vorlesungen gespannt und freute mich, etwas Neues zu

lernen. Dies wurde teilweise mit Bravour eingelöst, teilweise auch nicht. Wenn ich mich an Folien erinnere, die mehr Fehler als korrekte Buchstabenfolgen enthielten, wird mir jetzt noch ganz schwindelig. Auf der anderen Seite spielt

das vielleicht nur eine untergeordnete Rolle, weil viele Studierenden Erstklässler unterrichten wollen, wo es auf solche Nebensächlichkeiten ja nicht ankommt.

 

Die Seminare empfand ich als sehr spannend. Zum einen, weil ich erfuhr, dass selbst ein Kafka Samba tanzen lernen sollte; zum anderen meines Unwissens wegen. Seit gut 25 Jahren hatte ich mit Noten nichts mehr am Hut, den Quintenzirkel kannte ich lediglich aus dem Kreuzworträtsel, und mein Talent liess ein gemaltes Haus stets als dreibeiniges Huhn erscheinen. Ganz ehrlich: Dies zu meistern, macht mich wirklich unglaublich glücklich. Mein

Klavierlehrer und meine Gesangslehrerin dürften jedoch das Wort „glücklich“ nicht unbedingt mit meiner Gegenwart verbinden.

 

Das andere Neue, das waren auch die „Neuen“. Die neuen Bekanntschaften eben, um die man in einem Studium nicht herumkommt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich schon Bedenken, wie sich das wohl entwickeln würde.

Leben wir in anderen Welten oder gibt es Schnittmengen? Verstehe ich den Studenten-Slang und den Humor oder ist das alles nur ein Bahnhof inmitten eines böhmischen Dorfes? Zu meiner Überraschung klappte die Integration recht

reibungslos. Meine Vermutung ist, dass die Mädels und Jungs eher mich integrierten, weil ich bewusst in das kalte Wasser sprang. Die Wahrheit ist, dass ich sehr viele einfach gut leiden kann, und das ist nicht unbedingt

selbstverständlich bei einem notorischen Eigenbrötler wie mir.

 

Jetzt steht das zweite Semester an, und ich konstatiere, dass ich mich darauf freue. Toll, oder?

 

Am Schluss dieses Artikels sei nochmals daran erinnert, dass alle Namen geändert wurden.

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4.2 setzt vielfältige Methoden ein (Einführungspraktikum I), Dezember 2015

von Monta Miskina, (1.Semester PS)

 

Wir haben es geschafft – unser erstes Semester! Wir haben diese Woche nicht nur unsere letzte Prüfung an der PH abgelegt, sondern auch das Einführungspraktikum I abgeschlossen. Icherinnere mich noch an den Tag, als wir in der Einführungswoche die Liste mit der Einteilung unserer Praktikumsorte erhielten. Es war spannend zu erfahren, wo und welche Klasse wir unterrichten dürfen. Zusammen waren wir 6 Praktikanten/innen im alten Schulhaus in Einsiedeln – ein sehr schöner Ort neben dem Kloster!

Trotz der Freude, das berufspraktische Studium mit der zweiten Stufe anzufangen und meine Erfahrungen beim Unterrichten zu sammeln, war es gar nicht so einfach, in den ersten Lektionen vor der Klasse zu stehen. Erst dann ist mir klar geworden, wieso man sagt, dass man am besten schwimmen lernt, wenn man direkt ins kalte Wasser geworfen wird. Die Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff vor und während der Unterrichtsequenz war das Hauptziel für mich. Doch es war ganz anders, vorne zu stehen und von 19 Augenpaaren beobachtet zu werden. Trotz

der geringen Anzahl an Unterrichtsstunden, die wir zur Verfügung hatten, beobachtete ich bei mir eine Entwicklung. Ich freute mich jedes Mal umso mehr, wenn ich schon die motivierten Schüler und Schülerinnen sah. Ich muss gestehen, dass wir mit der Klasse Glück hatten, denn diese arbeiteten immer äusserst ruhig, waren wissbegierig und meistens vom Unterrichtsstoff fasziniert. Zum Glück wird die Theorie an unserer PHSZ direkt mit der Praxis verbunden. Schon in der Anfangswoche des Studiums hatten wir einen Text von H. Meyer als Pflichtlektüre zu lesen, in dem ein Erfahrungsbericht des ersten Unterrichts einer frischgebackenen Lehrerin beschrieben wurde. Es kam mir vor wie der Horror. Aufgrund dieses Textes organisierte ich mir ein Heft, in das ich jeden Dienstagsvormittag meine Bemerkungen, Beobachtungen, Verbesserungen, Erfolge, Misserfolge, Gespräche, Lieblingsmomente und Wünsche hineinschrieb. So gehen die wichtigen Bemerkungen nicht verloren, und ich werde es ganz sicher nochmals lesen, wie es mir am Angang des Studiums erging. Am Ende dieses Jahres ist es beruhigend festzustellen, den richtigen Beruf ausgewählt zu haben. 

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Die Versuchskaninchen im Langzeitpraktikum, Dezember 2015

Von Céline Sutter (5. Semester KU)

 

Zum ersten Mal wurde das Langzeitpraktikum von den Studierenden des 5. Semesters durchgeführt. Seit Schuljahresbeginn durften immer montags und dienstags lehrreiche Unterrichtserfahrungen gesammelt werden.

Mit dem ersten Schultag, Elternabend, Besuchstagen, Sitzungen und anderen speziellen Anlässen waren wichtige

Eckpunkte für eine Lehrperson mit im Programm. Die Studierenden hatten in den ersten 5 Wochen mehrheitlich die Aufgabe, beim Unterricht zuzuschauen und – wo nötig – Hilfe zu leisten. Von Zeit zu Zeit sollten dann letztlich selber Sequenzen durchgeführt werden. Vor- und Nachteile des Team-Teachings mit der Praxislehrperson konnten beim Unterrichten ebenfalls erfahren werden.

 

Mit diesem neuen Praxisgefäss ist ein grosser Schritt in Richtung Berufseinstieg geschafft. Das Ziel war, dass die Studierenden nebst dem Unterrichten hinter den Beruf sehen. Auch die Zusammenarbeit in Unterrichtsteams und mit IF-Lehrpersonen wurde hoch gewertet.

 

Für mich persönlich war es eine sehr tolle Erfahrung, und ich habe aus den Beobachtungslektionen am meisten gelernt. Von meiner erfahrenen und äusserst vorbildlichen Praxislehrperson kann ich sehr viel mitnehmen. Es ist schön, wegen der 40%-igen Präsenzzeit im Schulhaus schon wie ein Teil eines Schulhausteams zu sein,. Die

kommenden Studierenden können sich nur auf dieses bestens vorbereitende Praxisgefäss freuen.

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Lotti - unsere Harddisk für Notfälle

 

Lothar Gwerder, besser bekannt als "Lotti" an der PHSZ, ist unser ICT-Guru für alle Fälle. Wenn's brennt oder das Notebook der Studis kurz vor dem Absturz ist und Bachelorarbeiten gerettet werden müssen, ist Lotti die Ansprechperson. Hilfsbereit und mit übermässigem Engagement steht er hinter seiner Arbeit. Dies auch an der diesjährigen Herbstsemesterparty "Pirates".

Kaum wiederzuerkennen gab er sich als Jack Sparrow und DJ des Anlasses. Passend dazu seine selbstgebaute Black Pearl. Im Alltag jedoch

ist seine Black Pearl das nette Accessoire auf 4 Rädern: schwarz, tiefgelegt und blitzschnell.

 

C. Sutter (5. Semester)

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Unterrichtshilfe: Kind „coacht“ mit, Dezember 2015

Von Lidija Lennep (1. Semester PS)

 

Vor Kurzem habe ich eine wertvolle Erfahrung während des Einführungspraktikums I

gemacht, die ich gerne teilen möchte.

 

Mit einer 2. Klasse habe ich einen Fangbecher aus Papier gefaltet. Anhand der Grundform 2 (Vorzeigen/Nachmachen) habe ich den Faltbecher einmal Schritt für Schritt vorgefaltet, und die Kinder konnten diesen anschliessend am Platz nachfalten. Zur Orientierung habe ich jeden Faltschritt mit Nummerierung (1-7) in der Mitte des Klassenzimmers ausgelegt. Dies war sehr praktisch, denn so konnte ich jedem Kind, das mich um Hilfe gebeten hat, sagen, welchen Faltschritt es sich nochmals genau angucken sollte.

 

Es war geplant, dass jedes Kind nach Möglichkeit zwei Faltbecher in zwei Grössen erstellt. Ein Junge fiel gleich am Anfang dadurch auf, dass er blitzschnell mit beiden Bechern komplett fertig war, während fast alle anderen Kinder noch mit ihren ersten Bechern beschäftigt waren.

 

Für diesen Fall hat meine Lehrperson eine Kiste mit selbstgebastelten, laminierten Oberarm-bändern mit Klettverschluss, auf denen das Wort „Coach“ steht. Nachdem der Junge das Armband bekommen hat, durfte er mir helfen, die Kinder in ihrem Gestaltungsprozess zu begleiten.

 

Diese Vorgehensweise entlastet uns Lehrpersonen, und die SchülerInnen kommen schneller bei Fragen ran und somit ans Ziel. Aber am meisten profitiert das „coachende“ Kind, denn es erfährt Anerkennung von seinen Mitschülern und kann seine sozialen Fähigkeiten trainieren. Dadurch erhöht sich das Selbstbewusstsein des Kindes, und es ist motiviert, wieder gute Leistungen zu erbringen.

 

In dieser Klasse ist noch ein grosser Vorteil dazugekommen: Der helfende Junge ist einer von zwei Schülern mit Migrationshintergrund. Seine Hilfestellung beim Fangbecher hat ihn mit Kindern in Kontakt treten lassen, mit denen er normalerweise nicht seine Zeit verbringt. Seine höfliche Art bei der Unterstützung hat ihm geholfen, sich anschliessend besser in die Klassengemeinschaft zu integrieren.

 

Nach dieser positiven Erfahrung werde ich die „Coachbänder“ sicher öfters einsetzen! : )

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Lern-Hospiz im Gästehaus Fürlauwi - ein Angebot für Studierende

 

Vor kurzem hat uns ein Schreiben vom Gästehaus Fürlauwi im urnerischen Meiental erreicht.
Seit anfangs 2008 wird das Gästehaus betrieben und baut nun sein Angebot aus.

 

Ab 01. Januar 2016 wird ein sogenanntes "Lern-Hospiz" angeboten, das Studierenden die Möglichkeit bietet, an einem ruhigen Ort, wichtige Arbeiten erledigen zu können oder für Prüfungen zu lernen.

 

Die Gastgeber bieten eine grosse Wohnung mit Internetzugang in einer reizarmen Umgebung.
Der Transfer vom Bahnhof Göschenen ist sichergestellt und auf Wunsch wird auch Verpflegung angeboten.

Und das alles zu einem günstigen Preis!

 

Hast du Lust alleine oder in einer Gruppe konzentriert an etwas zu arbeiten?

Dann melde dich am besten direkt bei:

 

Rosmarie Meier Ziegler

+41 41 885 00 68

www.meiental.ch

ferien@meiental.ch

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Petko unplugged, November 2015

Von Thomas Watzlawek (1.Semester PS)

 

Ein wenig aufgeregt war ich schon, als ich an seine Bürotür klopfte. Ist er wirklich so gelassen und schlagfertig, wie er in der Vorlesung rüberkommt? Oder entpuppt er sich in Wirklichkeit als spassresistenter, einsilbiger Sonderling? Doch die Befürchtungen wurden schnell zerstreut. In Petko unplugged zelebriert der gleiche Virtuose, wie wir ihn schon aus seinen Vorlesungswerken kennen.

 

Herr Petko, wo sind Sie denn wann geboren?

Geboren bin ich 1970 in Göttingen, und dort lebte ich die ersten Jahre auch. Danach zogen wir ins benachbarte Hannover um, wo ich dann meine ganze Schulzeit verbrachte.

 

Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem Heimatort?

Ja, auch wenn das mit der Zeit natürlich wenger wird. Aber erst kürzlich war ich wieder auf einem Klassentreffen.

 

Zuerst studierten Sie 1989 Theologie an der Universität Göttingen, bevor Sie zu den Erziehungswissenschaften wechselten. Warum wählten Sie Ihren Geburtsort, und warum unternahmen Sie einen Abstecher in die Theologie?

Ich ging nach Göttingen, um meine Geburtsstadt besser kennenzulernen und meine gewohnte Umgebung zu verlassen. Im Rückblick war das vor allem eine Bauchentscheidung. Heute würde ich meine Wahl viel stärker von der Qualität der Forschung und Lehre abhängig machen. Göttingen war rückblickend aber eine gute Wahl. In der Theologie wollte ich mich mit den grossen Fragen des Lebens beschäftigen: Warum sind wir hier? Wie sollen wir handeln? Was soll das alles? Ich war nicht besonders religiös, hielt aber Theologie als philosophischen Zugang für spannend und dachte, ich kann da querdenken. Leider war das kaum der Fall. Und dann brachten mich Freunde, die in der Sozialpädagogik arbeiteten, auf die Pädagogik.

 

Ab wann studierten Sie Pädagogik?

1994 fing ich mit Pädagogik an. Es war reines Glück, dass ich gleich im ersten Beratungsgespräch an eine Professorin geriet, die noch Studenten für ein Forschungsprojekt suchte. Ich studierte im 1. Semester und war nebenher noch dabei, ein Unterrichtsprojekt in Grundschulen durchzuführen und Daten zu diesem Projekt zu erheben. Ich änderte auch die Art meiner Studienfinanzierung: Ich kündigte meinen klassischen Studentenjob an der

Theke und arbeitete für das Jugendamt in belasteten Familien und mit auffälligen Jugendlichen. Dadurch bekam ich eine Ahnung, wofür das ganze theoretische Wissen nützlich war und wofür eben auch nicht. Und dann habe ich

auch noch so kleine Jobs an der Uni gemacht, z.B. als Tutor in Statistikkursen. Da habe ich gemerkt, dass mir das Unterrichten an einer Hochschule eigentlich gefällt.

 

1999 erhielten Sie Ihren M.A. (Magister Artium) mit Auszeichnung, und im gleichen Jahr ging es bereits in die Schweiz als Leiter der offenen Jugendarbeit in Hirzel ZH. Von 2000 bis 2005 waren Sie an der Universität Zürich als Assistent und Lehrbeauftragter beschäftigt, Ihren Doktortitel erhielten Sie mit summa cum laude im Jahr 2004. An der Pädagogischen Hochschule Schwyz fingen Sie aber schon 2003 an, wie kam das zustande?

In die Schweiz kam ich eigentlich eher aus privaten Gründen. Es war ein Glücksfall, dass ich an der Universität Zürich im Team von Professor Kurt Reusser im Bereich der Pädagogischen Psychologie und Didaktik eine Stelle fand. Der Standard wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens war dort extrem hoch, und am Anfang musste ich sehr viel dazulernen. Es war ausserdem wahnsinnig spannend, dort nicht nur deutschsprachige, sondern internationale Pädagoginnen und Pädagogen von Rang und Namen kennenlernen zu dürfen, die oft sogar unsere Forschungspartner waren. Professor Reusser ist international sehr renommiert, und als sein Schüler wurde mir dann die Stelle an der neu geschaffenen Pädagogischen Hochschule angeboten, die damals noch in Rickenbach angesiedelt war. Wichtig war vermutlich auch mein Forschungsthema, das Lehren und Lernen mit digitalen

Medien. Da steckte viel Innovation drin, und das passte zum Innovationsgeist der jungen Pädagogischen Hochschule.

 

Seit 2013 sind Sie zusätzlich noch Prorektor für Forschung und Entwicklung. Welches Arbeitspensum müssen Sie leisten?

Als Prorektor bin ich in praktisch alle Belange der Hochschulleitung involviert, wie etwa in der Umsetzung unserer Hochschulstrategie oder in das Qualitätsmanagement. Dann trage ich natürlich die Hauptverantwortung für die

Forschungsarbeiten an unserer Pädagogischen Hochschule und leite das Institut für Medien und Schule, wo ich auch ganz praktisch in Projekten arbeite. Daneben schreibe ich natürlich viel und halte Vorträge. Ich habe irgendwie immer zu viel zu tun, auch wenn mir das eigentlich Spass macht. Die Pädagogische Hochschule Schwyz wächst, und damit wachsen auch die Aufgaben. Die Vorlesungen möchte ich aber auf jeden Fall weitermachen. Ich fände es extrem schade, wenn ich als Professor keinen Kontakt mit Studierenden hätte.

 

Die Liste Ihrer Publikationen ist bereits recht lang. Ist es schwierig, die Deadlines der Verlage einzuhalten?

Nein, eigentlich nicht. Deadlines habe ich ständig, und das sorgt dafür, dass man produktiv bleibt. Wichtig sind aber vor allem die Publikationen in den Fachzeitschriften, und da liegt der Druck eher bei der wissenschaftlichen Qualität. Die reine Menge der Publikationen ist nicht so entscheidend. Wenn man es schafft, zwei oder drei Publikationen zu schreiben, die in der Fachwelt auf Resonanz stossen, ist das viel mehr wert als zahllose andere, die kein Mensch lesen will.

 

In Ihren Vorlesungen glänzen Sie stets mit profundem Fachwissen. Das möchte ich jetzt einmal testen, zumal

dieses Thema selbst in Ihrer Vorlesung kurz behandelt wurde: In welchem System sollen die schweizerische und die deutsche Fussballnationalmannschaft in der Europameisterschaft 2016 spielen und warum?

(lacht)- Zu diesem Thema habe ich in den Vorlesungen wohl schlauer gewirkt, als ich bin. Hierzu habe ich kaum echtes Fachwissen, sondern nur meine subjektive Meinung. Grundsätzlich glaube ich, dass man das System auch an die Spieler anpassen muss und nicht nur umgekehrt. Ich finde es interessanter, wenn da Charaktere auf dem Platz stehen und das auch spürbar ist. In der Zukunft wird es ausserdem darauf ankommen, nicht nur ein System zu

beherrschen, sondern situativ umschalten zu können. Wie alles auf der Welt wird Fussball ja immer komplexer, auch wenn die Spielidee eigentlich simpel ist.

 

Wenn Sie da aufgewachsen sind, sind Sie wahrscheinlich ein Fan von Hannover 96?

(lacht)- Nein, Fan würde ich das nicht nennen. Ich bin ein Interessent, aber kein Fan. Was mich an der Deutschen Bundesliga und vielen anderen grossen Ligen stört, ist der Einfluss der Champions League und der riesigen Geldtöpfe. Die Schere zwischen den reichen und den ärmeren Clubs, die nicht in den Genuss von Millionenausschüttungen kommen, wird immer grösser. So wird Profifussball langweilig. Obwohl ich ein

statistisch denkender Mensch bin, bevorzuge ich im Fussball die Unberechenbarkeit.

 

Wenn Sie ein Spiel im TV schauen, machen Sie das eher im Kreis der Familie mit einem Glas Wein oder eher mit Freunden und ein paar Bieren?

Die Abende verbringe ich natürlich meistens mit meiner Familie. Aber mit meinem Wunsch, Fussball zu schauen, bin ich da leider in der Minderheit. Wir einigen uns dann normalerweise auf Sandmännchen. -(lacht)

 

Und wer wird Europameister?

Damit sind wir wieder bei den grossen Fragen des Lebens, oder?

 

Herr Petko, vielen Dank für das Gespräch.

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Bonjour les enfants, November, 2015

von Francine Betschart (3. Semester, PS)

 

Das Abenteuer Assistenzpraktikum, kurz gesagt APF, begann etwa 2 Monate vor Semesterende. Auf einem etwas komplizierten Zettel, natürlich in Französisch, standen der Standort unserer Schule und die entsprechende Klasse. In meinem Fall war es eine Schule in Lausanne und eine 6. Klasse. In Lausanne ist eine 6. Klasse gleichbedeutend wie bei uns eine 4. Klasse. Gut, die Schule war fix, nun ging es an die Wohnungssuche. Ziemlich rasch formierten wir eine 4er-Gruppe und suchten uns eine gut gelegene Stadtwohnung auf Airbnb.

 

Anfangs Juni war es nun soweit, die Reise konnte beginnen. Mit einem riesigen Koffer und unwissend, was mich erwarten wird, stieg ich in den Zug nach Lausanne. In unserer Wohnung mit herrlicher Aussicht hatten wir uns schnell eingenistet. Da waren wir nun in Lausanne. Wir, alle vier, waren ziemlich nervös, wie der erste Schultag wohl sein wird. Das Ganze war dann weitaus weniger schlimm als gedacht. La maîtresse, Véronique, war sehr nett, und auch mein Französisch war ausreichend. Dennoch war ich am ersten Abend fix und fertig von dem vielen Französisch und all den neuen Eindrücken. In Lausanne, einer unglaublich vielseitigen Stadt, lebte ich mich rasch ein, und auch in meiner Klasse fühlte ich mich wohl.

 

Mein Auftrag war es, den Kindern das Deutsch etwas näherzubringen. Das Thema für die nächsten 3 Wochen lautete „Tiere“. Die Kinder waren sehr motiviert, ihre Landessprache zu lernen, und so streuten wir zwischendurch

immer mal wieder etwas Deutsch ein. Weiter bereitete ich die Zeichnungsstunden sowie das Werken vor. Das Unterrichten auf Französisch fiel mir mit der Zeit immer leichter.

 

Während dem Schuljahr 2014/2015 feierte die Schule ihr 100-jähriges Jubiläum, was auch das Hauptthema während des ganzen Jahres war. Zum einen fanden auf das ganze Jahr verteilt verschiedene Festivitäten zu diesem Jubiläum statt, zum anderen tauchte das Thema immer wieder im Unterricht auf. Dementsprechend war auch das Schulhaus ein geschichtsträchtiges Gebäude. Mein Stage in Lausanne verging sehr rasch, und schon bald hiess es wieder Koffer packen. Auf den Heimweg machte ich mich mit vielen Ideen, neuen Erfahrungen, kulturellen Entdeckungen und dem grossen Interesse, meinen zukünftigen Schülerinnen und Schülern die Sprache und Kultur näherzubringen.

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Trendig – das neue „Alpenbistro PHSZ“, Oktober 2015

Von Lidija Lennep (1. Semester PS)

 

Am 9. Oktober 2015 hat unser Rektor Silvio Herzog das neue „Alpenbistro“ eingeweiht.

In seiner Rede hat er unserer PH ein „Luxusproblem“ bescheinigt, nämlich jährlich

über immer mehr Studenten zu verfügen. Daher kam der Wunsch und auch das

Leitbild auf, das Bistro künftig verschiedenartig zu nutzen und eigenständiges

Ambiente, Erholung, Austausch, Pause mit Küche, Anlässe und die Fächer für die Dozenten zu vereinen.

 

Das Konzept für eine gemütliche Atmosphäre ging von einer Arbeitsgruppe unserer Hochschule aus, bestehend aus zwei Studenten (Martin Schaffner & Laura Mackie) und einer Dozentin (Fr. Ziessler) sowie zwei Mitarbeitern (Fr. Eckert& Hr. Stohler). Gemeinsam hat man sich schnell auf einen Kontrast zum nüchternen, funktionalen Betonbau der PH geeinigt. In Zusammenarbeit mit Profis konnte das Vorhaben von der Idee bis zur Realisierung in nur einem halben Jahr umgesetzt werden.

 

Jetzt überrascht uns das umgebaute Bistro nicht nur mit einem neuen Namen, sondern auch mit neuem Design und Stil. Gleich beim Eintritt wandert der erste Blick zur lebendig roten Wand, die eine behagliche Wärme ausstrahlt. Passend hierzu sorgen ausgesuchte Holzelemente für einen frischen Kontrast in satten warmen Farben. Umrahmt wird das Bild durch die originellen Stehlampen mit Holzdekor, welche durch ihr Licht das neue gemütliche Ambiente unterstreichen.

 

Abgerundet wird das wohl abgestimmte Interior Design durch ein grosses Holzscheit-Wandrelief, das lebendige Wärme ausstrahlt und dem neuen „Alpenbistro“ einen alpen-chaletartigen Charakter verleiht. Genau dieser Charakter setzt sich auch in der hinteren Raumhälfte fort, nicht nur durch ein weiteres Holzscheit-Wandrelief, sondern auch

durch eine in Naturtönen abgestimmte Lounge mit trendig bequemen Sitzwürfeln in Kuhfelloptik.

 

Vorbei ist die Zeit, als das Bistro nur sachlich funktional und mit nur wenigen Sitz- und Essgelegenheiten eingerichtet war. Mit der neuen Anordnung sind vielfältige Anlässe denkbar. Nicht nur ein gelungener Apéro zur Eröffnung.

 

Alle Besucher waren vom neuen „Alpenbistro“ begeistert. Ein besonderes Highlight bei der Eröffnung war der vorgetragene Cup Song „When I`m gone“ mit Cups von der Vertiefungswoche (3. Sem.) Theater/Gesang.

 

Die Atmosphäre ist der Schlüssel zum Erfolg, und dieser hat sich im Laufe der ersten Woche bereits durch die vielen Besucher bemerkbar gemacht.

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Erste Eindrücke 1. Semester, September 2015

von Monta Miskina (1. Semester, PS)

 

Jedes Jahr ist es soweit – die Pädagogische Hochschule Schwyz wird von vielen neuen Gesichtern überrannt. Das sind wir – die Erstsemestler! Wir haben schon unseren ersten Monat geschafft! Deswegen lohnt es sich, ein wenig auf den kleinen, aber wichtigen Schritt zurückzublicken. Es ist wichtig, ein wenig uns selbst, andere Mitschüler, erreichte Feinziele, die Umgebung - oder genauer unsere ersten Eindrücke – zu bewerten.

 

Ich möchte gerne mit zwei Fragen anfangen, die bei vielen schon nach ein paar Tagen in der ersten Woche –aufkamen: Wie kann man auf einmal so viel Lesestoff aufnehmen? Ist es überhaupt möglich, alles auf den vorgesehenen Zeitpunkt fertig zu lesen? Alles eine Frage der Zeit! Wie sich herausstellte, kann man mit der Zeit lernen, die eigene Zeit nach den Vorlesungen, Seminaren und Proseminaren richtig einzuteilen, damit alles oder einigermassen alles erledigt ist. Manche fanden vielleicht eine Hilfe beim Recherchieren in ein paar wissenschaftlichen Büchern oder beim Auswerten der eigenen Grobziele, wie es wohl mit der Organisation gehen soll! Immerhin hat jeder eine eigene Struktur gefunden, wie es am besten und effizientesten ist. Man lernt auch mit der Zeit, den Schulboden, spezifisch in den Seminarräumen und im Auditorium, zu schonen.

 

Man lernt, dass man beim Singen ruhig Gas geben kann (auch wenn die Wände nicht ganz so dicht sind), zu grüssen und – ganz wichtig – einen Lieblingsort zu finden. Nach Beobachtungen hat jeder in diesem einen Monat einen Lieblingsort und ein paar andere Orte als Alternative gefunden, falls die Schule an manchen Tagen stark besiedelt ist. Sich wohl zu fühlen, ist doch schon die halbe Miete, oder nicht?! Im Grossen und Ganzen ist die Schule grossartig! Besonders viel Freude macht es, wenn wir mal eine spannende Vorlesung besuchen können, in Seminar eine tolle Präsentation durchführten oder mal einfach einen tollen, abwechslungsreichen Tag hatten! Es fällt leicht, diese Schule zu lieben, weil man nicht nur eine angenehme Atmosphäre hat, sondern auch tolle Menschen kennenlernen kann.

 

Auf jeden Fall haben wir für die nächsten Erstsemestler ganz viele wichtige Tipps zum guten Start!

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Parkplatzsituation

von Alex Schelbert, 2. Semester PS

 

Die letzten Wochen wurde unter den Studierenden an unserer PH immer wieder über die Parkplatzsituation miteinander diskutiert. Man liess der Frustration über keinen vorhandenen Parkplatz mündlich freien Lauf. Die Grundfrage, welche viele Studierende hatten, ist die Frage, warum der freie Kiesplatz vor unserer PH nicht auch gebraucht werden darf. Zahlreiche Geschichten gingen im Hause herum. Man hörte zum Beispiel erzählen, dass die Polizei im Auftrag der Schule so häufig kontrolliert und die Bussen wie am Laufband verteilt, was natürlich absoluter Quatsch ist. Wir vom Echo wollen nun Klarheit in dieser Situation schaffen und durften daher mit unserem Rektor, Herr Prof. Dr. Herzog, über diese problematische Situation sprechen.

 

Herr Prof. Dr. Herzog, vielen Dank dass Sie sich für uns Zeit nehmen. Sicherlich ist Ihnen auch schon zu Ohren gekommen, dass in letzter Zeit sehr viel über die Parkplatzsituation an unserer Schule gesprochen wurde. Wie sehen Sie diese Problematik?

Dieses Thema beschäftigt mich/uns sehr stark. Diese Problematik hat auch mit dem stetigen Wachstum unserer Schule zu tun. Wir nehmen dies sehr ernst, aber eine Lösung zu finden ist schwierig. Es gibt vom Kanton aus Vorschriften, wie viele Parkplätze man gebrauchen darf. Diese Zahl ist aber nicht, wie schon häufig herumgesprochen wird, pro 5 Studierende 1 Parkplatz. Es ist eine komplexe Formel, die die Anzahl Studierende und Mitarbeitende sowie Besucher als Grundlage berücksichtigt. Im Moment haben wir auf dem Gelände (mit Berufsfachschule) 186 Parkplätze. Ich bin der Meinung, dass dies nicht ausreichend ist, und die Formel das Mobilitätsverhalten unserer Studierenden unzutreffend abbildet. Die Erweiterung ist aber schwierig, da wir auf der Landparzelle keinen Platz mehr zur Verfügung haben. Ich möchte festhalten, dass genügend Parkplatze für unsere Schule sehr wichtig ist. In Zug und Luzern beispielsweise gibt es gar keine Parkplätze. Unsere Schule ist die einzige, welche Parkplätze direkt vor dem Hause anbietet. Das ist ein Standortvorteil, den wir nicht so rasch preisgeben möchten.

 

Aus welchem Grund sind nun die Kiesparkplätze wieder geschlossen, so dass viele Autofahrer keinen Parkplatz mehr finden aber der Platz vorhanden wäre? Die Situation betreffend dem Kiesparkplatz ist folgende. Während dieser Zeit, bei der unsere Turnhalle umgebaut wurde, gingen Parkplätze direkt bei der Halle während diesem Umbau verloren. Diese Parkplätze gab man uns mit dem Kiesplatz wieder zurück. Dies geschah mit einer provisorischen Bewilligung der Gemeinde Arth für den Kiesplatz. Als die Turnhalle den Umbau vollendet hat, hatten wir kein Recht mehr auf die Parkplätze auf dem Kiesplatz. Das Hochbauamt hat in unserem Auftrag dann der Gemeinde einen Antrag zur Verlängerung der provisorischen Parkplätze gestellt, dieses wurde von der Gemeinde jedoch leider abgelehnt. Der Kiesplatz gehört der Herz-Jesu-Stiftung. Diese Stiftung wäre einverstanden gewesen, dass wir diesen Parkplatz weiter gebrauchen dürfen. Die Gemeinde jedoch wie gesagt nicht.Dies ist aber noch nicht vom Tisch. Frühestens im April 2015 kann wieder einen Antrag an die Gemeinde gestellt werden. Wir werden dies auch tun, jedoch dann direkt für eine definitive Nutzung dieses Platzes für unsere Studierende und Mitarbeitende.

 

Auch ist die Polizei in den letzten Tagen sehr viel zur Bussenverteilung erschienen. Hat hier die PH mit den zahlreichen Kontrollen was zu tun? Dies ist absolut falsch. Ich möchte hier festhalten, dass bisher von der PH aus noch nie jemand bei der Polizei angerufen hat. Das ist mir wichtig. Es wäre einzig vorstellbar, dass die PH hier aktiv wird, wenn die Zufahrt gesperrt wäre zum Beispiel für ein Krankenauto. Dann wäre dies eine Möglichkeit, dass die Schule aktiv wird. Es ist aber situationsabhängig. Sobald wenn es um Sicherheit geht, wäre es sogar zwingend, dass gehandelt wird. Aber bisher musste und hat man noch nichts aktiv unternommen. Auch ich hatte schon einen Strafzettel an meinem Auto kleben, weil ich meine Dauerkarte nicht hingelegt habe…*lacht*

 

Hat man für diese Parkplatzproblematik für die Zukunft eine Lösung resp. eine Idee, wie man dies beheben könnte? Wie gesagt, frühestens im April 2015 wird wieder mit einem Antrag an der Gemeinde versucht, die provisorischen Parkplätze als fixe zurückzuholen. Wir werden alles unternehmen, dass dieser Antrag dann gutgeheissen wird. Zusätzlich gibt es in Zukunft eine Arbeitsgruppe von der PHSZ, BBZG und dem Heilpädagogisches Zentrum Innerschwyz, welche ja hinter unserem Gebäude gebaut wird, um die Parkplatzproblematik längerfristig zu beheben. Vielleicht müssen wir da auch mal ganz anders denken. Ich habe in der ganzen Thematik meine eigene Vision: Für mich persönlich wäre ein eine Tiefgarage am sinnvollsten. Dies ergäbe uns die Möglichkeit, unseren Vorplatz anderweitig zu nutzen. Man könnte für die Raucher eine schönere Ecke gestalten oder auch sonst gemütliche Sitzplätze oder Lernplätze im freien errichten. Dies würde unsere Schule noch attraktiver machen. Jedoch ist meine Vision wegen den Kosten wohl sehr schwierig realisierbar. Aber man darf seine Träume nicht verlieren…

 

Das Echo-Team dankt unserem Rektor Herr Prof. Dr. Herzog herzlich für die Bereitschaft und Zeit, unsere Fragen zu beantworten und in der Parkplatzproblematik Klarheit zu schaffen.

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Frischer musikalischer Wind

November 2014 von Simon Schnüriger, 1. Semester PS

 

Im selben Atemzug wie das Herbstsemester 2014 an der PHSZ begonnen hat, hat sich eine kleine Gruppe von 5 jungen Männern zur PHSZ-Band zusammengeschlossen. Drahtzieher und Bandleader ist Martin Schaffner aus dem 1. Semester PS. Er suchte die Herausforderung eine Band ins Leben zu rufen und holte sich die restlichen vier Mitglieder ins Boot. Die PHSZ-Band besteht aus Martin Schaffner (Gesang, Beatbox, Rap, Mundharmonika, Chlefälä), Roman Dobler (Gitarre und fürs Optische), André Bürgler (Gitarre und besserer Bezug zur StudOrg), Manuel Kälin (Bass) und Alexander Schelbert (Cajon und Dialektsprecher). Einmal pro Woche trifft sich die Band zur Probe und in den wenigen bisherigen Proben konnten bereits ersichtliche Fortschritte erzielt werden.

 

Die Motivation aller Bandmitglieder ist natürlich vor allem die Freude an der Musik. Alle haben schon im Primarschulalter begonnen ein Instrument zu spielen und bringen deshalb bereits einige Jahre musikalische Erfahrung mit. Es geht aber auch darum, einen musikalischen Beitrag an der PHSZ zu leisten. Künftige Anlässe und Feste könnten oder müssten in Zukunft von einem kleinen Konzert der PHSZ-Band musikalisch untermauert werden. Was euch die PHSZ-Band noch unbedingt sagen will: „Heute beherrschen wir die PHSZ, morgen die Welt.“ Damit ist klar, dass wir in Zukunft einiges erwarten können und wir jetzt schon auf ihr erstes Konzert hin fiebern dürfen. Hoffen wir, dass bis dahin noch alle an der PH studieren und nicht schon zusammen durch die Welt touren.

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Interview mit Micha Suter, Juni 2015

von Francine Betschart (2. Semester PS)

 

Name/Vorname: Micha Suter

Geburtsdatum: 07.01.1992

Wohnort: Sattel

Unterrichtsort: „Altes Schulhaus“, Arth

 

Bis vor einem Jahr war Micha Suter wie wir eine Studierende an der phsz. Seit dem Sommer 2014 übernahm sie eine Kindergartenklasse im „alten Schulhaus“ Arth. Mit einer ansteckenden Begeisterung hat sie mir über ihr Leben und ihre Erfahrungen erzählt.

 

Was war dein bisher lustigstes Erlebnis im Kindergarten?

Ein einzelnes Erlebnis heraus zu nehmen ist sehr schwierig, jeden Tag passieren viele lustige Sachen. Die meisten vergesse ich nach einiger Zeit wieder. Nach einigen Überlegungen, erzählt mir Micha, mit einem Lachen auf dem Gesicht eine Geschichte. Vor einigen Wochen kam bei uns im Kindergarten der Polizist vorbei. Die Kinder waren um den Polizist versammelt und er fragte in die Runde: „An was erkennt man einen Polizist?“ Eine Schülerin streckt und antwortet: „Ein Polizist ist immer blau!“ 

 

Welche Erwartungen an den Schulalltag haben sich erfüllt und welche nicht?

Wie ich es erwartet habe, ist der Beruf sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist gleich wie der nächste. Jeden Tag steht etwas anderes auf dem Programm. Die Motivation der Kinder ist gross und ansteckend. Somit fällt es mir auch leicht, den Montag Morgen zu meistern. Die Kinder sind direkt und haben eine offene Art. Die Heterogenität beim Eintritt in den Kindergarten ist riesig. Die Kinder haben unterschiedliche Voraussetzungen. Während einige Kinder sich im Kindergarten problemlos zu Recht finden, wissen andere nicht genau, was sie mit diesen Spielsachen anstellen sollen. Anders erwartet hätte ich den Kontakt mit den Eltern. Obwohl ich vor diesem Thema grossen Respekt, wenn nicht sogar etwas Angst hatte, stellte sich der Kontakt mit den Eltern bisher als angenehm heraus.

 

Was war für dich die grösste Herausforderung beim Berufseinstieg?

Die grösste Herausforderung war ein Kind, welches zu Beginn mit dem Kindergartenalltag überfordert war (emotionale und sprachliche Entwicklung). Als es für mich und die Klasse untragbar wurde, bekam ich eine 1 zu 1 Betreuung für das Kind.

 

Wie viel Zeit hast du in die Vorbereitung vor deinem ersten Kindergarten Morgen investiert?

Ich habe im Sommer sehr viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Einen grossen Teil nahmen auch der Raum und die Einrichtung des Kindergartens in Anspruch.

 

Wie wurdest du zu Beginn vom Team unterstützt?

In Arth hat es drei Kindergärten. Wir sind ein tolles Team. Die beiden anderen Kindergärtnerinnen helfen mir. Im organisatorischen Bereich machen sie mich auf Dinge aufmerksam, dessen Wichtigkeit oder Gebrauch mir gar nicht bewusst war. „Was sendet man den Kinder vor dem Schulbeginn für Unterlagen zu“. Dies ist ein wichtiger Punkt, den ich mit ihrer Hilfe problemlos lösen konnte.

 

Was fehlt dir vom Studium an der phsz? Welche Defizite musstest du aufarbeiten?

Ich fände eine spezifischere Ausbildung für den Kindergarten gut. Die Methodenkompetenz könnte ich viel vertiefter gebrauchen. Zum Beispiel habe ich nie richtig gelernt, wie man ein Bilderbuch erzählt und was man daraus alles machen kann. Auch das Arbeiten mit der Handpuppe oder das Halten einer Schere ist im Kindergarten sehr wichtig.

 

Was für ein Tipp gibst du den phsz Studierenden für die Zukunft?

Der Praxiseinsatz ist am berufsnahsten und brachte mir sehr viel für die Zukunft. Am besten geht man ins Praktikum mit der Einstellung eines Schwammes und saugt alle Tipps und Informationen auf.

 

Wie siehst du deine Zukunft? Hast du noch einen Traum?

Zuerst möchte ich mich in meiner Aufgabe als Kindergärtnerin noch verbessern. Aber ich kann es mir gut vorstellen, später einmal mein Wissen als Praxislehrperson weiterzugeben oder auch eine Weiterbildung in Angriff nehmen.

 

Ich danke Micha für das spannende Interview und wünsche ihr und ihren „Chindsgi Chind“ alles Gute.

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Ein Gedicht für unseren Trainerhosen-Donnerstag, Mai 2015

von Alex Schelbert (2. Semester PS) 

  

Es gibt ihn in jeder Schule, ein besonderer Tag,

man weiss genau, solch ein Tag ist keine Plag.

 

Ob enge, weite, kurze oder lange,

egal, es muss niemanden werden Angst und bange.

 

Ihr seht, das Sortiment aller Hosen ist breit,

daher wartet man nur ungern bis es ist so weit.

 

Am Donnerstag besucht man unsere PHSZ in Trainerhosen,

zum Teil sogar welche mit ganz famosen.

 

Diese Tradition soll in unserer Schule unbedingt weiterleben,

die Idee wird von den älteren Semestern zu den jüngeren übergeben.

 

Die Gefahr ist hier das alles verloren geht,

dass ihr keine Hosen in verschiedenen Sportlooks mehr seht.

 

Daher der Appell an alle die diese Zeilen beachten,

die über diese Worte ein bisschen nachdachten.

 

Jeden Donnerstag mit Trainerhosen erscheinen und lachen,

dies wird unsere Schulkultur noch besser machen.

 

Ihr seht, jede Frau und jeder Mann ist am Donnerstag herzlich dazu eingeladen,

alle Körperteile mit einem Trainer zu bedecken wie zum Beispiel die Waden.

 

Seid dabei und belebt diesen wunderbaren Tag,

denn wie ihr wisst, ein solcher Tag ist nie und nimmer eine Plag.

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Der Weg vom Vorkurs ins erste Jahr, März 2015

 

von Francine Betschart (2. Semester PS)

 

Mit vielen Erwartungen und der grossen Vorfreude wieder die Schulbank zu drücken, begann ich den Vorkurs an der phsz. Noch nicht genau wissend was mich erwarten würde, startete ich den Vorkurs mit dem Einführungsnachmittag. An diesem Tag konnte ich auch gleich Bekanntschaft mit dem Problem „Parkplätze“ und den Bussen an meiner zukünftigen Schule machen. Da wir im Voraus keine Teilnehmerliste erhalten hatten, war die Spannung doppelt so gross. Die Sitze waren reichlich besetzt und es gab viele neue, aber auch einige bekannte Gesichter zu sehen.

Der Schulalltag pendelte sich schnell ein. Auf dem Tagesprogramm standen altbekannte Fächer wie Deutsch, Mathe, Sport, Geografie oder Biologie. Das halbe Jahr ging sehr schnell vorbei. Und somit konnte ich das Studium an der PHSZ fit vom Ausdauertraining bei Guido und mit einem Rucksack voller Physik Formeln, Kunstepochen und biologischen Experimenten starten.

Die erste Veränderung stellte ich bereits im Stundenplan fest, dieser war nicht mehr so einfach zu lesen und man konnte teilweise nur erahnen, was sich hinter diesen Abkürzungen versteckt. Auch der Unterricht ist nicht vergleichbar. Nun gibt es Seminare, Proseminare und Vorlesungen. Im Vorkurs war es einfacher, da gab es nur ganz gewöhnlichen Unterricht. Im Gegensatz zu unseren neuen Mitschülern haben wir Vorkürsler den Vorteil, dass wir das Gebäude der PHSZ schon kennen und auch in unseren neuen Klassen die bekannten Gesichter des Vorkurses wiederfinden. Nach einem halben Jahr Vorkurs habe ich es geschafft und gehöre nun richtig zu den Studierenden der PHSZ.

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