Eineinhalb Jahre PHSZ - die Bilanz,

voller Glanz oder doch nicht ganz?

Simona Föhn (5. Semester)

 

Eineinhalb Jahre voller Elan und Erinnerungen,

gute Gespräche und interessante Anregungen.

 

Eineinhalb Jahre voller Informationen und Lerninhalte,

lustigen Anekdoten oder Versprecher mit Lachfalte.

«An der Prüfung kommt nur, was wir nicht durchgenommen haben,

macht euch keine Sorgen, ihr werdet nicht verzagen.»

 

Eineinhalb Jahre voller Witze und Schabernack,

da war prompt die Praxiseinteilungsliste zu früh bei jemandem im Rucksack.

 

Die Feste und Veranstaltungen schätzen wir sehr,

und freuen uns immer auf den köstlichen Verzehr.

 

Die Seminare und Vorlesungen könnten unterschiedlicher nicht sein,

genau dies macht es interessant und wir schätzen es immer zahlreich dabei zu sein.

 

Von aussen hat manch einer der Anschein,

an der PH zu sein, sei mehr Schein als Sein.

Doch die Realität ist eher hart,

Kunstwerke, Gruppenarbeiten, Abgabetermine und solcherart.

Denn in diesen eineinhalb Jahren, durften wir noch nie,

Mandala malen oder der eigene Namen tanzen! Also was für eine Utopie!

 

Manch einer sieht die Arbeit von aussen nicht,

aber auf dieses Verständnis sind wir keineswegs erpicht.

Wir denken uns nur, labern kann jeder,

studieren an der PHSZ ist uns aber lieber.

 

In diesem Sinne möchte ich für die eineinhalb Jahre danken,

auf weitere interessante und amüsante Studiengedanken!

 

Sperrung der Axenstrasse

Muriel Amaudruz (5. Semester)

 

In diesem Semester war die Axenstrasse, welche den Kanton Uri (Flüelen) mit dem Kanton Schwyz (Brunnen) verbindet, gleich zweimal nacheinander innert kürzester Zeit wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Axenstrasse bei weiteren heftigen Regenfällen und einem weiteren Steinschlag für längere Zeit gesperrt werden muss.

 

Doch was hat die Sperrung der Axenstrasse mit der PHSZ zu tun? Nun, in den Tagen, an welchen die Axenstrasse gesperrt war, herrschte gähnende Leere auf den Parkplätzen der PHSZ und des benachbarten Berufsbildungszentrums von Goldau.

 

Man konnte gemütlich um 08.05 Uhr oder sogar um 08.10 Uhr mit dem Auto zur Schule kommen und hatte sicherlich noch einen freien Parkplatz zur Verfügung. Da die Studenten aus dem Kanton Uri alle mit dem Zug anreisen mussten, gab es auf einmal ganz viele freie Parkplätze. Des einen Leid, ist des anderen Freud!

 

In dieser Zeit konnten sich all jene freuen, die mit dem Auto zur Schule kamen. Der ewige Stress um die freien Parkplätze war für einige Tage wie verflogen.

 

Also liebe PHSZ Studenten. Wenn die Axenstrasse wieder einmal gesperrt sein sollte, könnt ihr ruhig ein wenig länger schlafen und ihr habt immer noch einen freien Parkplatz, ganz ohne Stress.

Blockwoche KU 3. Semester

Muriel Amaudruz (5. Semester)

 

Die KU-Studierenden des 3. Semesters konnten dieses Jahr eine musikalische Blockwoche geniessen. Sie konnten im BG-Modul zur Musik malen und ihre eigenen Gefühle damit ausdrücken. Sie durften ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene Motive zu einem Song herstellen, welche sie nachher auf eine Tasche und ein T-Shirt mit der Siebdruck-Technik drucken konnten.

 

Weiter konnten sie im TTG-Modul aus Abfall, Plastik, Röhren, Trichtern, Dosen, alten Giesskannen, Karton, Papier usw. ihre eigenen Instrumente herstellen. Darum war es in dieser Woche sehr laut an der PHSZ und man konnte immer wieder von überall her komische Geräusche hören. Ja, das waren die ersten Töne ihrer Instrumente. Um das TTG-Modul abzuschliessen, veranstalteten sie dann an der ganzen PHSZ kleine Konzerte mit ihren selbst gebastelten Instrumenten.

 

Im Musik-Modul haben sie dann zum Abschluss alle zusammen gesungen und viele neue Ideen gesammelt, was sie in ihrem späteren Berufsalltag mit den KU-Klassen machen können. Für alle anderen Studierenden und Dozierenden, welche nicht an dieser Blockwoche teilnehmen durften, gab es im 1.OG eine wunderschöne Ausstellung der entstandenen Werke.

Von Kompetenzen, Zusammenarbeit und Kaffeeklatsch

Fabienne Bodmer (5. Semester)

 

Wer kennt sie nicht, diese Tage an denen man aufs äusserste gespannt an die Schule fährt, in Erwartung eines extrem produktiven Tages. Man stellt sich dies schon fast bildlich vor; man durchschreitet die heiligen Hallen der Schule, Heerscharen von Mitstudenten in jubelnder Euphorie, man setzt sich an einen Tisch, legt sich seine Schreib- und Arbeitsutensilien bereit und macht sich an die Arbeit.

 

Doch, oh Schreck! In Tat und Wahrheit gibt es eine grosse Diskrepanz zwischen der pathetisch angehauchten Vorstellung und der Wirklichkeit. Um dies zu veranschaulichen gebe ich hiermit Einblick in einen sehr typischen Tagesablauf.

 

Morgens halb acht in Goldau. Eine bleierne Schwere legt sich über die Zaystrasse, während junge Studenten der Schule entgegen schlurfen. Das Haupt geneigt, auf den Schultern ein Rucksack gross genug, um eine ganze Familie unterzubringen. Mit letzter Kraft wird die Türe aufgestossen. Immer ein Fuss vor den anderen, in Freudiger Erwartung eines allbekannten Kraftgetränkes, dass, so steht es geschrieben, schon die Azteken zu Höchstleistungen antrieb.

 

Erster Halt, Kaffeemaschine. Knopf gedrückt, Flüssigkeit in der Tasse, alles einverleibt, Glücksgefühl. Einfach herrlich dieses prickeln. Welch ein Geschenk der Götter!

Unsereiner erkämpft sich knurrend einen Platz an einem der ergonomisch perfekt designten Tische. Laptop ausgepackt, alles bereitgelegt, bereit zum Start. Kaum Platz genommen schon die erste Nachricht. Pling! «Zeit für einen Kaffee?» Na klar! Denke ich mir und verlasse den sicheren Hafen, meine Zuflucht, mein mir auferlegter Molloch.

 

Zweiter Halt, Kaffeemaschine. Knopf gedrückt, mit der Kollegin gesprochen, Flüssigkeit in der Tasse, Gespräch mit der Kollegin, alles einverleibt, Glücksgefühl zum zweiten.

Wieder zurück an meinem Platz, kaum den Laptop hochgefahren ein unüberhörbares Pling! «Zeit für einen Kaffee?» Meine Wenigkeit überlegt nicht lange, man möchte schliesslich niemanden im Stich lassen. Eine gute Kollegialität wird uns an der Schule immer wieder gepredigt und eingebläut. Wir sind hier eine sehr soziale Schule, so als Bemerkung am Rande.

 

Dritter Halt, Kaffeemaschine. Knopf gedrückt, mit der Kollegin gesprochen, Flüssigkeit in der Tasse, Gespräch mit der Kollegin, alles einverleibt, Glücksgefühl zum dritten.

Der Weg zum Arbeitsplatz kann zuweilen sehr gefährlich sein. Viele Gefahren halten sich bereit. Langsam schleicht man sich auf leisen Sohlen durch die Gänge der Schule als auch schon ein erstes «Juhuu» erklingt und man just in diesem Moment weiss, dass man der anderen Person restlos ausgeliefert ist. «Wir könnten zusammen einen Kaffee trinken, das wäre doch was!» Um etwaige Gefühle nicht zu verletzen beugt man sich der Kaffetrinkerei ohne Widerspruch.

 

Vierter Halt, Kaffeemaschine. Knopf gedrückt, mit der Kollegin gesprochen, Flüssigkeit in der Tasse, Gespräch mit der Kollegin, alles einverleibt, Glücksgefühl zum vierten.

So vergehen Stunden in einem Stakkato haften Rhythmus. Platz genommen, Pling! Halt an der Kaffeemaschine, Gespräch mit der Kollegin, Pling!

 

So neigt sich der Tag zu Ende. Zufrieden fährt man seinen Laptop herunter, klappt ihn zu, verstaut in sicher im Rucksack und durchschreitet zum letzten Mal an diesem Tage die grosse Eingangshalle.

Zufrieden liegt man zu Hause im warmen Bett, stolz auf die etlichen Versuche sich standhaft zu zeigen, die Augen so leuchtend gross wie Taschenlampen, der Schlaf in weiter Ferne, muss man sich vielleicht eingestehen, dass zehn Tassen Kaffee pro Tag eventuell nicht ganz so optimal sind…..

 

Eröffnung Aussenstelle Medienzentrum

Andrea Bodmer (2. Semester)

 

Am 15. März 2017 wurde in Pfäffikon SZ die Aussenstelle des Medienzentrums der Pädagogischen Hochschule Schwyz eingeweiht. Seither profitieren gerade Studierende aus dem äusseren Kantonsteil vom gesamten Sortiment des Medienzentrums – dies auch dank des Kurierdienstes zwischen Goldau und Pfäffikon. Weiterbildungskurse und Beratungen, die für uns Studierende insbesondere während den Praktika und natürlich auch später als Lehrpersonen wichtig sind, ergänzen das tolle Angebot der Aussenstelle.

Silvio Herzog, Rektor der PHSZ, Anne-Marie Kappeler, Rektorin KSA, und Michael Stähli, Regierungsrat und Vorsteher des Bildungsdepartements des Kantons Schwyz, weihten die neu

eröffnete Aussenstelle ein, dies durch kurze Ansprachen zur Nachhaltigkeit und

Wichtigkeit des Medienzentrums. Im Anschluss lockerte Dominik Petko, Prorektor Forschung & Entwicklung, den formellen Teil mit seinem kurzen Vortrag zum Thema der Bedeutung der Medien auf. Er verglich in seinen Erläuterungen das mediale Wissen mit einem appetitlichen Menü. Auch musikalisch wurde die Einweihung begleitet. Olga Valmond Nicoud und Armin Wyrsch umrahmten den förmlichen Teil mit zwei bekannten Opernstücken. Ein wahrer Wohlklang für die Ohren.

 

Zum Abschluss der Feierlichkeiten durften sich die Anwesenden am köstlichen Buffet gütlich tun. So war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Einweihung der Aussenstelle

wurde für die Besucher zu einem kulturellen und kulinarischen Highlight.

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Neuer Lebensabschnitt – komm endlich!

von Simona Föhn, 2. Semester

 

Für Loraine Bürgler aus Ibach geht in diesem Sommer ein gelungenes Kapitel zu Ende und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Seit 16 Jahren hat sie die Schulbank gedrückt, nun steht sie ab August endlich vor ihrer eigenen Klasse. Loraine Bürgler wird auf das kommende Schuljahr stellvertretend für ein Semester eine dritte Klasse in Lachen unterrichten. Eine Stellvertretungsanstellung war ihre Absicht. Einige Bewerbungen und Vorstellungsgespräche später kam die schöne Nachricht: «Sie haben die Stelle». Loraine stellte fest, dass die zeitliche Koordination mit dem Bewerbungsverfahren und dem letzten Studienhalbjahr an der PHSZ nicht immer einfach war. Das 6. Semester verging wie im Fluge. Angefangen hatte es mit der Abgabe der Bachelorarbeit bis hin zum Einreichen etlicher Gruppenarbeiten. Dabei stets den Überblick zu bewahren, war nicht einfach. Viel zu schnell waren die letzten Wochen an der PHSZ in Goldau vorbei.

 

Ein Highlight ereignete sich für Loraine, als sie nach einer langen Arbeitsnacht, vor dem "Maschgeradenlaufen" am Güdelmontag, endlich die Bachelorarbeit in den Druck gab. Ein Gefühl der Erleichterung machte sich bei ihr bemerkbar. Eine weitere Besonderheit folgte am Tag der Scherze, dem neckischen 1. April. Sie erhielt an diesem Tage einen bedeutenden Brief, in diesem stand, dass sie ihr Französischdiplom C1 bestanden habe. Im ersten Augenblick war es für sie so überraschend, als wäre es wirklich ein lumpiger Aprilscherz. Zum guten Glück nicht, es war Tatsache. Grosse Freude hatte Loraine auch am Zusammenhalt unter den Studierenden. Sie hatten viel Spass, es herrschte eine grosse Hilfsbereitschaft und für einen Scherz war immer Zeit. Ihr Lieblingsfach war Theaterpädagogik

und rückblickend fand sie die gelungenen Feste der PHSZ, wie die PHZS-Gala oder das «Move and Groove», die tollsten Ereignisse in den vergangenen drei Jahren.

Als ich sie fragte, ob sie gut auf den Start vorbereitet ist, antwortet Loraine: «Teils, teils.» Im Langzeit- und Berufspraktikum konnte sie nochmals unglaublich viel dazulernen und profitieren. Jedoch unterrichtete sie eine 5.und 6. Klasse. Nun wird sie eine 3. Klasse lehren, was sicherlich ein Unterschied ist. Loraine ist sich bewusst, dass sie in gewissen Situationen ins «kalte Wasser» geworfen wird. Aber genau dies sieht sie als Herausforderung. Durch ihre Erfahrungen fühlt sie sich gestärkt für das kommende Abenteuer. Vorfreude ist doch die schönste Freude! Einerseits freut sich Loraine vor allem auf das eigene Unterrichten ohne ständige Beobachtung von Dozierenden oder Praxislehrpersonen.

«Ich denke, es ist ein wundervolles Gefühl, nun die ‘richtige Lehrperson’ einer Klasse zu sein», fügt sie an. Anderseits ist da noch eine weitere Vorfreude im Spiel. Loraine hat sich bewusst für eine Stellvertretungsstelle beworben, da sie in ferner Zukunft eine Reise plant.

 

Ich wünsche Loraine, selbstverständlich auch allen anderen Studienabgänger/innen, einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt als Lehrperson und alles erdenklich Gute für die Zukunft.

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Lokale Biodiversität vorleben

von Sina Niederberger, 2. Semester

 

Herr Kühnis ist an der Pädagogischen Hochschule Schwyz in verschiedenen Funktionen tätig. Er ist ein sehr vielfältiger Mensch, der gerne italienische oder schweizerische Küche mit passender Weinbegleitung geniesst. Seine Heimatregion ist das Alpenrheintal. Im folgenden Artikel erfahrt ihr mehr über seinen Einsatz für eine naturnahe Campusgestaltung an der PHSZ.

 

Warum ist Ihnen die nachhaltige und naturnahe Campusgestaltung so wichtig?

Die Erhaltung der weltweiten Biodiversität zählt zu den dringlichsten Aufgaben unserer Zeit. Aufgrund des globalen Rückgangs der biologischen Vielfalt besteht grosser Handlungsbedarf, dieser Negativentwicklung auch auf nationaler Ebene entgegenzusteuern. Wir möchten als Bildungsinstitution deshalb unsere Verantwortung wahrnehmen und einen aktiven Beitrag leisten. Die Förderung der lokalen Biodiversität soll Studierenden anschaulich vorgelebt werden und dazu beitragen, dass sich künftige Lehrpersonen auch für naturnahe Schulareale einsetzen.

 

Welche konkreten Massnahmen wurden bislang umgesetzt?

Basierend auf einem Gestaltungs- und Pflegekonzept konnten durch unsere Kommission für Nachhaltigkeit und Chancengleichheit in den letzten Jahren bereits erste Aufwertungsmassnahmen initiiert und schrittweise umgesetzt werden. Hierzu zählen unter anderem die Schaffung einer artenreichen Magerwiese beim Aussensitzplatz, die Pflanzung heimischer Sträucher, die Anlage von Kleinstrukturen sowie die Neubepflanzung der Pflanztröge mit heimischen Blumen und Kräutern.

 

Was gibt Ihnen die Motivation und den Durchhaltewillen dazu?

Als Ökologe und Umweltpädagoge ist mir diese Umsetzung ein sehr wichtiges persönliches Anliegen, wofür ich mich sehr gerne engagiere. Diese gestalterische Arbeit empfinde ich als sehr bereichernd und sie bildet zugleich einen willkommenen Ausgleich im Arbeitsalltag. Die Zertifizierung unseres naturnahen Campus durch die Stiftung Natur + Wirtschaft als erste Pädagogische Hochschule der Schweiz ist eine besondere Ehre und zugleich Verpflichtung, unsere ökologischen Bestrebungen (dank der Unterstützung und dem klaren Commitment  unserer Hochschulleitung) konsequent weiterzuführen.

 

Wenn Sie zurückblicken, was waren Ihre wichtigsten Veränderungen / Ereignisse bezüglich Nachhaltigkeit?

 

Ich durfte in einem naturnahen Umfeld aufwachsen und verbrachte meine Kindheit sehr häufig in der Natur. Als ehemaliger Pfadfinder und Mitglied verschiedener Naturschutzorganisationen setze ich mich deshalb seit meiner Schulzeit für den Erhalt unserer Natur ein. Diese prägende Lebensphase war mitentscheidend, warum ich mich auch in meinem Studium mit einer ökologischen und umweltwissenschaftlichen Perspektive auseinandersetzte. Dieses Wissen versuche ich nun seit Jahren in meinen Ausbildungsmodulen an der PHSZ den Studierenden weiterzugeben. In der heutigen Zeit spielt der bewusste Umgang mit der Natur eine grosse Rolle. Mich interessiert nun Ihre Perspektive auf die Umweltproblematik und die aktuelle Klimawandeldebatte. Für die Gestaltung einer lebenswerten Gegenwart und Zukunft ist meines Erachtens eine systemisch und langfristig ausgerichtete Betrachtungs- und Handlungsweise unabdingbar. Um Lernende auf ein verantwortungsbewusstes Leben in unserer globalisierten Welt vorzubereiten, bildet die Bildung für nachhaltige Entwicklung deshalb einen wichtigen Bestandteil einer zeitgemässen Bildung. Der Lehrer/innen-Bildung kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, denn gut ausgebildete Lehrkräftesind wichtige Schlüsselpersonen in diesem Bildungsprozess. Das beherzte Engagement der Jugend im Rahmen der aktuellen Klimadebatte begrüsse ich sehr, da nun endlich auch in der Politik die thematische Dringlichkeit erkannt und zum Anlass genommen wird, entsprechende Massnahmen umzusetzen.

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Interview mit Hedwig Renggli – der kreativen Seele an der PHSZ

von Sina Niederberger, 2. Semester

 

Wie haben Sie die Zeit an der PHSZ erlebt?

Ich bin vor 5 Jahren an die PHSZ gekommen und war voller Enthusiasmus. Einige Jahre zuvor habe ich bereits am Lehrer- und am Kindergartenseminar unterrichtet. Die Freude, hier mit jungen Menschen arbeiten zu können, war/ist grossartig.

 

Was hat sich aus Ihrer Sicht in den letzten Jahren an der PHSZ verändert? Oder auch im Vergleich zum Lehrerseminar?

Viel. Im Seminar waren die Lernenden jünger. Mit 16 oder 17 Jahren starteten sie ihre Ausbildung und dort war es auch etwas «Menschenbildung». Hier an der PHSZ bilden wir auf der Tertiärstufe aus. Ich durfte nach zwei Jahren den Schwerpunkt auf die KU-Stufe setzen. Seither bin ich allein für die KU-Stufe zuständig. Über diesen Schwerpunkt bin ich sehr froh, weil ich manchmal noch etwas Mühe habe. Ich finde es schade, wohin sich diese Schulen teilweise entwickelt haben. Denn in gewissen Bereichen sollte man sich mehr Zeit nehmen. Ich kann nicht von Prozessen sprechen, diese an Powerpoints durcharbeiten und die Studentinnen und Studenten auf die Kinder loslassen, wenn sie als angehende Lehrpersonen Prozesse nicht selbst erfahren konnten.

 

Wie konnten sie sich selbst durch die Arbeit mit angehenden Lehrpersonen weiter entwickeln?

Ja, ich nehme jetzt Bezug auf das laufende Semester. Es war bestimmt auch etwas spezieller, weil ich wusste, dass ich danach gehe. Ich wurde noch etwas frecher oder habe gewisse Dinge noch hervorgehoben, die ich wichtig fand. Ganz am Anfang war ich sehr enthusiastisch und vor dem letzten Semester sagte ich mir: «Jetzt möchte ich es noch einmal richtig toll haben mit den Studierenden."

 

Das etwas andere «This or That»-Interview 

Morgen-Mensch oder Nacht-Eule?

Morgens und nachts bin ich oft aktiv. Am Morgen kann ich früh loslegen und bin voller Energie. Und nachts wache ich manchmal auf und habe Ideen. Deswegen liegt neben meinem Bett auch ein Notizblock, um diese Ideen gleich festzuhalten.

 

Kaffee oder Tee?

Beides. Ich mag Tee sehr gerne, trinke aber oft auch Kaffee.

 

Sommer oder Winter?

Da kann ich mich nicht entscheiden. Im Winter liebe ich das Geräusch, wenn man über den Schnee geht. Die Landschaften bei Skitouren - einfach toll. Und im Sommer ist es einfach so richtig warm.

 

Stadt oder Land?

Ich lebe in der Stadt, halte mich aber sehr gerne draussen in der Natur auf. Ich habe mir letztens gerade eine Hängematte gekauft, weil ich am Rotsee Biber entdeckt habe. Die gehe ich irgendwann einmal besuchen.

 

Planung oder freien Lauf lassen?

Das kommt immer etwas drauf an. Ich liebe es, mit Zufällen zu arbeiten und manchmal bin ich froh, wenn etwas genau vorbereitet ist. Aber ich freue mich sehr darauf, nicht mehr zu wissen, am Mittwochmorgen haben wir dieses Thema oder am Donnerstagnachmittag das. Einfach mal der Nase nach.

 

Haben Sie Pläne für Ihre Zukunft? Gibt es da vielleicht bereits ein Projekt?

Ja, es ist mir zugefallen. Mir gefallen Misteln besonders gut. Im Winter am Märt in Luzern habe ich oft Misteläste nach Hause genommen. Bis letztes Jahr dachte ich immer, dass die Vögel die Beeren essen und danach die Kernen ausscheiden. Ich habe aber gelesen, dass die Beeren klebrig sind und die Vögel ihre Schnäbel abputzen. Zu Hause auf dem breiten Fenstersims habe ich drei verschiedene Pflanzen und dort habe ich diese Beeren angestrichen. Überraschenderweise treiben die aus und das freut mich unglaublich. Ich gehe dem nach und bin darum vor allem im Dezember und im Januar aktiv. Die anderen Monate gehe ich der Nase resp. der Seele nach.

 

Ich möchte mich bei Frau Renggli für ihre Zeit, ihre stetig gute Laune und für das Interview bedanken.

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Ausstellung der TG-Astviecher

von Muriel Armadruz, 2. Semester

 

In diesem Semester hatten die beiden KU-Klassen des 2. Semesters die Ehre, unter der Leitung von Hedwig Renggli, in die fantasievolle Welt der „Astviecher“ einzutauchen. Voller Lust und Neugierde machten wir uns wie Kindergartenkinder einfach an die Arbeit und begannen, aus einfachsten Naturmaterialien wie Moos, dünnen und dicken Ästen, Holzscheiten, Baumstrünken und Astgabeln unser eigenes „Astviech“ zu bauen. Niemand hatte einen Plan im Kopf, wie das Viech am Ende genau aussehen sollte und das machte die ganze Arbeit eben sehr spannend. Nach und nach konnte man bei einzelnen Viechern erkennen, wo die Beine, Arme und der Kopf sein könnten. Dies war aber dann nicht immer so, weil immer wieder neue Ideen entstanden und die Viecher so immer in einem Wandel waren. Als unsere Viecher immer mehr zum Leben erweckt wurden und sich unsere Arbeitsphase langsam dem Ende zuneigte, waren wir alle total in der Fantasiewelt der „Astviecher“ angekommen.Bevor wir unsere tollen „Astviecher“ ausstellen konnten, fehlten natürlich noch die individuellen Identitätskarten der Viecher. So erstellten wir alle eine kleine ID mit dem Namen unseres Vieches, dessen Lieblingsessen und Gewohnheiten. Es kamen viele lustige Identitäten zum Vorschein. Dies merkten dann auch die anderen Studierenden und Dozierenden. Wir haben während und nach der Ausstellung unserer „Astviecher“ sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Wer weiss, vielleicht darf die PHSZ schon bald wieder in den Genuss solcher grossartigen „Astviecher“ kommen?

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Kulturprojekt «ἀρχή»

von Sarah Bürgler, 3. Semester

 

«ἀρχή» oder «Arche» - So nennt sich das diesjährige Wahlpflichtmodul der Studierenden im dritten bzw. vierten Semester. Es ist ein Kulturprojekt, in dem die Studierenden zum 15-jährigen Jubiläum der PHSZ gemeinsam mit einigen Dozierenden ein Theater auf die Beine stellen. Dies erfolgt in sechs Arbeitsgruppen, nämlich Theaterwerkstatt, Chor, Band, Bühne& Technik, Kostüme und Projektmanagement.

 

Wovon dieses Theater schliesslich handeln sollte, wusste zu Beginn kaum jemand. Dementsprechend herausfordernd war es am Anfang für die sechs verschiedenen Arbeitsgruppen, irgendwo anzufangen. Schritt für Schrittmachten die verschiedenen Arbeitsgruppen Fortschritte – einige mehr, andere weniger. Mittlerweile ist bekannt, dass das Theater eine Überfahrt umspielen wird. Wohin diese Überfahrt führt und wie sie vonstattengeht, wird sich zeigen…

 

Was momentan also ein Theaterprojekt im Aufbau ist, soll im Mai 2019 ein erfolgreiches, unterhaltsames und humorvolles Theaterstück mit vielen ZuschauerInnen werden, das insgesamt zehn Mal aufgeführt wird. Also: save the date!

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Von Sandwichs, Wichteln und empirischen Arbeiten -oder

"Ist das Sandwich von Herrn Professor Dr. Petko wissenschaftlich belegt?"

von Fabienne Bodmer, 1. Semester

 

Angefangen hat alles vor rund fünfzehn Jahren. Die Pädagogische Hochschule Schwyz, damals noch unter dem Dach der PH Zentralschweiz und vollkommen unbekannt, zählte anfangs nicht mehr als eine Handvoll Studierende, einige wenige Dozierende und Mitarbeitende. Dass aus dieser Hochschule einmal nicht nur eine praxisorientierte, sondern auch eine wissenschaftlich renommierte Institution werden würde, ahnten damals erst wenige. Belächelt wurde sie sogar, erzählte mir Herr Petko beim Interview. Nicht gerade der Ort wo man als junger Wissenschaftler eine grosse Karriere erwarten konnte. Gerade deshalb sei er sehr stolz auf die Arbeit, die er gemeinsam mit vielen anderen hier geleistet hat. Nun werde er mit einem guten Gefühl an die Universität Zürich wechseln. Das Erfolgsrezept sei das persönliche Profil der kleinen Hochschule gewesen, das nicht nur immer mehr Studierende anzog, sondern auch sehr gute Wissenschaftler*innen, Dozierende und Mitarbeitende. So wurde die PHSZ langsam zu einem Sammelbecken für interessante und engagierte Köpfe.

 

Dass diese Leute nicht nur kamen, sondern oft auch blieben, hatte auch mit der harmonischen Hochschulleitung zu tun, wo alle an einem Strick zogen. Wichtig war ausserdem das stabile Bekenntnis des Kantons zur eigenen PH, auch in unsicheren Zeiten. Die anfänglichen Zweifler sind verschwunden und den Befürwortern gewichen. Heute hat die PHSZ nicht nur landesweit einen sehr guten Ruf, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Da sei es auch keine Seltenheit, dass man zu eingeladenen Vorträgen quer durch Europa oder in die USA fliegen müsse. Dies ist vielen, mich eingeschlossen, nicht bewusst.Ob man denn noch von ihm hören werde, fragte ich ihn. Dies mit Sicherheit, bestätigte er. Auch wenn er sich nun verstärkt auf die Sekundarstufe II konzentrieren werde, bleibt er der PH Schwyz in einem laufenden Forschungsprojekt verbunden, bei dem eine App für die Praxisausbildung entwickelt wurde. Auch die Weihnachtsfeier sei ein guter Grund in Kontakt zu bleiben schmunzelt er.

 

Was, so nehme ich an, fast niemand weiss, ist der folgende Fakt: Herr Petko ist ein grosser Fan des weihnachtlichen Wichtelns und war der Initiant dieser Idee. Wenn möglich werde er auch in den nächsten Jahren dabei sein, zumal er hier durch die wichtelnden Studis immer zu Schokolade und Schnaps gekommen sei. Zürich hin oder her. Was aber allen in guter Erinnerung bleiben wird, sind die Vorlesungen, die schon viele vor lauter spritzigem oder trockenem Humor so zum Lachen gebracht haben, dass schon mal die Tränen flossen. Auch die vielen spannenden Inputs und Hintergrundgeschichten und zu guter Letzt die vielen Parkplatz-Pfosten, die von ihm in täglicher Arbeit gezählt wurden, werden Professor Dr. Petko sowie seinen Mitarbeitenden, seinen Berufskollegen und -kolleginnen und ebenso den Studierenden in bester Erinnerung bleiben.

 

Eine wichtige Frage, die nicht nur mich, sondern auch sehr viele andere Studierende an der Pädagogischen Hochschule Schwyz beschäftigte, sie nächtelang nicht schlafen liess und fast zur Verzweiflung trieb, soll an dieser Stelle nun endlich geklärt werden:

Ist das Sandwich von Herrn Professor Petko wissenschaftlich belegt?

Ich zitiere Herrn Petko: "Nur wenn es signifikant besser schmeckt."

 

An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen des phsz echo und allen Studierenden bei Herrn Petko und wünsche ihm für seinen Start an der Uni Zürich ebenso viel Elan und Humor, wie er dies an der PHSZ einzubringen pflegte.

 

--> Herr Petko, wir alle werden Sie vermissen!

 

Das Interview mit Herrn Petko fand am Dienstag, 27. November 2018, an der PHSZ statt.

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Lehrplan 21

von Sarah Bürgler, 3. Semester

 

Der neue Lehrplan, der Lehrplan21, ein stetiger Begleiter einer jeden Lehrperson – würde man meinen. Ob dies in der Berufspraxis auch so ist, soll an dieser Stelle mal offen gelassen werden. Jedenfalls hat der Lehrplan 21 besonders während den Praktika einen hohen Stellenwert, ist die Verortung im Lehrplan während den Praktika doch besonders wichtig. Doch was ist eigentlich neu am neuen Lehrplan?

 

Kennzeichnend für den Lehrplan 21 ist die Kompetenzorientierung. Kurzgefasst bedeutet dies, dass den Kindern in der Schule nicht nur Wissen, sondern auch Können und Wollen vermittelt werden soll. Dass das neu erworbene Wissen anwendbar ist und die SchülerInnen über ihr Lernen nachdenken, ist im neuen Lehrplan also besonders wichtig. Nebst den fachlichen Kompetenzen sollen zudem überfachliche Kompetenzen gefördert werden. Dazugehören die personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen.

Ein weiterer Bestandteil des neuen Lehrplans sind Themen Nachhaltiger Entwicklung.

 

Tönt also ganz gut, dieser neue Lehrplan. Doch natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Diese sagen, dass die Struktur des neuen Lehrplans noch nicht ganz verständlich sei und die Inhalte oftmals zu ausführlich aufgeführt seien. Die Arbeit damit sei deshalb sehr zeitaufwändig. Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass der neue Lehrplan noch sehr selten in den Lehrmitteln integriert und eine vollumfängliche Umsetzung des neuen Lehrplans deshalb momentan noch schwierig sei.

 

Alles in allem scheint der Lehrplan 21 also eine durchaus sinnvolle Sache zu sein, zumal er doch recht zeitgemäss ist und wie bereits bis anhin die Arbeit der Lehrpersonen legitimiert und eine gute Orientierung bieten kann.

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Praktische Erfahrung als Mehrwert für die Pädagogische Hochschule

von Simona Föhn, 1. Semester

 

Je nach schulischem Werdegang gestaltet sich das Aufnahmeverfahren an eine Pädagogische Hochschule als unverhältnismässig grosse Hürde. Während sich Personen mit der gymnasialen Matura direkt an der PH einschreiben können, müssen Quereinsteiger für ihren Studienplatz einiges mehr leisten. Die praktische Erfahrung im sozialen Bereich könnte hierfür einen Ausgleich darstellen. Die Aufnahmeprüfung für Personen mit abgeschlossener Berufslehre und zweijähriger Berufstätigkeit erfolgt in den meisten Fällen via Vorbereitungskurs und/oder Zulassungsprüfung. Mit einer gymnasialen Matura entfällt eine Aufnahmeprüfung und man kann sich direkt einschreiben ohne jeglichen praktischen Fähigkeitsausweis. Ich persönlich sehe noch Verbesserungspotenzial in diesem System.

 

Letztes Jahr erlebte ich selber, was man alles leisten muss, um die Zulassungsprüfung zu bestehen. Trotz gesundheitlich-sozialer Berufslehre und Berufsmaturität musste ich an der PHSZ einige Prüfungen absolvieren. Meine wertvolle Berufserfahrung in der Kinderarztpraxis und langjährige Leitertätigkeit im Turnverein sowie auch im Blauring wurden nicht berücksichtigt. Genau diese praktischen Erfahrungen mit Kindern sollten meines Erachtens angerechnet werden. Diese Erfahrung gibt einem die Gewissheit, dass man mit Kindern in Zukunft arbeiten will. Warum ist an unserem Hochschulsystem der theoretische Nachweis eines Gymnasiums so viel mehr wert als die praktische, soziale Erfahrung mit einer Berufsmaturität? Bei anderen Studiengängen wird dieses Prinzip bereits mit grossem Erfolg angewendet. In den fachhochschulischen Studienrichtungen wie Architektur oder Sozialer Arbeit gehört vor Studienstart ein Praktikum zur Pflicht.

 

Egal ob Gymnasium oder Berufsmaturität. Ich hoffe, dass mein Sachverhalt zum Denken anregt und erörtert wird. Besten Dank.

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PH Schwyz – Buschtelefon und andere Kuriositäten

von Fabienne Bodmer, 1. Semester

 

Kaum aus dem Ei geschlüpft und mit der Einführungswoche begonnen, starten nun schon die ersten Prüfungen. Aus dem Umherirren und auf einen Fremdenführer hoffend, wird ein stetig wachsendes Angstgefühl, welches ausgelöst durch Überforderung kaum einzudämmen ist. Unsereiner weiss sich hier natürlich zu helfen. Wie in der eigenen Schulzeit sucht man sich hierzu ein «Gotti oder Götti», welche einem mit Rat und Tat beiseite stehen und dafür schauen, dass man mit genügend Energie und Ballaststoffen (ab)gefüllt ist.

 

Selbst gefährliche Situationen sind an der PHSZ anzutreffen. Besonders wenn es im Sportunterricht um kindgerechte Spiele geht, bei denen man sich vor allfälligen Verletzungen sehr in Acht nehmen muss – Ruptur des äusseren Bandes nicht auszuschliessen. Ist man allerdings mit einem Klumpfuss gesegnet und schwer beladen unterwegs, ist es schön anzusehen, dass einem ein jeder Hilfestellungen gibt und aufpasst, dass man vor weiteren Gefahren gefeit ist. Es kann in Goldau durchaus passieren, dass sich die wilden Bären mit Wölfen verbrüdern und zu einem Angriff übergehen – Attacke! Verletzungen, ähnlich wie Krankheiten, verbreiten sich rasend schnell. So kann es schon einmal vorkommen, dass man auf den Gängen statt einem gleich mehrere Fussverletzte entgegenhumpeln sieht, welche man freundlich grüsst.

 

Sitzt man hochkonzentriert in einem Seminar und ist zum Zerreissen gespannt, möchte man seine Mitstudis natürlich nicht stören. Aus einem «Könntest du bitte das Fenster öffnen?» wird ein wildes Gestikulieren mit den Händen, was beim Gegenüber statt Verständnis nur zu Irritation und einem «Hä? Was wotsch?» führt. Man weiss sich hier natürlich zu helfen. Selbst in der eigenen Schulzeit, welche Äonen zurückliegt, hat man diese eine Methode erfolgreich angewendet. Dem breiten Publikum als «Buschtelefon» bekannt, ist dies eine Methode, welche sich erfolgreich etabliert hat. Gestartet wird mit der Frage nach dem Fenster. Gesagt, getan, Fenster offen, Begeisterung auf hohem Level. Unsereiner reibt sich die Hände und wagt sich an einen Feldversuch. Ein leises« Schraubenschlüssel» wird dem Nachbar ins Ohr geflüstert. Was als Spass begann, wird zu einem Lauffeuer sondergleichen. Aus einem «Schraubenschlüssel» wird ein «Schrubschlüssel» und schlussendlich zu einem finalen «Hä?», das einem Choralgleich Engel zum Weinen bringt. Irritation seitens der Dozierenden ist hier keine Seltenheit.

 

So vergeht die Zeit. Blätter fallen, es wird frostig, der Winter naht. Leise pirscht man der Schule entgegen, um ja keine Eiswanderer auf sich aufmerksam zumachen. Die Polizei, welche fleissig und frohen Mutes Bussen verteilt, ist hier dadurch des Öfteren anzutreffen. Dann ist er endlich da: der Tag. Es ist Weihnachtsfeierzeit. Die glücklichen Studis stürmen durch den Wald, in der Hoffnung, ein wenig des Nektars, als Glühwein bekannt, zu kosten. Es wird getrunken, gefeiert und musiziert. Ein Semesterneigt sich dem Ende entgegen und man blickt dem nächsten schon voller Vorfreude entgegen.

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Interview mit Marina Inglin:

Aus ehemaliger PHSZ-Studentin wird Mitarbeiterin im Medienzentrum

von Anita Steiner, 1. Semester

 

Marina Inglin arbeitet seit September 2018 in unserem Medienzentrum an der PHSZ: Sie war auch hier Studentin und absolvierte 2014 ihr Primarlehrstudium. Dank dieser Vergangenheit kann sie sich gut in uns Studierende einfühlen. Da sie nach einigen Jahren Berufserfahrung etwas Neues machen wollte, studiert sie nun in Teilzeit "Information Science", auf Deutsch Informationswissenschaft, in Zürich.

Dieses Studium ist besonders geeignet, wenn man IT-interessiert ist. Auch sind laut Marina Inglin die Klassengrössen überschaubar und sie mag besonders die Exkursionen in die Firmen, um so Einblicke in die spätere Berufswelt zu bekommen. In einem Medienzentrum zuarbeiten, wie das Marina Inglin tut, ist jedoch nur eine der vielen möglichen Tätigkeiten, die man mit diesem Studiengang ausführen kann!

Er ist sehr vielfältig und Marina Inglin musste sich noch nicht definitiv festlegen, auf welchem Gebiet sie sich spezialisieren möchte. Doch im Moment arbeitet sie 50% in unserem Medienzentrum, was gut mit dem Studium zu vereinbaren ist. Sie ist sehr dankbar, dass die Mitarbeitenden sehr flexibel sind, falls sie zum Beispiel wegen Prüfungen ausfällt! Marina Inglin ist noch in der Einarbeitung und verschafft sich einen Überblick. Zudem hilft sie bei Projekten wie der Herbstausstellung mit und unterstützt ihr Team im Alltag in unterschiedlichen Belangen.

 

Da sie selbst Studentin ist, weiss sie genau, was Semesterende bedeutet: Prüfungen absolvieren und Arbeiten abgeben. Doch es gelingt ihr. Vielleicht auch deswegen, weil sie selbst sehr gerne liest und ihr so das Schreiben leichter fällt: Die Harry Potter-Bücher sind ihre Lieblingsbände, da sie damit aufgewachsen ist und diese zu ihrer Leseförderung beigetragen haben.

 

Ich bedanke mich herzlich, dass Marina Inglin sich Zeit für das Interview genommen hat und ich freue mich, dass eine ehemalige PHSZ-Studentin im Medienzentrum arbeitet.

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Die Blockwoche über Mediendidaktik

von Anita Steiner, 1. Semester

 

Diskutieren bis hin zur Empörung, Faszination und Lern-Apps selbst austesten: So verlief die diesjährige Blockwoche zum Thema Mediendidaktik für die Studierenden des ersten Semesters. Digitale Medien wie Tablets sind heutzutage weit verbreitet und werden immer wichtiger. Sogar die Schulen rüsten sich auf. Es gibt schon einige digitale Medien im Klassenzimmer, wie eine PC-Ecke. Doch es gibt auch bereits Vorschläge für eine 1:1-Ausstattung.

Dass jede/r Schüler/in ein eigenes Gerät haben soll (BYOD = bring your own device), welches auch mit nach Hause genommen werden kann, wird heiss diskutiert. Einige Schulen haben dies schon umgesetzt. Bei anderen Leuten stösst dies auf Verzweiflung. Früher war es modern, wenn man einen Hellraumprojektor im Zimmer hatte und bald wird es vielleicht Virtual-Reality-Brillen geben, sodass man die Klassenfahrt im Klassenzimmer durchführen kann. Die Blockwoche stiess auch bei uns Studierenden auf gegensätzliche Meinungen.

 

Soll dies wirklich die Zukunft der Schulen werden? Sollen wir all die Kosten, Umsetzungen und auch Überforderungen der Lehrpersonen in Kauf nehmen? Was, wenn wir das nicht wollen? Die jüngsten Schüler/innen sind ja bereits in der digitalen Welt aufgewachsen. Vor- und Nachteile gibt es genügend. Zum einen können digitale Medien das Lernen unterstützen, gewisse Abläufe einfacher machen und sind relevant für die Bildung und Berufe des 21.Jahrhunderts. Zum anderen ist es aber auch erschreckend, was man damit allesanstellen kann: Was ist, wenn Kinder auf nicht kindgerechte Seiten stossen? Das Suchtpotential und den Bewegungsmangel betrifft es auch stark.

 

Jeder hat seine eigene Meinung und wird diese später in der Berufswelt vertreten. Vielleicht ist aber eine gesunde Mischung von digitalen und analogen Medien am besten.

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Interview mit Prof. Dr. Lennart Schalk –

Prorektor für Forschung und Entwicklung an der PHSZ

von Simona Föhn, 1. Semester

 

Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Ich habe zunächst für ein Jahr Volkswirtschaft in Potsdam studiert, dann aber zum Psychologie-Studium an die Technische Universität Berlin gewechselt. 2007 habe ich meinen Abschluss gemacht und bin dann in die Schweiz umgezogen. Von 2007 bis 2012 promovierte ich in der Abteilung für Lehr-und Lernforschung von Prof. Dr. Elsbeth Stern an der ETH in Zürich. Nach meiner Promotion habe ich weiter bei Elsbeth Stern in der Forschungsgruppe gearbeitet, bis ich 2017 an der PHSZ die Forschungsprofessur für MINT-Fachdidaktik im Anfangsunterricht übernommen habe. Seit dem 1. August 2018 leite ich das Institut für Unterrichtsforschung und Fachdidaktik und am 1. November 2018 habe ich das Prorektorat für Forschung und Entwicklung übernommen und bin damit der Nachfolger von Dominik Petko, der an die Universität Zürich geht.

 

Was werden Sie unterrichten?

Ich gebe im nächsten Semester MINT im Anfangsunterricht für Kindergarten und Unterstufe und im nächsten Herbstsemester eine Lehrveranstaltung zur fachdidaktischen Forschung im Rahmen des Masterstudiengangs «Medien und Informatik», welcher jetzt neu angefangen hat.

 

Das «Entweder - Oder-Interview» (zwei Möglichkeiten zur Auswahl - welche passt eher zu Ihnen?): ·

Käse oder Schokolade?

Schokolade: Weil ich Schokolade eigentlich immer essen kann, Käse aber nicht immer. ·

 

Berg oder Meer?

Berg und Meer: Da kann ich mich nicht entscheiden, da es so unterschiedliche Sachen sind. Bei beiden sehe ich Vorzüge. Ich bin aus Norddeutschland – eine absolut flache Gegend ohne Berge, aber das Meer ist relativ nah und bietet einen weiten Horizont. Gleichzeitig mag ich aber auch das Wandern in den Bergen sehr. Hmmm, nein, ich kann mich nicht entscheiden. ·

 

Stadt oder Land?

Stadt: Weil ich das Angebot in der Stadt mag. Ich schätze es, dass viel los ist und es ein grosses kulturelles Angebot gibt. So kann ich schnell essen, ins Kino oder ins Theater gehen. 

 

Putzen oder Kochen?

Kochen: Ich koche sehr gerne und auch viel, eigentlich jeden Abendgemeinsam mit meiner Partnerin. Putzen ist einfach eine Notwendigkeit. ·

 

Kino oder Fernsehabend?

Kino: Ganz einfach, da ich keinen Fernseher habe. ·

 

Reisen oder Weiterbildung?

Reisen und Weiterbildung: Ich mache beides. Derzeit besuche ich eine Weiterbildung (ein "Certificate of Advance Studies") und mache eine Habilitation an der ETH. Weiterbildungen sind bereichernd, erfordern aber Wochenendarbeiten. Urlaub mache ich natürlich auch. Ich würde nicht meine Urlaubszeit für Weiterbildung hingeben. Urlaub machen und Reisen ist auch ein wichtiger Teil des Stressmanagements, man muss auch mal eine Zeit lang etwas anderes machen als arbeiten.

 

Wie gehen Sie mit Stress um?

Ich versuche mir Zeit zu nehmen, in der ich nicht über die Arbeit nachdenke. Dies ist aber nicht immer einfach. Was bei mir ganz gut funktioniert, sind Aufgaben, die meine volle Konzentration erfordern. So mache ich zum Beispiel gerne Musik. Ich habe sehr viele Schallplatten, Synthesizer und elektronische Geräte, aber auch E-Gitarren und Bässe zum Musizieren. Das kann ich nur, wenn ich mich voll und ganz darauf konzentriere. Ich bin kein guter Musiker und ärgere mich somit dauernd, weil ich immer etwas falsch mache. Doch dies ist genau der wertvolle Moment, weil ich mich nur noch über mein musikalisches Unvermögen ärgere und nicht mehr darüber nachdenke, was ich eigentlich in meinem letzten Artikel hätte schreiben müssen. Gleichzeitig ist Stress ja nicht per se schlecht – wichtig ist eine gute Zeitplanung und Übersicht über anstehende Aufgaben.

 

Was wünschen Sie sich von den Studierenden?

Von den Studierenden wünsche ich mir, dass sie begeistert sind von dem, was sie in Zukunft machen wollen. Sie sollten sich interessiert und kritisch in die Lehrveranstaltungen einbringen. Denn viele Dinge, mit denen man sich beim Lehren und Lernen beschäftigt, sind keine festen Naturgesetze, sondern Theorien und Ideen, welche empirisch zwar teilweise sehr gut belegt sind, aber trotzdem immer auf den eigenen Unterricht angepasst werden müssen. Deshalb erwarte ich von den Studierenden, dass sie Flexibilität und Offenheit zeigen oder auch bereit sind, verschiedene Methoden einmal auszuprobieren, um dann festzustellen, was ihnen beim Unterrichten liegt. Theoretische Ansätze und didaktische Modelle bieten dabei Unterstützung, weil sie helfen, Situationen im Schulalltag besser einzuschätzen, zu verstehen und damit umgehen zu können.

 

Ich danke Herr Prof. Dr. Schalk für das Interview.

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Ready? Steady? Go!

von Sina Niederberger, 1. Semester

 

Nach einer doch ziemlich langen Sommerpause stand das neue Semester an. Für einige unter uns – so auch für mich – war es das allererste Studiensemester überhaupt an einer Hochschule. In der Einführungswoche versammelten sich alle neuen Studierenden im Auditorium und waren gespannt, was die PHSZ alles noch für uns bereithalten wird. Das Gefühl an sich, in so einem grossen Raum mit so vielen anderen Studierenden zu sitzen, war für mich sehr ungewohnt. Auch in anderen Fächern gab es in den ersten Wochen viele neue Situationen oder inoffizielle Regeln, die wir «Neulinge» noch nicht kannten, aber ab jetzt befolgen mussten. An dieser Stelle geht ein grosses Dankeschön an Herrn Petko, der uns freundlich darauf hingewiesen hat, dass man nach einer Vorlesung nicht klatscht – sondern auf die Tische klopft. Auch die Orientierung an sich gestaltete sich in den ersten Tagen eher schwierig. «Sind wir jetzt im ersten oder im zweiten Stock?», war auch nach den ersten Wochen eine immer wieder häufig gestellte Frage unter uns. Nach der ersten Eingewöhnungsphase kam der Alltag immer mehr und mehr zum Vorschein und ermöglichte uns neuen Studierendeneinen super Start an der PHSZ. Ich denke, ich kann im Namen von allen Neu-Studierenden sprechen, wenn ich «Danke» sage für diesen offenen Empfang an der PHSZ.

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Qualitätstag

Géraldine Dubach, 3. Semester

Andrea Bodmer, 5. Semester

 

Der diesjährige Qualitätstag fand am 24. April 2018 statt. In vielen intensiven und interessanten Workshops diskutierte man die Thematik des Qualitätsmanagements bzw. der ausgearbeiteten und erarbeiteten Version des Selbstbeurteilungsberichtes (SBB) der PHSZ. Dabei sprach man nicht nur die momentane Situation der Hochschule an, sondern begutachtete auch die aktuelle Version des SBB.

Dieser Bericht ist eine wichtige Grundlage für die institutionelle Akkreditierung der Pädagogischen Hochschule Schwyz. Der Selbstbeurteilungsbericht wurde durch die Qualitätsmanagementkommission der PHSZ, ausgewählten Mitarbeitenden und Studierenden, den Hochschulleitung und den Hochschulrat in vielen eifrigen Stunden erarbeitet, überprüft und angepasst.

 

Um die Ergebnisse anzuschauen und zu diskutieren, waren alle Mitarbeitenden sowie die Studierendenorganisation der Hochschule eingeladen.

In diversen Workshops wurden die verschiedenen Bereiche des Qualitätsmanagements der PHSZ «auseinandergenommen», diskutiert und wenn nötig ergänzt. Auch die Studierendenorganisation der PHSZ spielte hierbei eine wichtige Rolle. Sie sollte die Informationskanäle und -wege, welche die Studierenden betreffen, beurteilen und bewerten. In einer äusserst anregenden Diskussionsrunde mit Rektor Silvio Herzog

durfte die StudOrg ihre Sicht der Dinge preisgeben und erläutern.

 

Der intensive Meinungsaustausch wurde am Nachmittag durch die Improvisationstheatergruppe AVANTT bzw. «Improtagonisten» aufgelockert. Im Anschluss wurden die strategischen Ziele für die PHSZ für 2020-25 diskutiert und verfeinert. Zum Abschluss des erfolgreichen Qualitätstages folgte ein gemütliches Beisammensein beim obligaten Apéro.

 

Alles in allem ein gelungener und sehr fruchtbarer Anlass für die Pädagogische Hochschule Schwyz.

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Austauschsemester

2019 – Studierende und ihre Destinationen

von Stephanie Notter, 5. Semester

 

Wie jedes Jahr haben die Studierenden des 4. Semesters die Möglichkeit, ein Austauschsemester zu absolvieren. Dieses Jahr gibt es fünf Studierende, welche dieses Abenteuer im Frühlingssemester 2019 antreten:

Andreas Moser und Vanessa Zumstein werden zwar in der Schweiz bleiben, jedoch ein Semester in Französisch absolvieren. Für Andreas geht es nach Fribourg, während Vanessa nach Lausanne aufbricht. (Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass es eine sehr gute Wahl ist – viel Spass!)

 

Für weitere drei Studierende geht es in den Norden: Joel Wichert und Seraina Betschart treten ihr Austauschsemester in Tartu in Estland an, während Nina Planzer nach Stavanger in Norwegen reist.

 

Wir wünschen den fünf Studierenden viele spannende und bereichernde Erfahrungen in ihren Austauschsemestern und dass sie mit einem Rucksack voller schöner Erinnerungen wieder nach Goldau zurückkehren.

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Interview mit Stefan Aegerter

von Géraldine Dubach, 3. Semester

 

Dein beruflicher Werdegang ist sehr vielfältig – wie konntest Du von dieser Vielfalt zwischen Informatik und Musik Gebrauch machen?

Ich suche in meinem Unterricht automatisch nach Möglichkeiten, durch Apps und Technik Unterstützung zu bekommen. Anwendungen können, wenn sie gut gemacht sind, einen spielerischen Umgang zu Theorie oder Notenlesen ermöglichen. Sie können den Studierenden helfen, auch zu Hause auf vielfältige Weise in musikalische Kontexte einzutauchen. Im besten Fallunterstützen sie die Musikschüler gezielt in der Auseinandersetzung mit verschiedenen musikalischen Themen (Rhythmik, Notenlesen, Akkorde etc.).

 

Hast Du schon in Theaterstücken mitgewirkt? Wenn ja, in welchen und in welcher Rolle?

(Eher technisch oder musikalisch)

Ich habe bisher nur an der PHSZ in der Theaterpädagogik mitgewirkt. Musik im Theater einzusetzen, ist für mich daher eine neue und spannende Herausforderung.

 

Zu Deinen Tätigkeiten an der PHSZ gehört auch der E-Learning-Support für Dozierende. Tönt spannend –könntest Du kurz beschreiben, was diese Funktion konkret ausmacht? Was tust Du da?

Ich unterstütze die Dozierenden in allen Fragen rund um das E-Learning-Angebot an der PHSZ. Im Fokus steht im Moment die Einführung von Moodle als zentrales Begleit-Tool der Vorlesungen. Die Dozierenden stellen den Inhalt ihrer Vorlesung auf der Moodle-Plattform zur Verfügung und ermöglichen so interaktives Arbeiten und Austauschen der Lerninhalte zwischen Dozierenden und Studierenden. Um das zu ermöglichen, braucht es den E-Learning-Support seitens der ICT.

 

Denkst Du, dass sich der Musikunterricht in den nächsten Jahren verändern wird? Wie viele neue Dinge siehst Du, welche man mit der Digitalisierung im Musikunterricht einbauen könnte?

Ja, der Musikunterricht wird sich verändern. Die Digitalisierung kann/sollte aber die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Instrument auf motorischer und kreativer Ebene nicht ersetzen. Das Handwerk bleibt also Handwerk. Viel Unterstützung schenkt uns die Technik allerdings im Bereich der Theorie und Gehörbildung, wo es unglaublich tolle Möglichkeiten in Form von Tablet-Apps gibt. Aber auch das lernt sich nicht von alleine. In jedem Fall muss sich die/der Studierende ernsthaft in die Materie vertiefen und die technischen Möglichkeiten auch bewusst nutzen wollen.

 

Eine interessante Frage für mich ist, wie sich durch die Interaktivität von Technik und Musik oder dem Lehrenden und Lernenden die Unterrichtsform (z.B. Einzelunterricht) verändern wird.

 

Herzlichen Dank für das Interview.

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Interview mit Phil Seeholzer

von Sarah Bürgler, 2. Semester

 

Wie ein echter Musiker sieht er aus mit seinem Bart: Phil Seeholzer, neuer Dozierender an der PHSZ für den Gitarrenunterricht. Geboren und aufgewachsen in Luzern, ist er seiner Heimat bis heute treu geblieben. Nach einem Studium am damaligen Konservatorium Luzern war er einige Jahre in der Auftragskomposition für Film und Werbung tätig und gründete schliesslich auch eine eigene Band mit dem Namen «Mozart Heroes». Bestehend aus Cello und Gitarre kein klassisches Duo, dafür umso interessanter.

Wer sich die Musikvideos der «Mozart Heroes» auf YouTube anschaut, bemerkt schnell:

Die haben’s drauf!

 

In seiner Freizeit – wie könnte es auch anders sein – spielt er gerne Gitarre. Dies unter anderem auch mit seiner Band «Mozart Heroes», mit der er immer wieder auf der Bühne anzutreffen ist. Wenn er mal nicht mit der Musik beschäftigt ist, macht er gerne Sport und hat auch ein eigenes Segelboot. Bevorzugt eingesetzt wird dies bei Wind und Wetter!

 

Die Arbeit an der PHSZ gefällt ihm sehr gut. Er schätzt das gute Team und Equipment sowie den bereichernden Austausch mit den Studierenden. Besonders freut er sich darüber, auch singen zu dürfen und immer wieder neue Stücke kennenzulernen.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir, Phil, weiterhin viel Freude an deiner Arbeit und danke dir herzlich für das Interview. 

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Austauschsemester in Lausanne - 2. Teil

von Stefanie Notter, 4. Semester

 

Was bisher geschah: „Es Uustauschsemester? Ich? Alles uf Französisch? Hmmm... jaeh!“Schon als ich zum ersten Mal gehört habe, dass man während des vierten Semesters ein Austauschsemester machen kann, habe ich mich direkt in diese Variante verliebt. Für mich war das Studentenleben etwas komplett Neues:

Nur schon das Wohnen mit 4 weiteren Studenten bedeutete für mich eine Umstellung. Aber sehr schnell wurden sie für mich wie eine 2. Familie. Gerne schauten wir am Abend gemeinsam einen Film oder machten Serienabende, tauschten uns ein bisschen aus oder luden Freunde ein und machten eine kleine WG-Party. Toll war auch, dass sich unsere Wohnung zu Fuss 7 Minuten weg vom See befand, was gerne ab und zu einen Barbecue-Abend ermöglichte. Da Lausanne sehr viele Ausgangsmöglichkeiten bietet und die meisten StudentInnen auch in Lausanne wohnen, erlauben es die Umstände, dass man auch unter der Woche gemeinsam etwas unternehmen kann. Zudem hat Lausanne als einzige Stadt der Schweiz eine Metro, welche es sehr vereinfacht, auch noch später am Abend fast überall hinzukommen. Jeden Donnerstag gab es schon eine Auswahl an Festivals, Uni- oder EPFL-Parties, wo man sehr gut ein Wasser oder ein Rivella trinken gehen konnte (...). Dies ging am Freitag- und Samstagabend weiter, da es an ganz verschiedenen Orten grössere Events gab.

 

Einige grössere Events waren das Unilive-Festival, das Balelec (jährlich etwa 12'000 Studenten) oder das Vivapolyan der EPFL. Und auch von ESN (Erasmus Student Network) gab es wöchentliche Angebote, dass man sich mit anderen Austauschstudenten treffen und sich bei verschiedenen Programmpunkten austauschen könnte. Das ganze Studentenleben wird sicherlich etwas sein, das wir sehr vermissen werden. Es war toll, neue Freunde gefunden und gemeinsam eine tolle Zeit verbracht zu haben.

 

Was ich zukünftigen Lausanne-Austauschstudentinnen empfehlen kann:

Früh mit der Wohnungs- oder Zimmersuche zu beginnen. FMEL ist dafür eine sehr gute Adresse: In 15 Studentenanlagen gibt es Zimmer, Wohnungen und Studios für 40'000 StudentInnen. Es ist eine Chance, Menschen aus aller Welt kennen zu lernen! Dazu würde ich auch versuchen, mich mit den Welschen ein bisschen auszutauschen. Es ist nicht ganz einfach, aber es gibt viele, die sich auch gerne mit Deutschschweizern (trotz ihres nicht perfekten Französischs) austauschen möchten. Weiter würde ich nicht zu oft an den Wochenenden nach Hause gehen – auch wenn es einladend ist.

Lausanne ist eine Stadt, in der es so viel zu sehen gibt, da kann man die Wochenenden gut brauchen! Die Stadt, die Kathedrale, ein Spaziergang nach Ouchy, die vielen Anlässe, eine Wanderung durch das Weingebiet „Lavaux“, eine Schifffahrt nach Evian in Frankreich und noch vieles mehr. Nutzt die Möglichkeiten und geniesst eine unvergessliche Zeit bei unseren welschen Freunden – es lohnt sich!

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Austauschsemester in Lausanne

von Stefanie Notter, 4. Semester

 

„Es Uustauschsemester? Ich? Alles uf Französisch? Hmmm... jaeh, das wär sicher en mega cooli Erfahrig!“ – so begann alles... Schon als ich zum ersten Mal gehört habe, dass man während des vierten Semesters ein Austauschsemester machen kann, habe ich mich direkt in diese Variante verliebt. Denn so können die Austauschstudenten nicht nur eine Sprache, sondern eine andere Region, deren Kultur und die Menschen an diesem anderen Ort kennenlernen. Ich persönlich fand es toll, für vier Monate auch gleich an diesem Ort zu wohnen, zum ersten Mal WG-Luft zu schnuppern und auf eigenen Beinen zu stehen. Und so meldete ich mich für diese tolle Möglichkeit an.

Natürlich stellte sich auch die Frage, wo wir wohnen könnten. Jedoch waren wir 3 Lausanne-Austauschstudentinnen uns ziemlich schnell einig, dass wir uns nicht zu dritt nach einer Wohnung auf die Suche machen wollen (damit wir vielleicht nicht nur Deutsch sprechen). Deshalb meldeten wir uns bei FMEL (Fondation Maisons pour étudiants Lausanne) an. Glücklicherweise hat es bei 2 von uns dreien geklappt und ich wurde in ein Zimmer in einer WG mit 4 anderen Studenten eingeteilt. Am 15. Februar 2018 ging es für mich los: Ich machte mich auf den Weg nach Lausanne und konnte an diesem Tag mein Zimmer beziehen. Meine neue „Familie“ bestand aus Studenten (und jetzt auch neuen Freunden) aus allen möglichen Teilen der Welt: Genf, Kanada, Griechenland und China.

Diese Erfahrung fand ich für mich extrem wertvoll und ich bin sehr glücklich, dass das so geklappt hat.

 

Am ersten Wochenende in dieser neuen Stadt (quasi „Steffi allein in Lausanne“) begab ich mich bereits einmal auf Entdeckungsreise. Denn eigentlich kannte ich Lausanne noch so gut wie gar nicht... alle sagten nur immer, dass es eine wunderschöne Stadt sei. Jetzt weiss ich, dass das auch wirklich stimmt! In der ersten Woche waren wir noch ziemlich verloren als 3Studentinnen in einer riesigen Studentenmasse. Jedoch nach den ersten 2-3Wochen hat sich das sehr gut eingependelt und wir fanden uns schon bald zu recht. Was für uns neben viel Anderem auch noch speziell war: die Fächerauswahl. Denn man bekommt nicht wie bei uns an der PH einfach einen Stundenplan, sondern muss sich diesen selbst zusammenstellen. Schlussendlich fanden wir 2 tolle Fächer an der HEP (PH von Lausanne) und 3 Module an der Universität in Lausanne. Nebenbei meldeten wir uns bei der Sprachschule „Inlingua“ auch für einen Sprachkurs an, damit wir in unserem Französisch wirklich Fortschritte mach(t)en.

Weiter haben wir uns entschlossen, uns auch für ein Praktikum anzumelden. Uns war bewusst, dass dies sicherlich eine ziemliche Herausforderung werden würde, da alles in Französisch unterrichtet wird – aber wir würden dabei sicher viel profitieren... So war jeweils der ganze Donnerstag fürs Praktikum eingeplant. Die beiden Kurse an der HEP waren „Sciences“ und „Gestion de la classe“. Dabei bildete das erste ein Fach wie NMG mit Schwerpunkt auf Geschichte. Und „Gestion de la classe“ war sehr hilfreich fürs Praktikum, da es hier ums Klassenmanagement ging. Es wurden schwierige Situationen besprochen, kooperative Lernformen vorgestellt und andere Hilfsmittel gezeigt, welche den Lehrerinnenalltag vereinfachen. Die Module an der Uni waren alle von EFLE (école de français langue étrangère). Dadurch waren sie sprachlich etwas einfacher, da wir bei allen die Niveaus B1/B2 gewählt hatten. Da haben wir „Ecouter, parler, aller – retour“, „Lire, écrire, aller – retour“ und „improvisation théâtrale “ gewählt. Die ersten beiden behandelten die 4 Grundkompetenzen, wobei wir sprachlich vielprofitieren konnten. Das Improvisationstheater hingegen half uns werdenden Lehrerinnen, noch besser spontan und sicher vor Menschen zu stehen und (hiervor allem französisch) zu sprechen. Für mich persönlich war das für das Praktikum sehr hilfreich. Schlussendlich konnten wir sagen, dass wir gute und sich sehr gut ergänzende Module gewählt haben. Somit konnten wir sprachlich und auch didaktisch viel profitieren und wir könnten sie weiter empfehlen.

 

Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, wobei wir nicht nur viel Französisch, sondern auch viel über uns selber lernen durften. Es hat uns sehr gefallen und wir können es allen weiter empfehlen, die offen für ein Abenteuersind. Und wenn es euch so geht wie uns, würdet ihr am Schluss am liebsten gerade noch einmal ein solches Austauschsemester anhängen. Lausanne, merci pour tout! Tu vas nous manquer! 

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Studienraum im Pavillon oder «Psst, wir arbeiten!»

von Andrea Bodmer, 4. Semester

 

Im September letzten Jahres konnte der neu eröffnete Pavillon der Pädagogischen Hochschule Schwyz in Betrieb genommen werden. Neben Büros für Mitarbeitende, neuen Klassenräumen und einer kleinen Aula steht den Studierenden neu auch ein Studienraum für das stille Arbeiten zur Verfügung. Auf Wunsch der StudOrg wurde ausserdem ein Drucker installiert. Der Studienraum ermöglicht es den Studierenden, ungestört und in Ruhe arbeiten zu können. Aus diesem Grundherrscht im neuen Studienraum absolutes «Redeverbot». Wer also in Stille und konzentriert arbeiten möchte, hat nun einen neuen Rückzugsort. Um allen einen Vorgeschmack auf diesen toll eingerichteten Raum zu geben, haben wir einige Impressionen  zusammengestellt. Also, zurücklehnen, durch die Bilderreihe klicken und geniessen.

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Move & Groove, Mai, 2017

von Fabian Gnos (4. Semester PS)

 

Bereits Wochen im Voraus wurde für das sportliche Sommerevent schönes Wetter angekündigt, und die Vorbereitungen der einzelnen Teams für eine perfekte Wettkampfform liefen auf Hochtouren. Am 24. Mai um 15.00 Uhr war es dann soweit, und die Sportarten Fuss- und Volleyball standen auf dem Programm. Zehn Teams pro Sportart traten in einem Wettstreit gegeneinander an. Trotz ausgelassener Stimmung beschäftigte die Studierenden nur eine Frage: Kann in diesem Jahr das Dozierendenteam im Volleyball besiegt werden?

 

Bei warmen 23°C machten sich die Teams bereit, und ein spannender Spielnachmittag begann. Nicht-Sportler und Kinder fieberten mit ihrer Favoritenmannschaft mit oder spielten an den beiden Fussballtischen. Abkühlen konnte man sich mit kalten Getränken an der Bar des Kulturzirkels oder mit einem feinen Eis beim Glacewagen der Gelateria Artigiana.

 

Kurz vor 18.00 Uhr erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Die Finalisten standen in beiden Sportarten fest, und zwei hochstehende Spiele starteten. Im Volleyball konnte sich die Mannschaft „Rähmlipolizei“ überraschenderweise gegen das Dozierendenteam durchsetzen. Die monatelange Vorbereitung machte sich bezahlt. Im Fussball gewannen die ehemaligen Studierenden „make Alumni great again“ gegen die Vorjahressieger.

 

Am Abend sorgte die Brunner Band Carpet Town für Unterhaltung, und der Abend klang im gemütlichen Beisammensein aus.

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Semesterstartparty 2017

von Géraldine Dubach (2. Semester)

 

Die diesjährige, berühmt berüchtigte Semesterparty fand am 22. Oktober zum passenden Thema „Halloween“ statt. Ein Thema für die Semesterparty, welches sich die StudOrg nicht nur aufgrund der Popularität ausgedacht hatte, sondern auch, weil die Ideen für Kostüme und Dekorationsmöglichkeiten allen Beteiligten riesigen Spielraum liessen und der Kreativität keine Grenzen gesetzt waren. Tatsächlich gaben die Organisatoren und auch unsere Mitstudierenden ihren Einfällen freien Lauf. Neben dem Theatersaal, welcher in ein wahrhaftiges Gruselkabinett verwandelt wurde, gab es an diesem Abend bei den Kostümen, von der verfaulten Erdbeere zum blutrünstigen Vampir, alles zu sehen, was man sich auch nur in seinen sonst bizarrsten Alpträumen hätte vorstellen können. Begleitet wurde unsere Party durch einen DJ, welcher sich als echter Könner entpuppte und die Stimmung in die Höhen schnellen liess. Wir schauen zurück auf einen gelungenen Abend und hoffen auf das nächste Jahr, wenn es wieder heisst, „Semesterstart heisst Party hard“.

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Kulturschock

von Seraina Betschart (2. Semester)

 

Bevor ich dieses Semester an der PHSZ startete, war ich dreizehn Monate als Au-pair in New York. Es war ein langes, aber sehr lehrreiches Jahr. Ich konnte viel reisen, mein Englisch verbessern und am Times Square inmitten einer am Boden zerstörten Menschenmasse miterleben, wie die USA ihren neuen Präsidenten wählte. Zuvor war ich von mehreren Seiten gewarnt worden, was für eine grosse Umstellung das Ganze werden würde. Ich würde ganz sicher einen Kulturschock erleben (eine Phase, die normalerweise nach etwa 2 bis 4 Monaten eintritt und in welcher man ständig die Eigenheiten und Kultur des Gastlandes negativ mit dem Heimatland vergleicht). Tatsächlich trat dieser nach drei Monaten in den Staaten ein, und ich war für zwei Wochen recht miesepetrig drauf. Jedoch war ich so gut auf die Sache vorbereitet worden, dass das Ganze keine grosse Belastung war. In diesem Artikel geht es aber nicht um mein Jahr im Ausland, sondern um meine Rückkehr in die Schweiz. Denn niemand hatte mich auf diesen zweiten Kulturschock vorbereitet. Im Folgenden also ein Auszug aus meinem Tagebuch (zumindest könnte es ein Auszug aus meinem Tagebuch sein, falls ich in dieser Zeit Tagebuch geschrieben hätte).

 

3. August 2017

Ich bin zurück in der Schweiz. Was sich sehr unreal anfühlt. Patriotisch wird es schon am Flughafen, als ich mit der Skymetro (diese Bahn, die zwischen dem Hauptgebäude und Terminal E hin- und herfährt) zurück fahre und von Alphorn- und Kuhglockenklängen berieselt werde. Mein Abholkommando hat Verspätung.

(So viel zur Schweizer Pünktlichkeit. Ok, um fair zu sein, mein Flug war etwas früher am Ziel). Ich bringe fast keine Worte raus, nicht nur, weil ich so müde von der Reise bin, sondern auch, weil ich irgendwie nicht mehrrichtig Schweizerdeutsch sprechen kann. Draussen regnet es natürlich. Zuhause gehe ich nach dieser 24-Stunden-Reise schon um fünf Uhr ins Bett, das freundlicherweise schon von meiner Familie bezogen wurde (ansonsten ist mein Zimmer so leergeräumt und in Kisten verpackt, wie ich es ein Jahr zuvor zurückgelassen habe). Diese ganze Schweizerdeutsch-Sprecherei ist mir schon zu anstrengend geworden.

 

5. August 2017

Ich hatte genau einen Tag Zeit, mich nach einem Jahr Autofahren mit Automatik wieder an die Gangschaltung zu gewöhnen und schon fahre ich heute nach Basel, um meinen Bruder vom Flughafen abzuholen. Autofahren in der Schweiz ist echt anspruchsvoll. Die Strassen sind enger, die Autos schneller und ausserdem gibt es Rechtsvortritt und diese dreieckigen «kein Vortritt»-Tafeln. Daran bin ich überhaupt nicht mehr gewohnt. In den USA wird alles mit Stoppschildern oder Ampeln geregelt, wodurch man oft am Stehen ist. Ausserdem ist der Blinker hier in der Schweiz mehr als nur Dekoration, er wird tatsächlich gebraucht. Man darf nicht rechts überholen und das Benzin ist so teuer. Ich fühle mich wieder wie ein Lernfahrer.

 

10. August 2017

Ich bin mittlerweile schon seit einer Woche zurück in derS chweiz. Irgendwie sieht alles ziemlich so aus, wie ich es verlassen habe. Die Menschen haben sich kaum verändert, es ist fast, als wäre ich nie weg gewesen. Bloss die Kinder sind einige Zentimeter in die Höhe geschossen. Ich fühle mich bereits wieder recht eingelebt. Jedoch geht mir dieses Schweizerdeutsch langsam sehr auf die Nerven. Nicht nur die Menschen, auch das Radio, die Plakate, im Fernsehen, überall hört man Schweizerdeutsch! Gibt es hier denn gar kein Englisch?!

 

18. August 2017

Mittlerweile sieht mein Zimmer wieder wie ein Zimmer aus undi ch war in letzter Zeit oft in den schönen Bergen wandern, die ich so sehr vermisst habe. Ich habe auch schon wieder einen Tag gearbeitet und einige Freunde besucht. Ansonsten ist es im Moment etwas langweilig. Alle arbeiten, haben Schule, sind im Ausland oder haben sonst irgendeine sinnvolle Beschäftigung, während ich zu Hause rumsitze und englische Bücher lese. So langsam gewöhne ich mich wieder ans Schweizerdeutsch, jedoch fülle ich meine Sätze immer noch mit vielen englischen Wörtern.

 

21. August 2017

I have enough! I can’t listen to German anymore. I miss New York City, where I spent most of my weekends in the US. I hate being told by my mother how to correctly wash clothes. I washed all my clothes for a year. I hate the library where almost all books are in German and the cinema where they show films only in German. I hate translated films, it sounds awful. And Swiss people are so withdrawn. They don’t start random conversations with strangers. I was not once accosted by some creepy 40-year-old guy since I’m back. I feel the opposite of homesick, I want to get away from here. I want to go travelling. I miss the summerf estivals in New York and the free open air films in Central Park. I miss the many nationalities I encountered everyday on the street. I miss the huge book stores. I even miss the Starbucks that exist in the US at every corner.

 

27. August 2017

Es geht mir wieder besser. Der zweite Kulturschock innerhalb eines Jahres ist überstanden. Gestern war ich am Event «Brunnen kocht» und an der «Windweek» in Brunnen. Am Anfang dachte ich schon, wir hätten uns im Datumgeirrt, so wenig Menschen waren unterwegs. Gegen Abend nahm die Masse dann etwas zu und während sich viele Menschen um mich herum über das Getümmel ärgerten, fühlte ich mich viel wohler. Ich bin zu sehr an New York gewöhnt, wo man unter einen Anlass bloss «free» schreiben muss und garantiert schon Tausende von Menschen kommen, selbst wenn es irgendein Rumänien-Fest ist. Andererseits finde ich es wunderschön, wie dunkel es hier in der Nacht wird und wie viele Sterne man sehen kann. Wie ruhig es ist. Ich finde es schön, dass es so viel Grün in unserem Dorf gibt, so viele klare Seen und man fast alle Menschen kennt. Dass die Leute Zeit haben, abends rauszugehen und man eine Stunde in einem Restaurant sitzen kann, ohne vom Kellner böse angeschaut zu werden. Nächste Woche beginnt ein neuer Abschnitt. Die Einführungswoche der PHSZ findet statt. Mittlerweile fühle ich mich bereit dazu und auch mein Schweizerdeutsch klingt wieder recht normal.

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Erfahrungen mit dem amerikanisch-deutschen Schulsystem

von Seraina Betschart (2. Semester)

 

Bevor ich an der PHSZ startete, hatte ich ein Jahr in den USA gelebt und als Au-pair jeden Tag zwei Kinder im Kindergarten- bzw. Vorschulalter am Morgen zur Schule gebracht und am Nachmittag abgeholt.

Dadurch war ich fast jeden Tag in der Schule meiner Host Kids, wodurch ich einen kleinen Einblick in das amerikanische Schulsystem bzw. das Schulsystem der «German International School of New York» erhalten habe. Besonders eindrücklich fand ich die Unterschiede zwischen den öffentlichen und privaten Schulen. Die GiSNY, die Schule meiner Host Kids, ist eine Privatschule, was bedeutet, dass die Eltern jedes Jahr

ca. 20'000 Dollar pro Schulkind berappen müssen. Dafür erhalten die Kinder eine sehr gute, zweisprachige Ausbildung und machen nach zwölf Jahren Schulzeit nicht nur das Highschool Diploma, sondern auch das deutsche Abitur. Die Lehrer sind sehr kompetent. Es gibt ausserdem relativ viele Lehrer auf die Anzahl Schüler. In Kindergarten und Vorschule gibt es sogar zwei Klassenlehrer, wobei eine Lehrerin ausschliesslich Englisch mit den Kindern spricht, die andere nur Deutsch.

Die öffentlichen Schulen werden vom Staat finanziert, wobei die Leistungen an öffentlichen Schulen sehr viel schlechter sind. Eine Public Elementary School (1. bis 4. Schuljahr) zum Beispiel erteilte den Kindern in der Pause immer per Roboterstimme durch den Lautsprecher Anweisungen. Meine Host Kids waren eine Woche in einem Summer Camp einer öffentlichen Schule. Das vierjährige Mädchen hatte häufig Heimweh, was die Leiter mit Cookies bekämpften. Etwas ist jedoch an öffentlichen und privaten Schulen gleich:

Fast alle Kinder werden von den Eltern / der Nanny / dem Au-pair mit dem Auto zur Schule gefahren oder sie gehen mit dem Schulbus. Die Schulbusse fallen jedoch bereits bei ca. 10 Zentimeter Schneefall aus (wie so ziemlich das ganze öffentliche System), wodurch auch die Schulen schliessen. Die Kinder haben deshalb im Winter relativ häufig schneefrei.

 

Abgesehen von den vielen Ferien und schneefreien Tagen (die für mich mehr Arbeit bedeuteten), gefällt mir die GISNY sehr gut. Es gibt sehr viele Anlässe, von Elternpartys, über Themenwochen und Basteltage bis zu einem alljährlichen Weihnachtsmarkt, Laternenumzug und Picknicks sowie zwei Flohmärkte und einem Kunsthandwerksmarkt. Die Kinder machen sehr viele Exkursionen und haben ab der dritten Klasse jedes Jahr ein Lager (nein, keine Ski- oder Zeltlager, sondern nach Boston, Montreal, Kuba usw., wobei hier natürlich wieder die finanzielle Situation der Eltern eine Rolle spielt). Die relativ kleine Schule hat ausserdem sehr viele Wahlangebote wie Fechten, Schach oder Theater. Ich selber half eine Weile im Swiss Club mit, einem Angebot für die Schweizer Kinder an der Schule. Sehr faszinierend fand ich die vielen verschiedenen Nationalitäten an der Schule. Die meisten Familien waren aus Deutschland oder den USA, wobei es aber auch einige gemischte Familien gab. In der Klasse meines Gastmädchens sprach ein Kind fliessend Englisch, Deutsch, Schwedisch und Spanisch und verstand zudem Französisch.

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Der Ernst des (Lehrerberufs-)Lebens - Interview mit einer ehemaligen Studierenden

von Sarah Bürgler (2. Semester)

 

Die ehemalige Studierende hat während drei Jahren das Vollzeitstudium Primarstufe an der PHSZ absolviert, schaffte nach ihrem Studium einen nahtlosen Übergang ins Berufsleben und unterrichtet nun eine gemischte 3./4. Klasse im Kanton Zürich. Im folgenden Interview berichtet sie über Anreize und Herausforderungen des Berufes und über die Ausbildung an der PHSZ.

 

Welche Vorteile bringt der Beruf der Primarlehrperson mit sich?

Besonders der Kontakt zu Kindern und der abwechslungsreiche Berufsalltag sprechen sehr für den Beruf der Primarlehrperson. Dass kein Schultag wie der andere ist und dass das Unterrichtsgeschehen nie vollständig planbar ist, macht den Beruf sehr spannend. Ich schätze auch die hohe Eigenverantwortung – man ist ziemlich frei in der Umsetzung des Unterrichts und gleichzeitig verantwortlich für ein möglichst reibungsloses Unterrichtsgeschehen.

 

Welche Nachteile gehören zum Beruf der Primarlehrperson?

Weil zum eigentlichen Unterricht ja bekanntlich auch dessen Vor- und Nachbereitung gehört, ist es aus zeitlicher Sicht ein sehr anspruchsvoller Beruf. Von 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Schulhaus zu sein und zu arbeiten, ist keine Seltenheit. Auch die Zusammenarbeit mit gewissen Eltern kann manchmal herausfordernd sein. Sei es durch eine geringe Wertschätzung der Arbeit als Lehrperson oder durch das vermeintliche Allwissen der Eltern über ihre Kinder – der Umgang mit Elternmuss geübt sein.

 

Worauf ist zu achten im Berufsalltag?

Enorm wichtig ist eine gesunde Work-Life-Balance. Diese kann unter anderem durch eine klare räumliche Trennung von Beruf und Privatleben erreicht werden: Unterrichtsvor- und -nachbereitung findet bei mir zum Beispiel immer im Schulhaus und nicht zu Hause statt. Von grosser Bedeutung ist auch ein gekonnter Umgang mit Kritik. Die Primarlehrperson wird von den Schülerinnen und Schülern beobachtet und beurteilt, dazu kommen die Eltern, Berufskollegen und Mitglieder der Schulleitung – also sozusagen «beurteilen und beurteilt werden».

 

Wie wird die Ausbildung an der PHSZ mit Blick auf Praxisnähe und Vorbereitung für die Zukunft beurteilt?Natürlich wurden, wie vermutlich in jedem Studium, nicht alle Lerninhalte als gleichermassen wichtig eingestuft – so zum Beispiel bei der Übermittlung von trägem Wissen, also theoretisch vorhandenem Wissen, das in der Praxis jedoch nicht angewendet werden kann. Eine grosse Mehrheit der Module erwies sich jedoch sehr als sehr praxisnah, sodass der Blick auf die Praxis nicht verloren ging.Besonders lehrreich waren diejenigen Module, deren Lerninhalte gleichzeitig auch in den Praktika angewandt werden konnten. Auch durch die verschiedenen Praktika während der Ausbildung konnten schon früh Handlungskompetenzen erworben werden. Durch die Vermittlung und Verbindung von Theorie und Praxis legt die Ausbildung an der PHSZ also einen wichtigen Grundbaustein, auf dem im Berufsleben nach und nach aufgebaut werden kann (ganz im Sinne des kumulativen Kompetenzaufbaus gemäss Lehrplan 21 😉).

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Weihnachtsfeier PHSZ

Sarah Bürgler (2. Semester)

 

Die Erleichterung war gross, die Stimmung gut. Eine intensive Prüfungswoche war vorüber, als am Donnerstag, 14. Dezember, die Weihnachtsfeier der PH Schwyz stattfand. Das inoffizielle Motto der diesjährigen Weihnachtsfeier: «ugly christmas sweater». Die Besammlung erfolgte im Theatersaal, wo die Studierenden und Mitarbeitenden der PHSZ durch den wunderbaren Gesang des Chores empfangen wurden. Nach der Begrüssung durch den Rektor und einer weiteren Choreinlage erzählte Annette Windlin die Weihnachtsgeschichte «Das geht doch nicht», in der ein kleines Mädchenunerbittlich an einem grossen Weihnachtsgeschenk für ihre Familie bastelt: ein selbstgebautes Schiff. Anschliessend erzählte der Rektor auf humorvolle Art und Weise eine Anekdote aus dem Leben von S. H. (nur so nebenbei: der Rektor hört auf den Namen Silvio Herzog), in derer für eine Planungsauszeit während Weihnachten plädierte – denn auch bei noch so planungsfreudigen Menschen laufe nicht immer alles nach Plan…Der anschliessende Apéro Riche lud zum gemütlichen Beisammensein, zu fröhlichen Gesprächen und zum Austauschen der Geschenke ein. Last but not least waren alle Studierenden der PHSZ zur WeihnachtsPHarty im Kreuz & Quer in Schwyz eingeladen, die PH-konform einer durchdachten Planungsphase unterzogen und anschliessend natürlich auch reflektiert wurde – wie es sich an der PH schliesslich gehört.

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Blockwoche zur Mediendidaktik

von Linda Schreier (2. Semester)

 

Der erste Blick auf den Stundenplan wirkte ziemlich erfreulich. Am Montag erst um 10 Uhr Schule und zweieinhalb Tage insgesamt ohne Präsenzpflicht. Blieb nur noch die Frage, was Mediendidaktik überhaupt genau ist. Doch diese Frage wurde in der Einführungsveranstaltung sehr rasch geklärt. Es geht, grobgesagt, um den gezielten Einsatz von Medien im Unterricht. Allerdings ist es wichtig, dies von der Medienpädagogik zu unterscheiden, denn das ist keinesfalls das Gleiche. Anschliessend folgten die Infos zu der Modulprüfung; eine Multiple-Choice-Prüfung im Internet, die man irgendwo absolvieren konnte, und ein E-Book zu einem Begriff erstellen. Die ersten Gedanken dazu waren, dass dann ja wohl jeder in den Unterlagen nachsieht für die Online-Prüfung, was aber auch erlaubt ist. Partnerarbeit war zwar verboten, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich das Gefühl, dass sich da nicht alle darangehalten haben. Was das E-Book betrifft, war Partnerarbeit sehr erwünscht, aber wenn man sich wie ich nicht schnell genug jemanden gesucht hatte, gab es keinen Überblick, wer auch noch keinen Partner hat. Die Gruppen und das Thema sollten bis am ersten Abend schon eingeteilt sein, was nicht überall klappte, weshalb die Frist verlängert wurde. Auch während der Bearbeitung des E-Books gab es Missverständnisse, denn in der Beschreibung der Modulprüfung stand nicht genau, ob ein Video Pflicht ist. Dann gab es Dozenten, von denen einer der Meinung war, ein Video müsse rein, ein anderer sagte, es sei freiwillig, wenn man Audioeinfügt.

 

Wahrscheinlich haben am Ende nicht alle erfahren, dass das Video nicht obligatorisch ist. Auch ich erfuhr davon erst, als ich das Video bereits gedreht hatte. Als nächstes folgte der Blick auf die Pflichtliteratur, die zu lesen war, und ich erschrak im ersten Moment ein wenig; Es waren 125 Seiten Text, die man für 25 Multiple-Choice-Fragen lesen sollte. Der Vorteil war aber,dass einige Themen in verschiedenen Texten wieder aufgenommen wurden, was auch das Lernen und Einprägen erleichterte. Oft war es so, dass ein Grossteil des Gelesenen auch in den Präsenzveranstaltungen aufgegriffen wurde. Witzig fand ich, dass uns zwei der vier Dozenten ihren eigenen Text, den sie für ein Buchgeschrieben haben, zum Lesen gaben, und auch die anderen wurden von Dozenten an unserer PH geschrieben. Ein wenig verwunderlich war das für einige vielleicht schon, da Neustudierende sich sicher weniger gewohnt sind, dass ihr «Lehrer» auch schon Bücher geschrieben hat, die man dann auch lesen soll. Irgendwie ist bei mir, besonders nach der Veranstaltung, in der das Urheberrecht thematisiert wurde, das Gefühl aufgekommen, dass es ein Plagiat ist, wenn man genau die Worte des Dozenten von der Vorlesung oder eines Seminars aufschreibt. Und ich fragte mich, ob das nicht unter Eigengebrauch geht. Etwas, das uns in der Mediendidaktik-Woche ständig eingetrichtert wurde, war «Sparsamkeit beim Einsatz der Medien». Natürlich macht das Sinn, aber nachdem man sich eine Woche so intensiv mit den Medien und deren Vorteilen beschäftigt hat, kann das Gefühl aufkommen, dass Medien unglaublich wichtig sind und man sie so oft wie möglich einsetzen sollte, um den Kindern das Lernen zu erleichtern. Oder man lehrt sie mithilfe der Medienpädagogik, mit digitalen Medien umzugehen. Es dauerte bei mir gut ein paar Tage, bis ich mir wieder klar gemacht hatte, dass es auch viele andere Lernangebote als nur digitale Medien gibt. Alles in allem war die Woche geprägt von sehr vielen Eindrücken und die «Werbung» für die Medien ist definitiv gelungen, denn während ich zu Beginn der Woche beinahe geschockt war, dass schon Kindergärtner ein Tablet benützen sollen, wurde dies gegen Ende fast schon selbstverständlich. Ein wenig übertrieben finde ich nach wie vor, dass man nach Meinung einiger Kantone bereits in der vierten Klasse für jedes Kind ein Gerät haben soll. Es ist nun mal so, dass die meisten Studierenden sich in ihrer Schulzeit nur selten mit neuen Medien auseinandergesetzt haben. Jedoch muss man daran denken, dass darin die Zukunft liegt.

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Semesterstartparty 2017

von Géraldine Dubach (2. Semester)

 

Die diesjährige, berühmt berüchtigte Semesterparty fand am 22. Oktober zum passenden Thema „Halloween“ statt. Ein Thema für die Semesterparty, welches sich die StudOrg nicht nur aufgrund der Popularität ausgedacht hatte, sondern auch, weil die Ideen für Kostüme und Dekorationsmöglichkeiten allen Beteiligten riesigen Spielraum liessen und der Kreativität keine Grenzen gesetzt waren. Tatsächlich gaben die Organisatoren und auch unsere Mitstudierenden ihren Einfällen freien Lauf. Neben dem Theatersaal, welcher in ein wahrhaftiges Gruselkabinett verwandelt wurde, gab es an diesem Abend bei den Kostümen, von der verfaulten Erdbeere zum blutrünstigen Vampir, alles zu sehen, was man sich auch nur in seinen sonst bizarrsten Alpträumen hätte vorstellen können. Begleitet wurde unsere Party durch einen DJ, welcher sich als echter Könner entpuppte und die Stimmung in die Höhen schnellen liess. Wir schauen zurück auf einen gelungenen Abend und hoffen auf das nächste Jahr, wenn es wieder heisst, „Semesterstart heisst Party hard“.

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Aller Anfang ist schwer!

von Linda Schreier (2. Semester)

 

Es ist wahrscheinlich nie einfach, an einer neuen Schule zu starten, da bildet auch der Übergang vom Gymnasium, dem Vorbereitungskurs oder anderen Zugängen zur Pädagogischen Hochschule keine Ausnahme. Sobald man sich in den Räumlichkeiten grob zurechtfindet und nicht mehr jedes Mal beinahe von den Türen zu den Toiletten erschlagen wird, weil man nicht weiss, in welche Richtung sie aufgehen und man direkt davor wartet, kommen hunderte andere Probleme auf Neustudierende zu. Die Fragen, wie nochmals diese ganzen Module heissen und was jetzt genau der Unterschied zwischen Seminar und Proseminar sein soll, zum Beispiel. Dann sollte man immer noch wissen, wie jetzt der Dozent schon wieder heisst, bei dem man gerade Unterricht hat und ob es jemand ist, mit dem man per Du oder per Sie ist. Ziemlich verwirrend finde ich auch,dass man in den verschiedenen Modulen nicht immer dieselbe Gruppennummer hat und so einmal Gruppe 102 ist, dann 103 und in einem dritten vielleicht 105.Wenigstens ist man immer etwa mit denselben Leuten in der Klasse, so dass man sich beim Ablegen von Dateien in die Dateiablage ein wenig an den Namenorientieren kann und es merkt, wenn man im falschen Ordner ist. Wo wir gerade beim Ablegen von Dateien sind: Zumindest in diesem Semester gibt es für alle Studierenden ein kleines Durcheinander, da jeder Dozent seine Unterlagen an einem anderen Ort ablegt (wobei es in den meisten Fällen zum Glück docheducanet2 ist). Kaum hat man dann herausgefunden, wo die Dokumente zu finden sind, muss man schauen, dass man auch sicher das richtige erwischt, da viele Skripte, Folien oder Texte mit Kürzeln beschriftet sind und es schnell vorkommt, dass man etwas zweimal herunterlädt und anderes vergisst. Fast noch schlimmer wird es, wenn man ein bestimmtes Dokument sucht und keine Ahnung hat, in welchem Ordner der Dateiablage es sein könnte und am Ende einfach drei, vier Downloads hat, die in Frage kommen. Überraschend kann auch sein, wie wenig Präsenzzeit man im Vergleich zur vorherigen Schule hier an der Hochschule hat. Auch fallen manchmal Lektionen aus oder es heisst, die Aufträge müssen in selbst gesteuertem Lernen (SGL) bearbeitet werden. Anfangs kann es recht schwierig sein, den Überblick über alle Aufträge zu behalten, besonders wenn man einmal vergisst, einen zu notieren. Irgendwie scheint es, dass die Pädagogische Hochschule mit ihren vielen Abkürzungen und Fachbegriffen fast eine ganz eigene Sprache hat. Und dann soll man den Eltern oder dem Partner erklären, warum man schon zwei Stunden früher zuhause ist, beispielsweise weil man im ADDD-Seminar ein SGL zu den üK und dem BNE aus dem LP21 hätte und in PA ein Interview mit der PxL darüber vorbereiten soll, man sich aber entscheidet, stattdessen am LN für DEMK zu arbeiten. Als wäre das noch nicht genug, stösst man in jeder neuen Literatur auf haufenweise neue Fachbegriffe, die am Anfang sehr verwirrend sind. Erst mit der Zeit erkennt man die meisten wieder und weiss auch sofort, was sie bedeuten. Dasselbe mit den Namen: Mit der Zeit ist es kaum noch verwunderlich, wenn der Name Piaget oder Aebli auftaucht. Leider kann man die Theorie nicht immer direkt in die Praxisumsetzen und sobald man im Praktikum vor der Klasse steht, vergisst man vieles,was man bisher in den verschiedenen Modulen über Klassenführung und so weitergelernt hat, und greift am Ende zu Massnahmen, über die man schliesslich vielleicht selber überrascht ist. Dann gibt es noch die Verlaufsplanung, beider man sich fragen kann, «Wieso und wie soll ich jetzt begründen, dass ich den Kindern eine Geschichte vorlesen soll? Ja, weil die Praxislehrperson mir gesagt hat, ich solle das tun!» Hat man Pech, besteht die Praxislehrperson auch noch darauf, dass man rigide an der Planung festhält und noch so kleine Abweichungen davon begründen soll. Zum Beispiel, warum man beim Erklären des Auftrages wegliess, was für eine Zusatzaufgabe es für schnellere Schülerinnen und Schülergibt, obwohl das so in der Planung stand. Ist der Halbtag vorüber, kann man noch nicht alles abschliessen, weil man den Einsatz auch noch reflektieren muss, wie so vieles andere im Studium auch. Einer der grossen Vorteile des Praktikums ist, dass man sofort sieht, wie es ist, vor einer Klasse zu stehen und man weiss, wofür man das Ganze eigentlich lernt, nicht wie in der eigenen Schulzeit: «Sie, weshalb müssen wir das überhaupt können?» Zumindest in den meisten Fällen, denn ich bin mir fast sicher, es wird noch einiges auf uns zukommen, über dessen Relevanz für das spätere Berufsleben gestritten werden kann. Trotz all dieser anfänglichen Schwierigkeiten bin ich mir sicher, dass jedem das Studium mit der Zeit leichter fallen wird. Viele Studierende werden es erleben, dass ihnen das neue Semester, abgesehen von mehr Arbeitsaufwand, leichter fällt. Denn wie jeder weiss: Übung macht den Meister.

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Advanced-Kurs in Norwich

von Stephanie Notter, 4. Semester

 

Vom 26. Juni bis am 21. Juli2017 besuchten wir acht PH-Studierende den Advanced Kurs, welcher im Anschluss an unser Assistenzpraktikum in Norwich erfolgte. Dieser fand in denselben Räumlichkeiten der NILE statt. Vorgängig mussten wir einen Fragebogenausfüllen, in dem wir angeben konnten, woran wir noch arbeiten möchten und welchen Schwerpunkt wir gerne setzen würden. Folglich wurde der Kurs sehr genau unserem Niveau und unseren Wünschen angepasst, was wir sehr schätzten. Die Klassebestand nur aus uns 8 Studierenden, was dazu führte, dass wir vieles, was wir schon beherrschten, überspringen konnten und so einen massgeschneiderten Advanced-Kurs unterrichtet bekamen. Die Lehrer wechselten sich ab, so dass wir schliesslich von sechs verschiedenen Lehrpersonen unterrichtet wurden, die uns vor allem in ihrem Spezialgebiet unterstützten. Mit Tony entwickelte sich mit der Zeit sogar eine besondere Beziehung; aus Antipathie wurde Sympathie und er war derjenige, der uns am Schluss lobte: „It was incredible to see the progress you’ve done in the last few weeks.“ Wir alle können den Kurs wärmstens empfehlen, da die Lehrer sehr kompetent und freundlich sind. Sie alle bereiteten uns bestmöglich auf die Advanced-Prüfung vor und passten den Stundenplan und das Programm ganz unseren Bedürfnissen an. Einerseits würde man untereinander vielleicht etwas mehr Englisch sprechen, wenn nicht nur Schweizer PH-Studenten im Kurs wären, da wir doch vieles noch kurz auf Deutschaustauschten. Andererseits wurde der Kurs so massgeschneidert durchgeführt, was in einer grösseren und unterschiedlicheren Gruppe nicht möglich gewesen wäre. Es war eine tolle und sehr lehrreiche Zeit, da der Kurs ziemlich streng war. Aber es war unvergesslich und viele von uns haben die Advanced-Prüfung bereits erfolgreich in Norwich absolviert.

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APF Australien

von Géraldine Dubach, 2. Semester

 

 

Die Assistenzpraktika in unserer Pädagogischen Hochschule dienen nicht nur dazu, unsere sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern und auszubauen, sondern können aufgrund des gewonnenen Erfahrungsschatzes zudem eine grosse kulturelle Bereicherung für einen selbst darstellen. Dafür bietet sich keine Destination besser an als Australien. Die Deakin University in Geelong / Melbourne mit rund 35'000 Studierenden ist eine der grössten Universitäten in „down under“. Hiertrifft man nicht nur auf Einheimische, sondern auf Studenten der ganzen Welt, versammelt an einem Ort. Im APF in Australien ist nicht nur die Vielfalt der Universität ein Abenteuer; die Natur, die Flora und Fauna dieses wunderbaren Landes können während des Aufenthalts voll ausgekostet werden. Während vier Wochen werden 7 Lektionen in einer Schulklasse unterrichtet, wobei man den Rest der Zeit in der Schulstunde mithilft und dem Klassenlehrer Assistenz leistet.Durch die Unterbringung in Gastfamilien ist der Einblick in die Kultur von Australien garantiert; die APF-Studierenden werden nicht nur durch das Kommunizieren in einer anderen Sprache gefordert, sondern tauchen ein in eine völlig andere Welt und einen Lifestyle, der trotz der britischen Einflüsse sicherlich eine Individualität für sich entwickeln konnte. Wir wünschen den „Auserwählten“ für das bevorstehende Praktikum viel Spass und Freude!

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APF in Norwich

von Stephanie Notter, 4. Semester

 

Zahnbürste? Eingepackt. Portemonnaie? Eingepackt. Handy und Ladekabel? Eingepackt. So erging es mir am Abend vor meiner Abreise. Am Pfingstsonntag, 4. Juni 2017, machten sich 34 Studierende der PHSZ auf den Weg nach Norwich, England – so auch ich. Die meisten davon mit dem Flugzeug, ein paar wenige mit dem Auto. Ein bisschen angespannt nahm auch ich den Zug zum Flughafen Zürich. Pünktlich um 10.30 Uhr hob die Swiss ab, und das Wetter spielte so gut mit, dass wir sogar zwanzig Minutenfrüher als geplant auf dem Flughafen Heathrow landeten. Von da nahmen wir den National Express und trafen nach 4.5 Stunden in Norwich ein – alle sehr unterkühlt, da die air condition auf Hochtouren eingestellt gewesen war. Karen, meine Gastmutter, holte mich an der Busstation ab und zeigte mir auf dem Heimweg gleich einen Teil der mittelalterlichen Stadt. Mein erster Eindruck: wow, hübsch, grösser als erwartet, ansprechende Einkaufsstrasse und schöne Parks. Nach einem echten italienischen Nachtessen – meine Landlady war gebürtige Italienerin – war der erste Tag geschafft. Nur noch sieben Wochen. Wie diese wohl werden? Am Montag trafen wir uns alle um 09.00 Uhr in unserer Schule NILE. Wir hatten einander schon viel zu berichten – alles, rund um unsere Ankunft, unsere Gastfamilien und Wohnungen. Zwei von uns mussten bereits etwas Neues organisieren, da sie eigentlich eine Wohnung über airbnb gebucht hatten. Jedoch war diese leider anders als erwartet. Der erste Tag diente vor allem den allgemeinen Informationen und der Orientierung in der Stadt. Ab Dienstagging es dann richtig los. Jeder und jede von uns hatte sich vorgängig 2 Themenausgesucht: Zur Auswahl standen Drama, Learning Differences, Critical Thinking Skills und Technology. Es war eine sehr abwechslungsreiche Woche, in der wir viel Neues kennenlernten, wobei auch immer wieder Spiele dabei waren, die wir auch in unseren Praktika oder später als Lehrpersonen brauchen könnten. Diese beiden Blöcke dienten uns als Theorieinput. So lernten wir in der ganzen ersten Woche vieles über die Stadt, England allgemein und natürlich auch eine Menge über das englische Schulsystem und über Lernschwächen, welche in England anders behandelt werden. Durch die ganze Woche begleiteten uns 5 Lehrer der NILE, welche alle sehr sympathisch und offen waren. In der zweiten Woche wechselten wir von der Theorie in die Praxis. Eingeteilt in kleine Gruppen, besuchten wir verschiedene Primarschulen in Norwich. Es war sehr spannend und die Unterschiede zu den Klassen, Schulzimmern und Unterrichtsstilen in der Schweiz waren ziemlich gross. Über gewisse Dinge waren wir überrascht, da wir nicht wussten, dass dies in England so üblich war. Ziemlich überrascht haben mich z.B. die mehreren assistant teachers, welche eine Lehrperson unterstützen. In den einen Klassenwaren eine Haupt- und eine Assistenzlehrperson, in anderen Klassen gab es sogar2-3 Assistenzlehrpersonen. Diese ermöglichten es, dass einzelne Schülerinnen und Schüler während des normalen Unterrichts separiert wurden und so einzeln unterstützt werden konnten. Meistens waren dies Kinder, welche in einem Fach Mühe hatten und in einem gewissen Bereich zusätzlich Unterstützung brauchten. Ich wusste nicht, dass das in allen Schulen in England so gemacht wird. Es ist vergleichbar mit der IF-Lehrperson bei uns in der Schweiz. Wir durften so in der zweiten und dritten Woche viele bereichernde Erfahrungen sammeln und auch selber den Klassen über die Schweiz erzählen und ihnen ein paar Worte Schweizerdeutschbeibringen. Dies war eine tolle Erfahrung, nicht nur für uns, sondern auch für die Kinder. Eine Klasse durfte sogar das Lied „Heiweh“ von Gölä geniessen, welches zwei Studenten ihrer Klasse mit Gitarre und Gesang präsentierten. Ich persönlich fand es sehr eindrücklich, wie die Schülerinnen und Schüler in Norwich unterrichtet werden und habe mir einige Sachen gemerkt, welche ich später auch in meinen Unterrichteinbauen möchte. Es waren spannende drei Wochen mit einer tollen Gruppe an Studierenden. Und so durften wir am Samstag, 24. Juni um viele Erfahrungen reicher (und mit dem Wissen, wo die guten Pubs und Clubs von Norwich sind) wieder nach Hause gehen.

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Studierendenvereine der Pädagogischen Hochschulen vereinigen sich

 

Am 20. Oktober 2017 haben sich die PH-Studierendenvereine der Schweiz zu einem gemeinsamen Dachverband zusammengeschlossen. Die Gründung wurde mit viel Musik auf dem Campusplatz der

PH Zürich gefeiert.  Den Austausch fördern, Mitbestimmung und einen Beitrag zur Verbesserung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung leisten – dies sind die Ziele des neuen Verbandes der Studierenden-Organisationen der Pädagogischen Hochschulen der Schweiz (VSPHS).

 

Jimmy Goutziomitros, Präsident des Vereins der Studierenden der PH Zürich und Vorstandsmitglied des VSPHS ist überzeugt, dass der Verband die Position der Schweizer PH-Studierenden stärken wird: «Wenn sich 20'000 Studierende aus der ganzen Schweiz zusammenschliessen, erhalten wir auf nationaler Ebene Mitspracherecht.»

Die Initiative zur Gründung des VSPHS geht auf ein Treffen im Frühling 2016 zurück. Damals kamen verschiedene Studierendenvereine von Schweizer Pädagogischen Hochschulen zusammen, um sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen. Im Rahmen eines Folgetreffens wurde dann

 

erstmals über die Gründung eines Dachverbands diskutiert. Eine fünfköpfige Pilotgruppe, bestehend aus Vorstandsmitgliedern verschiedener PH-Studierendenvereine sowie einem Vertreter des Verbands der Schweizer Studierendenschaften, arbeitete daraufhin entsprechende Statuten und Reglemente aus. Ziel ist es, dass künftig jede Pädagogische Hochschule in der Schweiz mit zwei Delegierten im VSPHS vertreten ist.

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Bau des Pavillons 2017

Fabian Gnos (4. Semester PS)

 

Seit Anfang des Jahres herrscht viel mehr Verkehr auf der Zaystrasse. Bagger, Lastwagen und Autos von

Bauunternehmen fahren die Strasse hoch. Der Grund? Unterhalb der Parkplätze der Pädagogischen Hochschule Schwyz, auf der anderen Strassenseite, begann man im Januar mit den Bauarbeiten eines Pavillons. Im Verlauf der Zeit nahm das Gebäude immer mehr Gestalt an. Die Studierenden waren gespannt, wie der Pavillon am Ende aussieht und wie die neuen Räumlichkeiten genutzt werden.

 

Nach sechsmonatiger Bauzeit war es am 28. August dann soweit: In feierlichem Rahmen wurde der

Pavillon der PHSZ eröffnet und eingeweiht. Rund 70 geladene Gäste kamen zu diesem feierlichen Anlass, und der Rektor sprach im Namen der Hochschulleitung, der Mitarbeitenden und der Studierenden seinen Dank aus.  

 

Die neuen Räumlichkeiten werden für zusätzliche Büros, Unterrichtsräume und Sitzungszimmer genutzt und

entlasten dadurch das Hauptgebäude. Auch existiert im neugebauten Pavillon nun ein eigens für die Studentenschar erstellter Studienraum.

 

https://www.youtube.com/watch?v=GtZTwqXLme0

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Move & Groove, Mai, 2017

von Fabian Gnos (4. Semester PS)

 

Bereits Wochen im Voraus wurde für das sportliche Sommerevent schönes Wetter angekündigt, und die Vorbereitungen der einzelnen Teams für eine perfekte Wettkampfform liefen auf Hochtouren. Am 24. Mai um 15.00 Uhr war es dann soweit, und die Sportarten Fuss- und Volleyball standen auf dem Programm. Zehn Teams pro Sportart traten in einem Wettstreit gegeneinander an. Trotz ausgelassener Stimmung beschäftigte die Studierenden nur eine Frage: Kann in diesem Jahr das Dozierendenteam im Volleyball besiegt werden?

 

Bei warmen 23°C machten sich die Teams bereit, und ein spannender Spielnachmittag begann. Nicht-Sportler und Kinder fieberten mit ihrer Favoritenmannschaft mit oder spielten an den beiden Fussballtischen. Abkühlen konnte man sich mit kalten Getränken an der Bar des Kulturzirkels oder mit einem feinen Eis beim Glacewagen der Gelateria Artigiana.

 

Kurz vor 18.00 Uhr erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Die Finalisten standen in beiden Sportarten fest, und zwei hochstehende Spiele starteten. Im Volleyball konnte sich die Mannschaft „Rähmlipolizei“ überraschenderweise gegen das Dozierendenteam durchsetzen. Die monatelange Vorbereitung machte sich bezahlt. Im Fussball gewannen die ehemaligen Studierenden „make Alumni great again“ gegen die Vorjahressieger.

 

Am Abend sorgte die Brunner Band Carpet Town für Unterhaltung, und der Abend klang im gemütlichen Beisammensein aus.

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Interviewfragen zur Bachelorarbeit

Von Stephanie Notter (2. Semester, PS)

 

Chiara Petrig ist 21 Jahre alt und wohnt in Einsiedeln. Sie spielt gerne Volleyball

und verbringt viel Zeit mit ihren Freunden und ihrer Familie. Chiara hat sich für den Beruf der Primarlehrerin entschieden, da sie sehr gerne mit Kindern zusammenarbeitet und sie es eine sehr schöne Aufgabe findet, den Kindern neues Wissen vermitteln zu können. Es gefällt ihr, dass man als Lehrerin viel Abwechslung erlebt und auch eine gewisse Verantwortung trägt. Chiara hat eine spannende Bachelorarbeit verfasst, und mit Interesse habe ich mich mit ihr darüber unterhalten.

 

1. Worüber hast du deine Bachelorarbeit geschrieben?

Der Titel meiner Bachelorarbeit lautet „Dieser Lehrer hat mir das Leben zur Hölle gemacht“ – Misslungene Schüler-Lehrer-Beziehungen im Rückblick. Somit habe ich mich mit dem Thema der Schüler-Lehrer-Beziehung beschäftigt. Im Theorieteil versuchte ich aufzuzeigen, wie eine gute und vertrauensvolle Beziehung zwischen Lehrperson und deren Schülerinnen und Schülern aufgebaut werden kann und dass diese Beziehung sowohl Klassenklima, Motivation als auch Lernerfolg positiv beeinflussen kann. Als

empirischen Teil der Arbeit führte ich Interviews mit drei erwachsenen Personen durch, die in ihrer Primarschulzeit eine misslungene Beziehung zu ihrer Lehrperson erlebt haben.

 

2. Wie bist du auf dieses Thema gekommen? Was hat dich dazu inspiriert?

Ich bin zu diesem Thema gekommen, weil es Dr. Anita Sandmeier als Mentorin ausgeschrieben hat. Als ich die Beschreibung gelesen hatte, merkte ich, dass mich dieses Thema sehr interessiert und habe mich direkt bei Ihr gemeldet.

 

3. Wie hast du mit der ganzen Arbeit begonnen? Wie hast du den Arbeitsprozess aufgegliedert?

Die ersten Schritte waren Erstellung von Grob- und Feinkonzept sowie das Festhalten von den wichtigsten Meilensteinen mit einem Zeitplan. Als erstes habe ich mich an die Literaturrecherche gemacht, wobei mir

meine Mentorin sehr helfen konnte. Dann ging es darum, mich in das ganze Thema einzulesen. Danach fing ich an, meinen Theorieteil der Arbeit zu schreiben. Dann musste ich den Leitfaden für die Interviews entwerfen, damit ich anschliessend die Interviews durchführen konnte. Nach der Durchführung der Interviews ging es ans Transkribieren. Anschliessend blieb noch die Analyse der Interviews, was in der Arbeit als Ergebnisteil verschriftlicht wurde. Zu guter Letzt schrieb ich die Diskussion und das Fazit.

 

4. Was war für dich das Einfachste an der ganzen Arbeit?

Ich glaube, das Einfachste für mich war das Schreiben des Theorieteils.

 

5. Und was war das Schwierigste während der ganzen Arbeit?

Zum einen war es sehr schwierig, die Interview-Partner zu finden. Aber ich denke, das Schwierigste war das Analysieren und Auswerten der Interviews. Da wusste ich oft nicht, wie ich vorgehen muss. Zum Glück konnte mir da meine Mentorin sehr wertvolle Tipps geben.

 

6. Wie viel Zeit hast du in die ganze Bachelorarbeit investiert?

Das ist sehr schwer zu sagen. Ich denke, ich habe die meiste Zeit während der Blockwoche und allgemein im Herbstsemester investiert. Ich habe also über vier Monate hinweg relativ intensiv an der Bachelorarbeit geschrieben.

 

7. Gibt es einen Tipp, den du uns für die Bachelorarbeit mitgeben möchtest?

Zuerst einmal sollte man ein Thema wählen, für das man sich interessiert. Das ich vermutlich das Wichtigste. Einen weiteren Tipp, den ich geben kann, ist wahrscheinlich möglichst früh anzufangen. Muss nicht zwingend bereits in den Sommerferien sein. Aber ich würde sicher versuchen, den grössten Teil der Bachelorarbeit im Herbstsemester zu schreiben. Denn im Januar und Februar findet das Berufspraktikum statt, während dem man sowieso keine Zeit für die Bachelorarbeit hat. Und im März ist bereits der Abgabetermin.

 

8. Was war für dich das Schönste während des Arbeitsprozesses? Auf was bist du stolz?

Das Schönste an der ganzen Bachelorarbeit ist vermutlich, dass mir dieses Wissen, welches ich mir aneignen durfte, sehr hilfreich sein wird für die Zukunft als Lehrerin. All die Dinge, die ich gelesen und gehört habe, werden mir sicher im Kopf bleiben. Zusätzlich war auch die Zusammenarbeit mit meiner Mentorin etwas sehr Schönes – Ich konnte viel von ihr profitieren und lernen.

 

9. Was war das Mühsamste an der Arbeit?

Ich denke, das Transkribieren und Auswerten der Interviews war das Mühsamste!

 

10. Worauf blickst du zurück, wenn du an die drei letzten Jahre an der PHSZ denkst?

Die Praktika bleiben einem sicherlich in guter Erinnerung. Wenn ich an die PHZS selber denke, sehe ich vor allem gute Freundschaften, die ich knüpfen durfte, wofür ich sehr dankbar bin.

 

11. Hast du schon Pläne für die Zukunft?

Im Sommer werde ich zuerst ein bisschen auf Reisen gehen mit Freundinnen von der PHSZ. Und im August trete ich meine erste Stelle als Klassenlehrerin einer 3. Klasse in Schindellegi, SZ an. Ich bin gespannt und freue mich.

 

12. Was wirst du vermissen?

Ich werde bestimmt das «lockere Studentenleben» vermissen! Natürlich werden mir auch meine Freundinnen fehlen, die ich hier tagtäglich sehen durfte. Aber die werde ich auch in Zukunft noch sehen.

 

Liebe Chiara, ich danke Dir herzlich für die

wertvollen Antworten und wünsche Dir auf deinem weiteren Weg alles Gute!

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 Einmal ziellos um den Berg herum, Mai 2017

Von Thomas Watzlawek (4. Semester, PS)

 

In diesem Halbjahr kamen wieder einmal Gaststudenten zu Besuch. Einer von ihnen ist Billy Remmington, den ich im Nachhaltigkeitsmodul kennenlernen durfte. Nach den ersten Eindrücken, die ich von ihm gewann, wusste ich, dass ich meinen ersten Interviewpartner gefunden hatte. Ob er wohl auch im Januar mit nacktem Oberkörper und einem Bier in der Hand im Stadion ist und sein Fussballteam lautstark anfeuert?

 

Hallo Billy. Danke, dass du dich bereit erklärst, uns einen Einblick in deine Welt zu geben.

Kein Problem.

 

Erzähle uns doch einfach etwas über dich.

Geboren bin ich 1996 in den Midlands, genauer gesagt in Nottinghamshire. Ich bin an der Universität in York immatrikuliert, in God's Own Country. Ich liebe es, Geschichten zu schreiben und mag auch sehr gern Dichtung. Mein Traum ist es, später einmal entweder Journalist oder professioneller Autor zu sein.

 

God's Own Country?

Ja, so nennen die Leute dort ihre Heimat.

 

Warum hast du denn genau dieses Studium und die Schweiz ausgewählt?

Mein Vater war früher bereits ein Jahr in der Schweiz, allerdings in Lausanne, dem französisch sprechenden Teil. Er arbeitete auf einem Bauernhof und schwärmte mir immer von dieser Zeit vor. Studieren wollte ich ursprünglich Englische Literatur, aber es hat sich anders ergeben.

 

Du bist seit Februar an der Pädagogischen Hochschule Schwyz in Goldau. Wie lange bleibst du denn noch?

Am 1. Juni muss ich schon wieder zurück. Ich kam am 17. Februar an und kann mich nur wundern, wohin die Zeit entschwunden ist.

 

Wo wohnst du und welche Art der Unterkunft hast du gewählt?

Ich wohne in Schwyz, Ried-Haggenegg. Ich bewohne zusammen mit zwei anderen Studenten ein Appartement.

 

Wie sieht denn dein Wochenplan aus?

An zwei Tagen in der Woche bin ich an der Pädagogischen Hochschule Schwyz anzutreffen, und einen Tag verbringe ich in der sechsten Klasse im Schulhaus Lücken in Schwyz. Den Rest habe ich mehr oder weniger zur freien Verfügung.

 

Wie läuft es mit Deutsch? Ist es sehr schwierig zu verstehen?

Der Anfang war wirklich recht schwierig. Teilweise verstehe ich die Leute immer noch nicht. Ich kenne nur das Hochdeutsche von den englischen Schulen, und das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Seitdem ich aber in der Primarschule bin, ist es schon viel besser geworden.

 

Wie hast du dir denn deinen Aufenthalt vorgestellt?

Wurden deine Erwartungen bestätigt?

Ehrlich gesagt hatte ich kaum Erwartungen. Okay, ich habe schon erwartet, Berge zu sehen. Auch mein Vater konnte nicht wirklich viel dazu sagen, weil er ja woanders gelebt hat. Ach ja: Ich wusste zumindest, dass die Schweiz ein weit entwickeltes Land ist.

 

Was vermisst du in der Schweiz am meisten?

Da gibt es schon ein paar Dinge. Ich spiele leidenschaftlich gern Cricket, was hier leider nicht möglich ist. Mir fehlen gutes englisches Ale und günstige Getränke am Abend. Sogar die Sachen der eher schlechten englischen Küche, an die ich gewohnt bin, vermisse ich ein wenig.

 

Welche Dinge sind denn sehr seltsam für dich und warum?

Nicht falsch verstehen, aber mir ist es fast ein wenig zu zivilisiert hier. Ich vermisse ein wenig den englischen Leichtsinn. In der Nacht ist es ausserdem viel, viel ruhiger als bei uns daheim. Jeder will auch immer Hände schütteln – am Anfang fand ich das recht lustig, mittlerweile denke ich, dass dies einfach nur grossartig ist. Was es bei uns ebenfalls nicht gibt ist, dass alle Leute die Schuhe ausziehen, wenn sie eine Wohnung betreten. In England kann der Boden einer Wohnung nach einem Besuch schon recht übel aussehen.

 

Was hast du denn bereits alles gesehen?

Ich war schon in Luzern, Schlittenfahren, im Mythen-Gebiet beim Skifahren und Gleitschirmfliegen. In zwei Tagen geht es ins Tessin und nach Italien.

 

Wo trifft man dich abends?

(lacht) Ich wandere ziellos am Fusse der Berge umher. Nein, im Ernst: Es ist alles recht teuer hier und mein Geld schon beinahe aufgebraucht.

 

Als Engländer muss man dich natürlich fragen, ob du Fan eines Fussballvereins bist.

Klar, Leeds United. Und bevor du fragst, warum: Weil es der beste Club der Welt ist.

 

Wer gewinnt die Champions League in diesem Jahr, und wie wird England bei der nächsten WM abschneiden?

Juventus Turin wird gewinnen. Deren Abwehr ist einfach fantastisch. Bei der

Weltmeisterschaft kommt England wohl unter die letzten sechzehn Mannschaften,

danach ist wie immer Endstation.

 

Da ich dich bestochen habe, um dieses Interview zu bekommen: Wann gehen wir ein Bier trinken? Ich sage dir gleich, entweder Guinness oder Weizen. Und bitte kein Popgesülze im Hintergrund.

Das machen wir sofort. Und mit deinen Wünschen bin ich voll und ganz einverstanden.

 

Vielen Dank für das Interview, Billy. Lass uns dann ein paar genehmigen und über das orangene Gesicht von Donald Trump philosophieren.

(lacht) Dann wird es ein sehr langer Abend.

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 Einmal Brasilien und zurück, Mai 2017

von Thomas Watzlawek (4. Semester PS)

 

Auf der Suche nach einem Interviewpartner lief ich einem Zahnarzt über den Weg. Sie wissen schon, einem Mann, ganz in Weiss gekleidet, der sich stets die Hände reibt und bei dem man sich fragt, ob seine gute Laune von seiner Tätigkeit oder seinem berufsbedingten Charme herrührt. Stellen Sie sich meine Überraschung vor, als er mir erklärte, dass er gar kein Zahnarzt, sondern Koch wäre und die Speisen der Cafeteria an der PHSZ von ihm kämen. Mein Interviewpartner war gefunden.

 

Beni, wolltest du eigentlich schon immer Koch werden? Wo hast du deine ersten Meriten erworben?

Ich wollte wirklich schon immer Koch werden. Ich erinnere mich, wie ich mit zehn Jahren die ersten Kochversuche bei meiner Mutter unternahm. Etwas anderes kam für mich nie in Frage. Meine erste Station war das Hotel Sternen in Belp. Danach folgte die Handels- und die Hotelfachschule.

 

Welche beruflichen Stationen durchliefst du denn vor deiner Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Schwyz?

Puh, das war eine ganze Menge. Bevor ich die Hotelfachschule begann, war ich in der Wintersaison etwa im Bellevue Palast in Gstaad tätig. Aber mein Traum war es immer, auf einem Schiff zu arbeiten. Das klappte leider nicht, also ging ich erst einmal nach Brasilien. Dort fand ich aber leider keinen guten Job, so dass ich nach einer Weile wieder zurückkehrte. Erst durch die Heirat mit meiner Frau wurde ich bodenständiger.

 

Wie kamst du zu deiner jetzigen Arbeit?

Bevor ich 1991 Pächter für die Mensa im Berufsbildungszentrum Goldau wurde, war ich ein entschiedener Gegner des Mensabaus, weil ich Befürchtungen hatte, dass die Gäste meinem Hotel Terminus Steiner fernbleiben könnten. Als ich erfuhr, dass hier ein Pächter gesucht wurde, fragte ich nach einer kurzen Bedenkzeit an, und glücklicherweise klappte es. Bereut habe ich es nie.

 

Warum hast du den Job überhaupt in Betracht gezogen? Hast du den Traum von drei Michelin-Sternen schon aufgegeben oder gaben die hübschen Mädels hier den Ausschlag?

(lacht) Nein, diesen Traum hatte ich nie. Allerdings wollte ich stets ein Restaurant in einer Alten Mühle (Le Vieux Moulin) besitzen. Ich fand sogar das passende Gebäude, aber der Besitzer wollte nicht verkaufen, und ich hatte auch kein Geld dafür.

 

Gehören dir die Kantinen an der Pädagogischen Hochschule Schwyz und dem Berufsbildungszentrum oder bist du der Pächter?

Nein, ich bin nur der Pächter. Der Verpächter ist der Kanton, für die Mensa das Berufsbildungszentrum und für die Cafeteria die Pädagogische Hochschule Schwyz. Ursprünglich sollte es auch keine Cafeteria geben, sondern nur einen Kiosk. Ich bin froh, dass doch anders entschieden wurde und ich sie 2007 übernehmen durfte.

 

Gibt es denn irgendwelche Auflagen von Seiten des Verpächters?

Ein paar Auflagen gibt es schon. Deshalb darf ich Alkohol nur an Leute ohne Lehrvertrag ausschenken. Ausserdem dürfen keine Privatpartys veranstaltet werden.

 

Nach welchen Grundsätzen wählst du Speisen, Getränke und Preise aus?

Das Angebot hängt vom Bedarf der Studierenden und SchülerInnen ab. Ausserdem muss ich genau kalkulieren – es muss am Monatsende genug Geld da sein, um die Löhne, Rechnungen, Strom usw. bezahlen zu können. Das Menü kostet seit 20 Jahren unverändert 12 Schweizer Franken. Es gab auch Zeiten, an denen es günstiger angeboten wurde, allerdings ohne eine Veränderung der Verkaufszahlen hervorzurufen. Mit meinem Partyservice kann ich eigentlich alles liefern, ausser Getränke.

 

Bist du mit dem Verhalten und dem Appetit deiner Gäste zufrieden?

Ach, es gibt immer Leute, die man nicht so mag wie andere. Einen Streit hatte ich bisher allerdings mit niemandem, weder mit SchülerInnen, noch mit Studierenden oder Angestellten. In der Mensa verkaufe ich täglich etwa 200-220 Essen, in der Cafeteria etwa 30. Als die Mikrowellengeräte eingeführt wurden, habe ich mich zuerst geärgert; wenn ich aber ehrlich bin, muss ich zugeben, dass sich das Essverhalten auch geändert hat. Ich würde es wahrscheinlich genauso wie viele andere machen und mein Essen öfter von daheim mitbringen.

 

Soweit ich erfahren habe, sind die Studierenden mit deinem Essensangebot und der Qualität sehr zufrieden. Wie sieht dein bisheriges Fazit aus?

Ich versuche immer das Beste aus den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, zu machen. Natürlich gelingt nicht immer jedes Essen. Aber sollte das mal passieren, biete ich immer jedem an, dass er das Essen zurückgeben und etwas anderes dafür erhalten kann.

 

Was isst du eigentlich am liebsten?

Ich liebe geschnetzelte Leber mit Rösti. Das ist einfach klasse.

 

Angenommen, du hättest einen Gutschein, den du überall einsetzen kannst. In welches Restaurant würdest du gehen, wenn du ein opulentes Mahl geniessen möchtest?

(ohne zu überlegen) Dann würde ich in das Restaurant auf Schloss Schauenstein in Fürstenau gehen, das von Andreas Caminada geführt wird.

 

Hat auch ein Koch berufliche Vorbilder? Falls ja, wer ist das in deinem Fall?

Die hat er auf jeden Fall. Bei mir sind das Paul Bocuse, Andreas Caminada und Robert Speth.

 

Schaust du eine der zahlreichen Kochsendungen, die seit geraumer Zeit über die Bildschirme flattern?

Ich schaue diese Restauranttester ganz gern an. Da kann ich ein wenig abschalten und mich noch dabei amüsieren.

 

Beni, vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast.

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Kritische Hinterfragungen PHSZ

von Andrea Bodmer (2. Semster, PS)

 

Jeder macht sich manchmal Gedanken über Dinge, die selbstverständlich sind oder zumindest als

solche empfunden werden. Aus diesem Grund versuche ich mal ehrlich und mit einem Augenzwinkern meinen Gedanken Gehör zu verschaffen und die eine Leserin oder den anderen Leser zum Schmunzeln zu bringen. Denn ich bin mir sicher, dass es einige Personen gibt, die sich das Gleiche auch schon überlegt

haben.

 

Sitzsäcke vs. Töggelikasten

Wer kennt sie nicht – die Sitzsäcke und den Töggelikasten im obersten Stockwerk der PHSZ? Ein

Buch lesen, Musik hören, gemütliches Beisammensein oder einfach mit Gleichgesinnten philosophieren. Dafür eignen sich die Sitzsäcke hervorragend. Wer sich eher sportlich, im Sinne von Pseudosport oder «Bewegung im engeren Rahmen», betätigen möchte, der spielt mit seinen Mitstudierenden Tischfussball.

Selbst an sonnigen Tagen verbringen gerne einige Studierende ihre Zwischenstunden mit

lautstarkem Kräftemessen in der Kunst des «Töggelens».

Dumm nur, wer zur gleichen Zeit ein Buch lesen, Musik hören, gemütlich beisammen sein oder

mit Gleichgesinnten philosophieren möchte. Dieser hat dann halt einfach eine lebensechte Geräuschkulisse, als würde er (oder sie) im Stadion sitzen. Vielleicht müssten sich die Philosophen mal wehren, ihre Fragen laut herausschreien, die Musik aufdrehen, Bücher laut vorlesen oder Diskussionen auf einem Dezibellevel

von mindestens 80 führen. Wie heisst es so schön? Leben und leben lassen oder gleiches Recht für alle. 😉

 

Vorlesungen live vs. online

Heutzutage haben es die Studierenden wirklich praktisch. Die Vorlesungen der Grossmodule werden

nicht mehr nur noch im Hörsaal vorgetragen, sondern können auch online von zu Hause aus angehört werden. Dort kann man es sich dann so richtig bequem machen. Mit dem Kaffee in der Hand, im Pyjama auf dem Sofa liegen und nebenher noch salzige oder süsse Snacks geniessen.

Wer sich da für die Live-Version der Vorlesung entscheidet, hat es wesentlich unbehaglicher.

Harte Holzsitze, Mitstudierende um einen herum, die entweder fleissig am Notizen schreiben sind oder ihre Garderobe bei Zalando aufstocken. Doch zumindest hat man das lebensechte «Feeling» von einem erfahrenen Dozenten oder einer Dozentin, die in einem gemütlichen Tempo die theoretischen Hintergründe und Grundbausteine für ein bestimmtes Fachgebiet erklären. Die «Couch-Potatoes» verzichten zwar auf das Gefühl eines eingeschlafenen Hinterns, profitieren dafür aber von einem Knopf, der die Wiedergabe-Geschwindigkeit ohne Probleme auf das Doppelte oder Dreifache steigert, was zu einem intensiveren

Zuhör-Erlebnis führt. Da verwundert es keinen, dass die Online-Hörer stutzen, wenn sie den Dozenten oder die Dozentin in Natura erleben und hören – «Der hat so eine tiefe Stimme?»

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 Einführungspraktikum II

von Stephanie Notter (2. Semester, PS)

 

Im Januar durften wir Studierenden des ersten Jahres der PHSZ unser Einführungspraktikum II, das EP II, absolvieren und dafür wieder dieselben Klassen besuchen wie auch schon im EP I. Die Planung dafür startete bei einigen bereits vor Weihnachten. (Die anderen wussten, dass sie ein wenig in den Stress kommen werden, genossen jedoch die Zeit nach dem ersten

Prüfungsstress).

 

Ob vor oder nach Weihnachten: Nachdem die Grobplanung gemacht wurde und man eben eine „grobe“ Vorstellung der jeweiligen Lektionen hatte, startete schliesslich die Feinplanung.

 

Am Sonntagabend vor dem ersten Praktikumstag stellte man alles bereit und ging noch einmal alles durch, um zu prüfen, ob man auch wirklich nichts vergessen hatte.

Mit einem gemischten Gefühl machte man sich am Montagmorgen auf den Weg ins Praktikum und wusste, dass die nächsten drei Wochen ziemlich streng werden würden mit all den Planungen, Durchführungen und Reflexionen. Die Kinder freuten sich, dass sie wieder bei den PraktikantInnen Unterricht hatten, da es für sie ja auch eine Abwechslung war.

Man lernte in der ersten Woche sehr viele Dinge und musste die Planung oft wieder abändern, da man sich immer wieder dabei erwischte, wie man sich bezüglich Zeiteinteilung geirrt hatte. Man lernte auch, flexibel zu sein und von der ursprünglichen Planung abzuweichen. Jedoch musste man schon ab und zu eine Zusatzlektion einplanen oder etwas noch einmal langsamer erklären. Nach einer Woche aber fand man sich schon viel besser zurecht, und man dachte langsam auch bei jeder Anweisung eines Auftrages daran, den Stift und das Heft zu nennen, mit welchem gearbeitet werden sollte. So mussten Fragen wie „Siiiie, müssen wir das jetzt mit dem Fülli schreiben?“ oder „Siiiiie, müssen wir das jetzt eins, zwei oder drei Häuschen gross schreiben??“ nicht mehr dreimal, sondern höchstens noch einmal gestellt werden.

Es war etwas ganz anderes als das EP I, in dem wir (wenn überhaupt) pro Morgen eine Lektion halten durften. Im EP 2 war der Stundenplan so konzipiert, dass man manchmal gleich 4 Lektionen nacheinander unterrichten konnte.

 

Nach einer Woche kannten einen die Kinder, und man kannte sie. Man hatte sich schon regelrecht an die Situation in der Klasse gewöhnt, als die drei Wochen auch schon wieder um waren. Man konnte nach dieser Zeit auf drei sehr bereichernde, schöne, lustige, aber doch anstrengende Wochen zurückblicken und kam erschöpft, aber um viele Erfahrungen reicher nach Hause.

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Fachpraktikum - Freiarbeit, Februar 2017

Von Lidija Lennep (4. Semester PS)

 

Heutzutage arbeiten Lehrpersonen mit Freiarbeitsstunden bzw. Wochenplanstunden für die

Schülerinnen und Schüler. Was bedeutet Freiarbeit, und wie sieht deren Umsetzung aus?

 

Zwei bis fünf Unterrichtsstunden werden, über eine Woche verteilt, als Freiarbeit zur

Verfügung gestellt. Hierfür bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Blatt, auf dem alle Aufgaben stehen, die während der Freiarbeit zu erledigen sind. Das können Übungsaufgaben aus den Fächern Deutsch, Mathematik, Tastaturschreiben, Partnerarbeiten (Bsp. Vokabelabfrage) sowie ggf. Postenarbeiten im Fach Mensch und Umwelt sein. Nun steht es den Schülerinnen und Schülern frei, in welcher Reihenfolge sie diese Aufgaben erledigen wollen. Am Ende der Woche müssen alle aufgelisteten Arbeiten ausgeführt sein.

 

Schon im 1. Semester haben wir bei Herrn Petko gelernt, dass intrinsische Motivation durch Autonomie, d.h. Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler, gesteigert werden kann. Ich

kann Herrn Petkos Aussage nur bestätigen.

 

Das Ganze hat auch viele Vorteile für die Lehrperson. Sie kann in dieser Zeit einigen

SchülerInnen eine Repetition oder Hilfestellungen liefern. Ausserdem können in dieser Zeit Hausaufgaben kontrolliert werden usw.

 

In meinem Fachpraktikum habe ich eine Art Steigerung dieser Freiarbeit erlebt, indem auch

alle Hausaufgaben der Woche auf dem Blatt standen. Hier dürfen die Schülerinnen

und Schüler selber entscheiden, welche Arbeiten sie in der Schule und welche sie zuhause machen wollen. Besonders die sehr guten Schülerinnen und Schüler schätzen diese Form der Freiarbeit. Ich habe beobachtet, dass sie in der Lage sind, alles in der Schule zu erledigen. Diese Motivation ist, vor allem bei Unterforderung, ein wichtiger Lichtblick für solche Schülerinnen und Schüler.

 

Später im Berufsleben werde ich auch die Freiarbeit-Hausaufgaben-Variante praktizieren,

um der Heterogenität einer Klasse besser gerecht zu werden.

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Interview zum Thema „flexibles Studium“ an der PHSZ

von Stephanie Notter (1. Semester PS)

 

Céline Küttel ist im ersten Semester an der PHSZ und hat sich für das flexible Studium entschieden. In ihrer Klasse sind es 25 Studierende, die von Montag bis Mittwoch Schule haben und in diesen Tagen auch

ihre Instrumental- und Gesangslektionen besuchen.

 

In einem spontanen Zweiergespräch durfte ich einiges mehr über das flexible Studium erfahren.

 

Céline wollte früher eigentlich nie Lehrerin werden, da ihre Eltern schon Lehrpersonen sind. Sie wollte daher etwas anderes und etwas Eigenes machen, wusste jedoch lange nicht, was genau.

Als sie für die Maturaarbeit ein Theaterstück selber schrieb und dieses anschliessend mit 3./4. Klässlern aufführte, merkte sie, dass es ihr sehr viel Spass machte, gemeinsam mit Kindern etwas einzustudieren und miteinander etwas auf die Beine zu stellen. Als das Projekt vorbei war, vermisste sie es und merkte, dass sie die Arbeit mit Kindern sehr mag. Dies war der Hauptgrund, dass sie sich dazu entschloss, den Weg zur Lehrerin an der PHSZ anzutreten. Céline Küttel hat sich für das flexible Studium entschieden,

da sie nebenbei arbeitet. Da sie dank ihrem Stundenplan nur von Montag bis Mittwoch an der PH oder im Praktikum sein muss, hat sie so nebenbei noch sehr gut Zeit dafür.

Sie ist von ihrem Studium begeistert, da die drei Tage, an denen die flexibel Studierenden anwesend sind, wirklich gefüllt sind. An diesen Tagen läuft die ganze Zeit etwas, sie hat meistens keine Freistunden, sondern einen gefüllten Stundenplan. Das einzig Schwierige an diesem Studiengang ist, dass auch hier

Gruppenarbeiten erledigt werden müssen. Weil alle Studierenden nebenbei arbeiten, müssen sie in diesen drei Tagen auch noch Zeit für diese Gruppenarbeiten finden, was meistens nicht so einfach ist.

Im Praktikum geniesst und schätzt es Céline, dass die Kinder so begeisterungsfähig sind.

Ich habe Céline gefragt, wovor sie am ehesten Respekt hat, wenn sie daran denkt, dass sie in drei Jahren selbst eine Klasse führt. Sie antwortete mir, dass es eine Herausforderung sein könnte, allen Kindern der

Klasse gerecht zu werden. Sie will in den Kindern nicht etwas kaputt machen und ihnen so die Freude an der Schule nehmen. Man kann den Kindern sehr viel Gutes auf den Weg mitgeben, jedoch kann man doch auch sehr vieles kaputtmachen.

 

Der grösste Vorteil am flexiblen Studium ist für Céline, dass sie an den schulfreien Tagen so frei ist und selber einteilen kann, wann sie was erledigen möchte.

Sie würde auf jeden Fall wieder das flexible Studium wählen und es auch weiterempfehlen.

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Flüchtlinge unterstützen

von Simon Schnüriger (5. Semester, PS)

 

Weihnachten steht vor der Tür. Wir hetzen in den viel zu warmen Einkaufscentren umher um noch passende Weihnachtsgeschenke für unsere Liebsten zu kaufen. Wenn wir dann endlich all unsere Verwandten besucht haben und etwas ungläubig auf die Gewichtsangabe auf der Waage starren steht auch schon Silvester und das neue Jahr vor der Tür. Viele Menschen machen sich Vorsätze, was sie im neuen Jahr alles besser, anders, öfters, weniger oder gar nicht mehr machen wollen.

 

Vielleicht heisst Ihr Vorsatz fürs nächste Jahr: "Ich möchte Flüchtlinge unterstützen"?

 

Das Amt für Migration Schwyz sucht Studentinnen und Studenten der PH Schwyz, die Flüchtlingen Nachhilfeunterricht und Unterstützung bieten können.
Es geht darum, die Flüchtlinge auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss oder einer Lehre zu begleiten und zu unterstützen.

 

Interessierte melden sich bitte bei:

Amt für Migration

Fachstelle Integration

Steistegstrasse 13

6430 Schwyz

 

041 819 22 68

 

afm@sz.ch

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Wenn 350 Studierende anfangen zu grüssen, Oktober 2016

von Thomas Watzlawek (3. Semester PS)

 

„Hey Watzi, spar dir deine Überlegungen zu einem zweiten Thema. Du machst ein Interview mit Kathrin Futter", eröffnete mir mein Chef, Primarschullehrpersonkandidat fünfter Ordnung, Simon Schnüriger. „Was mache ich?" „Ein Interview mit Frau Futter." „Zum Teufel, wer soll denn das sein?"

 

Na ja, zugegeben, ich wusste nicht, wer das war. Neuigkeiten erfahre ich in der Regel als Letzter. Hm, vielleicht vergesse ich sie auch nur wieder als Erster, aber dann ist mir Option eins definitiv sympathischer. Wo war ich nochmals gleich? Ach ja, Interview mit Frau Futter.

Option zwei, du kannst mich kreuzweise.

 

Frau Futter, Sie sind ja schon so lange an der PHSZ, dass Sie bereits als Inventar der Hochschule gelten. Doch niemand weiss so recht, was Sie vor Ihrer PHSZ-Zeit gemacht haben. Erzählen Sie doch ein bisschen von sich und von Ihren beruflichen Stationen.

 

Ach, das war ein mehr oder weniger üblicher Werdegang. Zuerst kam die Matura, danach

das Primarlehrer/-innen-Seminar des Kantons Zürich. Im Anschluss war ich acht Jahre lang als Mittelstufenlehrerin tätig. Währenddessen begann ich ein Studium in Erziehungswissenschaften, Angewandter Psychologie und Sonderpädagogik in Zürich, um vermehrt Hintergrundinformationen zu erhalten. Beides war durchaus miteinander vereinbar, weil ich 50% in der Schule unterrichtete und die anderen 50% studierte. Nach dem erfolgreichen Abschluss meines Studiums im Jahr 2005 war ich sowohl Lektorin in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung für die Sekundarstufe I an der Universität Fribourg als auch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hochschuldidaktik an der Universität Zürich.
Diese Tätigkeiten halfen mir, nötige Qualifikationen im Bereich der Ausbildung zu erwerben, auf dem heute mein Schwerpunkt liegt.
So, was habe ich jetzt noch vergessen? – Ach ja: Bevor ich in diesem Sommer meine Stelle als

Prorektorin Ausbildung an der PHSZ antrat, war ich an der Universität Basel als Dozentin tätig und promovierte an der Universität Zürich.

 

Puh, ein ganz schönes Programm.

 

(lacht) – So schlimm war das gar nicht.

 

Was genau sind denn Ihre Aufgaben als Prorektorin Ausbildung an der PHSZ?

 

Die Aufgaben sind recht mannigfaltig. Ich bin zum Beispiel zuständig für die

Bachelorstudiengänge KU und PS, das Prüfungswesen, aber auch für Konferenzen und Klausuren der Dozierenden, für die Administration und sämtliche Fragen der

Studierenden.

 

Haben Ihre Freunde und Kollegen Ihnen gratuliert oder Sie bedauert, als Sie ankündigten, in die Finsternis der konservativen Innerschweiz wechseln zu wollen?

 

(lacht) – Nein, sie haben mir gratuliert. Die PHSZ besitzt schliesslich einen hervorragenden

Ruf und ausserdem gibt es viele Berge in der Nähe, da kann man schön bergsteigen.

 

Was für einen Eindruck haben Sie bisher von der PHSZ gewonnen?

 

Der gute Ruf hat sich bestätigt. Sie besitzt eine sehr persönliche Atmosphäre – es ist schon speziell, wenn einen 350 Studierende grüssen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Hochschulleitung ist konstruktiv, und es herrscht ein sehr entspanntes und angenehmes Klima vor. Es gibt einen guten Austausch untereinander, der sich auch daran manifestiert, dass eigene Ideen und Vorstellungen, was die Gestaltung der Hochschule betrifft, stets willkommen sind und man darüber offen diskutieren kann.
Mein Ziel ist es, die weiteren Entwicklungsschritte zusammen mit den Dozierenden und Studierenden anzugehen. Innovation ist da durchaus ein Stichwort, das es zu verfolgen gilt. Die PHSZ ist in diesem Bereich bereits hervorragend aufgestellt, und wir wollen das noch weiter ausbauen.

 

Gibt es bestimmte Probleme, die Sie wahrnehmen und möglichst sofort anpacken wollen?

 

Das ist noch etwas verfrüht. Ich bin ja noch nicht so lange im Amt und muss mir erst einen fundierten Überblick verschaffen. Ein Augenmerk werde ich auf die Kohärenz der Module legen. Es sind in den letzten Jahren viele neue Dozierende zu uns gestossen, da sind immer wieder Absprachen nötig. Zudem weisen an der PHSZ alle Seminare einen hohen Anteil an selbstgesteuerten Lernphasen auf. So werde ich gemeinsam mit den Dozierenden die Güte der gestellten Aufträge für die Selbstlernphasen unter die Lupe nehmen.

 

An manchen Hochschulen ist es so, dass man Fächer wie BG, TG, Musik oder Sport nicht unbedingt belegen muss, in Goldau jedoch schon. Gibt es Pläne, das zukünftig ändern zu wollen?

 

Die bestehende Regelung wird höchstwahrscheinlich so bleiben. Alles andere wäre ein

Schritt zurück.

 

Sehen Sie Ihre jetzige Stelle und Position als Übergang oder planen Sie, langfristig an der PHSZ zu bleiben?

 

Ich plane, – im Wissen darum, dass sich Pläne auch wieder ändern können - längerfristig an der PHSZ zu bleiben. Ich möchte meine Erfahrung gewinnbringend einsetzen und helfen, damit die PHSZ die zukünftigen Aufgaben in sicherem Fahrwasser bewältigen kann.

 

Erzählen Sie doch ein wenig über Ihre Hobbys. Wie sieht denn Ihre Freizeitgestaltung aus?

 

Ich gehe oft bergsteigen und mache gern Skitouren. Wir haben einen Australian Shepherd, mit dem wir recht viel unternehmen.

 

Wir?

 

Wir, das heisst, mein Partner und ich. Generell liebe ich Outdoor-Aktivitäten, wie etwa Alpentouren oder Biwakieren. Daheim in Wädenswil arbeite ich gerne im Garten, ein

Theater-Abo besitze ich auch noch und wie gesagt: der Hund muss ja auch Gassi gehen…

 

Wie motivieren Sie sich, bevor Sie einen Arbeitstag beginnen? Freuen Sie sich darauf oder müssen Sie mit einem koffeinhaltigen Wachmacher nachhelfen?

 

Ich trinke gern zwei Tassen Kaffee nacheinander. Am liebsten Schoggi-Kaffee.

Vielleicht müsste man George Clooney einmal anrufen, damit noch mehr gute Nespressokapseln mit Schokogeschmack in das Sortiment aufgenommen werden – (lacht).

 

Wenn Sie einen Monat lang eine gemeinnützige Arbeit verrichten müssten, was würden Sie wählen: Wahlkampfhelferin bei Donald Trump, Unterhändlerin unter Boris Johnson bei den EU-Gesprächen oder Marketingleiterin der fiktiven Kampagne Legalisiert Cannabis in der Schweiz?

 

(lacht) – Keine von diesen. Trump ist mir jedenfalls sehr unsympathisch und mit Boris

Johnson möchte ich auch nicht zwingend Schoggi-kaffee trinken…

 

Frau Futter, vielen Dank für das Gespräch.

 

Wer mehr über Kathrin Futter erfahren möchte, dem sei ihr

Blog empfohlen:

www.kathrinfutter.ch/blog/

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Von Feinplanungen und Umzugskartons, Oktober 2016

Von Valeria Herger (1. Semester KU)

 

Mitten in einem Irrgarten von chaotisch gepackten Umzugskartons, Ordnern, Pfannen und Stapeln

von Wäsche sitzt meine Wenigkeit. Total übermüdet, mit Rückenschmerzen und schlechter Laune, den Laptop vor mir auf dem überladenen Tisch. Eine Standard-Szene der letzten drei Tage.
Beste Voraussetzungen fürs Schreiben der
Feinplanung, die gerade auf meinem Laptop aufgeschaltet ist. Die Kirchenglocke läutet. Ich schaue vom Laptop auf und zwischen dem „Gerümpelgebirge“ hindurch auf die Küchenuhr. Schon merke ich, was uns in der neuen Wohnung noch fehlt. Genau, eine Küchenuhr.
Gleich auf die Einkaufsliste damit. Diese wird mit jedem neuen Tag
und jeder ausgepackten Kiste länger.

Als ich zwei Tage später wiedermal bei meinem Grosi im Schrank stöbern darf, verkürzt sich die Liste jedoch wieder drastisch. So wird meine Grossmutter um einige Teller, Handtücher und Bettbezüge ärmer. Ich hingegen versuche danach krampfhaft, all diesen Kram in den Fiat 500 von meinem Freund zu stopfen. Nicht das ideale Umzugsmobil. Wenn man aber, wie mein Freund und ich, in eine möblierte Wohnung einzieht, lernt man, alles in dieser coolen Blechbüchse zu verstauen. Wenig Platz für viele Dinge, die nichts kosten. Dinge, die nichts kosten, darauf waren meine Ohren und Augen die letzten Wochen trainiert.
Und siehe da... Ich könnte heute ein Buch darüber schreiben. Der
Titel wäre dann wohl: „Wohne ohne Kohle“.

 

Hier einige Gratis-Tipps:

 

Günstige Wohnung = mehr Einrichtungsbudget
Möbliertes
Haus = ein Budget-Schmaus
„Go
ask Grosi“, die haben (fast) alles noch irgendwo doppelt
Papas
VW-Bus ist ein Genuss!

 

Mitten in einem Irrgarten von Musik- und NMGL-Buch, Ordnern, Stapeln von Zusammenfassungen und einer Gitarre sitzt meine Wenigkeit. Total übermüdet, mit Rückenschmerzen und schlechter Laune, den Laptop vor mir auf dem überladenen Tisch. Eine Standard-Szene der letzten drei Tage.
Beste Voraussetzungen fürs Schreiben
dieses Artikels, der gerade auf meinem Laptop aufgeschaltet ist.
Die
Kirchenglocke läutet. Ich schaue vom Laptop auf und zwischen dem „Papiergebirge“ hindurch auf die TV-Uhr. Schon merke ich, was uns in der neuen Wohnung noch fehlt.
Genau, die Zeit, sie im ganzen Lernstress noch aufzuräumen!

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„Experte der Woche“, Dezember 2016

Von Lidija Lennep (3. Semester PS)

 

Beim offiziellen Besuchstag der Primarschulen habe ich mir in der 4. Klasse meines Sohnes folgende tolle Idee abgeschaut:

 

In den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch wird jeden Montag das leistungsstärkste Kind im jeweiligen Fach für den Rest der Woche zum Experten erklärt und dessen Name an die Tafel geschrieben. Dieser Experte ist eine Art Assistent der Lehrperson. Immer, wenn ein Kind bei der Einzelarbeit nicht weiterkommt, dann fragt es erst den Experten und nicht die Lehrerin. Nur, wenn der Experte die Antwort nicht weiss, wird die Lehrperson gefragt. Folglich kann man den „Job“ des Experten nicht nach Sympathie, sondern nur nach Leistungsstärke vergeben. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Kind über mehrere Wochen der Experte in einem Fach ist.

 

Diese Vorgehensweise scheint zwei Vorteile zu haben. Einerseits wird die Lehrperson entlastet und andererseits erfährt der jeweilige Experte Anerkennung für sein Können.

 

Da das Expertensystem in der Klasse meines Sohnes sowie der Parallelklasse sehr beliebt ist, sollte man es im Hinterkopf behalten und gegebenenfalls später im Beruf selber ausprobieren. :-)

 

PS: „Der Experte“ steht in diesem Artikel gleichwertig für SchülerInnen.

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Blockwoche Mediendidaktik

von Stephanie Notter (1. Semester, PS)

 

In der Woche vom 10. bis am 14. Oktober 2016 durften die Studierenden des ersten Semesters der PHSZ eine Blockwoche zum Thema Mediendidaktik besuchen.

Am Montagmorgen begann die Woche im Auditorium mit einer Begrüssung durch Iwan Schrackmann.

Bis dahin wussten wir nicht, was uns in dieser Woche erwartete, und wir erhielten eine Einführung und einen Überblick für die Woche. Nina Imlig-Iten stellte uns Studierenden noch die Modulprüfung vor, welche am Freitag stattfinden würde. Schon bald näherte sich das Mittagessen und nach einer Stärkung startete die Blockwoche in den verschiedenen Gruppen.

Am Montagnachmittag besuchte unsere Gruppe ein Modul zum Thema „Computer und Internet im Unterricht“ bei Iwan Schrackmann. Wir wurden zum ersten Mal richtig mit dem Thema der Mediendidaktik konfrontiert und lernten verschiedene Meinungen kennen.

Am Dienstagmorgen lernten wir bei Urs Büeler einiges zum Thema Bilder, Video und Multimedia im Unterricht. Dies war sehr interessant, da wir unter anderem erfuhren, wie und wann man z.B. Bilder in einer Arbeit verwenden darf. Wir hatten für diese Woche nämlich den Auftrag, ein zweiminütiges Erklär-Video zu einem Thema der Mediendidaktik zu drehen, und auch da trafen wir auf das Thema der geschützten Bilder aus dem Internet. Unsere Gruppe hatte am Nachmittag frei, was viele gleich für den Filmdreh nutzten.

Am nächsten Tag war unsere Gruppe bei Beat Döbeli eingeteilt, der uns wertvolle Dinge über die Medienkompetenz und die Mediennutzung sowie das Präsentieren lehrte.

Ausserdem erfuhren wir von Iwan Schrackmann einiges über den Computer und das Internet im Unterricht. Das war auch schon das letzte Modul, denn der ganze Donnerstag war für selbstgesteuertes Lernen eingeplant. An diesem Tag musste oder durfte man sehr viel über die Mediendidaktik lesen –darunter Texte von Iwan Schrackmann, Urs Büeler, Nina Imlig-Iten, Dominik Petko und Kapitel aus dem Buch von Beat Döbeli.

Nach vielen spannenden Berichten und Texten erhielten wir für den Freitag die Aufgabe, die Modulprüfung online auszufüllen, was gleichzeitig das Ende einer spannenden Woche bedeutete.

 

Fazit: Wir lernten die Vor- und Nachteile der Mediendidaktik kennen und bildeten uns eine eigene Meinung zu diesem Thema.

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Norwich 2016 - wir waren dabei, August 2016

von Thomas Watzlawek (3. Semester PS)

 

Am 11.06.2016 war es soweit: Der Wagen war vollgestopft mit Gepäck, schliesslich benötigt der modebewusste junge Mann von heute so einiges an Klamotten, Toilettenartikeln und anderem sinnentleerten Krimskrams. Windeln und Bier liess ich ebenso wie die anderen teilnehmenden Kandidaten daheim - wir hatten den leisen Verdacht, dass es beide Produkte wohldosiert und abholbereit auch auf der Insel geben müsste. Und dann fuhr ich los.

(Ich entschied mich gegen eine Flugreise, weil ich danach noch ein paar Wochen

in Schottland verbringen wollte. Im Nachhinein war das eine recht weise Entscheidung, weil ich nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war.)

18 Stunden später erreichte ich Norwich, lernte meine host mother kennen und über die nächsten 5 Wochen sehr schätzen. Auch mein Zimmer war wirklich klasse, zu meckern gab es da schon einmal nichts.

Am Montag standen wir nun alle morgens vor dem Eingang von NILE (Norwich Institute for Language Education) und harrten der Dinge, die dort auf uns lauern mochten. Jeder hatte

obligatorisch einen dreiwöchigen Kurs zu belegen, der die Theorie und Praxis eines temporären Jobs als assistant teacher einer Primarschule abdecken sollte. 7 Tage wurden wir bei NILE geschult, 8 Tage verbrachten wir praxisorientiert an zwei Primarschulen in

Norwich. Die sieben Tage Theorie beinhalteten meistens Grammatik, Redewendungen,

ein paar drama lessons und andere mehr oder weniger nützliche Dinge, eine wirkliche Vorbereitung für die Schulen fand aber lediglich am letzten Tag statt.

 

Ausser der Erkenntnis, kein Primarschullehrer in Norwich werden zu wollen, brachte mir persönlich das Assistenzpraktikum kaum einen Wissensgewinn. Eigeninitiative war nicht gewollt, gelegentliches Herumschlendern, um sich die vom langen Sitzen eingeschlafenen Beine zu vertreten, jedoch erlaubt. Der Umgang mit den Lehrern war jedoch meist sehr höflich und respektvoll. Andere von uns hatten es da aber etwas schwerer: Fragen nach mehr Initiative wurden abgeblockt, ja sogar der Zugang zum Lehrerzimmer verwehrt. In der zweiten Woche gab es Verbesserungen, was die zahlreichen Kritikpunkte betraf; aber

Verbesserungen bedeuten leider nicht automatisch eine Beseitigung der Missstände.

 

Für alle „Uneingeweihten“ versuche ich kurz eine möglichst genaue Skizzierung einer typischen Klasse zu entwerfen. In jeder Klasse gibt es eine Primarschullehrperson und mindestens einen assistant teacher. Gibt es einmal Probleme mit den Kindern, werden die assistant

teachers darauf angesetzt, die ebenso für die Förderung leistungsschwächerer Kinder verantwortlich sind. Dies führt leider dazu, dass die eigentlichen Lehrpersonen vermehrt für die Mehrheit und nicht für alle unterrichten. Der Unterricht unterscheidet sich in vielen Bereichen von dem eines im Kanton Schwyz durchgeführten. Oftmals werden Film- oder Gesangssequenzen vom Internet eingespielt, etwa zum Üben des Einmaleins. Die Kinder singen bei Gelegenheit mit, lernen dabei Melodie und Inhalt des Liedes und prägen sich damit auch Bereiche des Einmaleins ein. Manches im Unterricht war wirklich gut, manches

weniger. Oftmals vermisste man den roten Faden, der die didaktischen und methodischen Elemente durchziehen sollte. Das Ganze schien mir recht willkürlich abzulaufen, und der Grad der Willkür hing vom jeweiligen Lehrer ab. Erschwert wurde der Unterricht durch die Klassengrösse, die durchaus 33 Kinder umfassen konnte und einen ziemlich lauten Geräuschpegel produzierte, den die Lehrer jedoch erfolgreich ignorierten.

 

Nicht verschweigen darf man ebenfalls die positiven Erlebnisse, die Studierende an anderen Schulen gemacht haben. Viele berichteten mir von lehrreichen, problemfreien Zeiten, die sie dort verbringen durften.

 

Abschliessend kann man Folgendes festhalten: Die Lehrer schwankten in ihren Leistungen und Sympathiewerten, die Kinder schwankten ebenfalls in ihren Leistungen, waren dafür aber konstant liebenswert und einnehmend.

 

Nach diesen drei Wochen mussten einige von uns noch einen Sprachkurs bei NILE belegen, der entweder 2 oder 4 Wochen dauerte. Im Grunde ging es dabei um das Verbessern der Fremdsprache, Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht und einer Vorbereitung auf die C1-Prüfung, die wir noch vor uns hatten bzw. haben. Viele hatten bereits einen solchen Sprachkurs abgelegt und durften nach drei Wochen heim.

 

Ich empfand den Aufenthalt insgesamt als recht gewinnbringend. Nicht so sehr der Schulen, aber vielmehr der Studierenden der PH Schwyz wegen. Mit vielen hatte ich vorher noch kein Wort gewechselt, geschweige denn mich mit ihnen übers Wetter unterhalten. Dies änderte sich

gravierend, und es entstanden neue Freundschaften.

 

Natürlich gibt es auch Studierende, die diesen Wochen nichts Positives abgewinnen konnten. Aber wer bewusst Kontakt und Zeit mit anderen vermeidet und dafür immer sein Domizil als alleiniges Refugium auserwählt, der ist in gewissem Mass auch selber schuld daran. Warum um Himmels willen sollen wir jungen Studierenden uns bereits wie Menschen im Pensionsalter

verhalten?

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„Educational experience in Norwich, UK“

Von Lidija Lennep (3.Semester PS)

 

During my language stay with NILE in Norwich I visited two schools and was impressed of two ways of teaching the children:

 

1. Mentor of the expert

 

Instead of reading the current story about “King Leo” to the children, the teacher did choose one child and told him outside of the class room, how to act in front of the class.

The teacher told the class, that “King Leo” has invited the lords, played by the class, to a secret meeting and that he would arrive now. The children were reminded, to speak “Queens English” to the King. The child (who was outside) entered the classroom and acted as he is “King Leo” and told the lords (class), that this is a secret meeting and he has decided to split his kingdom in three parts for his three daughters. The lords could ask him questions about his decision. Afterwards he went out of the class and the story part was over.

Later the whole class discussed about the decision of the king; the Advantages and disadvantages. Then each child was asked to write a diary about this meeting with his/her personal point of view regarding the decision of the king, of course in the past tense.

 

I think, that this lively way of teaching the story will be reminded better by the children. It will remain in the children’s memory, because each child was a part of it actively involved and has reflected the story verbally and wrote about it personally.

 

2. Guided writing

 

When the children have to write an essay they get two things e.g. with argumentation:

 

1st: A sheet with the order of an argumentation (problem, introduction, argument pro/contra, own opinion).

 

2nd: The sheet where to write the argumentation on it, subdivided into different quadrats.

First a small one for the title, the problem. Then a bigger one for an introduction, the biggest for the part pro/contra and a middle size one for the own opinion.

 

I appreciate this way, because the children can´t “get lost” during their writing. They received

help for the order as well as a visual help for the quantity of writing.

 

Finally something I would appreciate to have in Switzerland: Open fault culture

 

Something attract my attention from the first to the last day during my school visits. It´s the way, how polite the children are to each other, when someone makes a mistake or is not good enough in something. Nobody is laughing at a person in this situation.

 

I carried out that the British schools have a strong “reward and punishment” treatment. But in this case - I think - this behave is copied by a living example of the parents or society in General.

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Von Laufhunden und Diktaturen, Mai 2016

von Thomas Watzlawek (2. Semester FS)

 

Frau Uhlemann, wenn man nach Informationen über Ihre Person im Internet sucht, findet man ausser Ihrem Lebenslauf nichts. Geben Sie unseren Lesern doch ein paar Einblicke in Ihr Leben. Fangen wir doch am besten einmal mit dem Geburtsdatum an. Falls Sie es vorziehen, dieses Detail zu verschweigen, beginne ich einfach so: „Die 25-jährige Frau Uhlemann kam …“

 

(lacht)- Wenn Sie das schreiben, dann wird jeder in der PH darüber lachen. Aber das stimmt. Ich versuche möglichst wenig über mich im Internet preiszugeben. Ich wurde am 08.04.1965 in Jena, in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, geboren. Ich bin diktaturgeschädigt – und das können Sie auch genau so schreiben.

 

Diktaturgeschädigt?

 

Ja, richtig. Mir wurde schnell klar, dass ich nicht in diesem Land bleiben wollte. Mit 19 reichte ich meinen Ausreiseantrag ein und damit war von den ohnehin wenigen Freiheitsgraden in der DDR praktisch gar nichts mehr für mich übrig.

 

Wie meinen Sie das?

 

Nun, ich wurde vor die Staatssicherheit zitiert. Man exmatrikulierte mich für das Medizinstudium und jede Art der Ausbildung wurde mir zukünftig verweigert. Gleichzeitig wusste ich, dass man mich observierte und meine Familie mit hineinzog. Man versuchte zum Beispiel Einfluss auf meinen Vater zu nehmen, damit meine angeblichen Aktivitäten aufhörten. Im Prinzip lief das wie im Film Das Leben der Anderen ab.

 

Wie ging es dann weiter?

 

Mit 23 durfte ich endlich ausreisen. Ich bekam den Bescheid und hatte zwei Stunden Zeit, um mich abzumelden und mich von meiner Familie zu verabschieden. Ich dachte damals, dass ich sie nie wiedersehen könnte. Am 30.12. 1988 fand ich mich schliesslich im Auffanglager Gießen wieder. Es war bitterkalt, ich hatte nur einen Koffer ohne Geld und musste vom Bahnhof auch noch irgendwie dahin kommen. Anfangs wollte ich meinen Traum von einer Karriere als Opernsängerin nicht aufgeben,

aber nach einer Weile wurde mir klar, dass mein Talent dafür nicht ganz ausreichte. Parallel dazu studierte ich bis 1991 Anglistik und Romanistik, nur um dann aufzuhören und Erziehungswissenschaften in Hannover und Berlin zu studieren.

 

Was bewog Sie in die Schweiz zu ziehen? Nur die gesunde Luft und eine „neue

Sprache“ kennenlernen können nicht die einzigen Gründe gewesen sein…

 

(lacht)- Genau. Ich wurde 2000 Leiterin von Schule und Frühberatungsstelle sowie Therapeutin bei der

Stiftung für hörgeschädigte Kinder Meggen und Uster. Die Arbeit war der ausschlaggebende Grund für meinen Umzug in die Schweiz, auch wenn ich immer schon ins Ausland wollte. Vor allem Frankreich reizte mich sehr; nicht umsonst besitze ich ein Bauernhaus dort, das ich in meiner Freizeit gerade umbaue.

 

Was genau machen Sie jetzt an der PH und warum hören Sie damit auf?

 

Im Augenblick bin ich noch zu 70% für die Ausbildung zuständig. Der Rest besteht aus einem kleinen Modul

Sonderpädagogik. Zukünftig werde ich meine Arbeit als Ausbildungsleiterin beenden und das International Office übernehmen. Ich werde nur noch zwei Tage in der Woche anwesend sein, hinzu kommt noch ein Tag Home-Office. Ich möchte mehr für meine persönliche Bildung in anderen Bereichen tun, und dafür brauche

ich mehr Zeit. Ich bin bereits in der Sterbebegleitung aktiv und ich würde den ehrenamtlichen Anteil gern ausbauen. Privat werden wir von Luzern nach Basel ziehen.

 

Warum das?

 

Ich vermisse kulturelle Anlässe, wie Kino, Theater oder Ausstellungen. Gegen Jazzkneipen hätte ich auch

nichts einzuwenden. Luzern ist zwar kaum zu übertreffen in seinem Liebreiz, auf Dauer aber doch etwas eintönig.

 

Werden Sie im neuen Zuständigkeitsbereich andere Schwerpunkte/Reize setzen?

 

In unsere Strategie wurden bereits Mobilitätsaktivitäten eingebunden. In diesem Zusammenhang werden wir vermehrt versuchen, neue Kooperationen in bisher noch zu wenig berücksichtigten Gegenden und Kulturkreisen einzugehen. Diese könnten, wenn die noch abzuhaltenden Verhandlungen positiv verlaufen, etwa in Asien oder Afrika entstehen. Im Mittelpunkt muss in diesen unruhigen Zeiten aber neben des zu erwartenden Vorteils für die PHSZ stets die Sicherheit stehen.

 

Wohin geht es in den nächsten Ferien?

 

Wir werden an die Mecklenburgische Seenplatte fahren und 5 Tage zu Fuss von Fürstenberg nach

Graal-Müritz marschieren. Ich werde also mit zwei Luzerner Laufhunden unterwegs sein.

 

Wie meinen Sie das?

 

(lacht)- Mein Lebensgefährte ist gebürtiger Luzerner und wir haben einen Luzerner Laufhund.

 

Eine Fee erscheint Ihnen und sagt: Annett, du hast drei Wünsche frei, allerdings musst Du vorher während eines offiziellen Anlasses einen Abend lang mit Christoph Blocher Salsa tanzen.

Gehen Sie auf das Angebot ein?

 

Meine Güte. (Pause, überlegt)- Ich will doch gar keine drei Wünsche. Christoph Blocher? Salsa? Vielleicht

wenn die Verlockung gross genug ist…

 

Frau Uhlemann, vielen Dank

für das Gespräch.

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Primi Inter Pares, Mai 2016

von Thomas Watzlawek (2.Semester PS)

 

Im Zuge des Moduls MURZ kamen zahlreiche StudentInnen in den Genuss, am 19.05.2016 an der Jubiläumsfeier des 25-jährigen Bestehens des Wegs der Schweiz teilnehmen zu dürfen. Aus nahezu allen Kantonen der Schweiz kamen Primarschulklassen, um dieses Ereignis zu würdigen und nebenbei einen freien Schultag zu erhaschen.

Wir Studenten sollten uns in kleinen Gruppen um jede dieser Klassen kümmern. Parallel dazu waren im Hotel Waldstätterhof Ehrengäste geladen, die mit uns auf das Rütli kommen sollten. Unter ihnen befanden sich Bundesrat Alain Berset, der Schwyzer Landamman Andreas Barraud und der Urner Ständerat Josef Dittli.

 

Das Tagesprogramm war vorgegeben. Um 10.15 Uhr trafen wir uns in Brunnen unter der Leitung von Frau Nydegger und Frau Arnold. Wir erhielten Verpflegungsgutscheine (eine Bratwurst, ein Glacé und ein Getränk) und ein Memory-Spiel über die Kantone der Schweiz für die Kinder. Gegen 10.45 Uhr, bei bereits einsetzendem Regen, machten wir uns auf den Weg zur Ablegestelle, wo die „Stadt Luzern“ bereits auf uns wartete, um uns auf das Rütli überzusetzen. Es gestaltete sich recht schwierig, die richtige Klasse und danach Sitzgelegenheiten für alle zu finden, da ein Teil des Schiffes für die Ehrengäste reserviert war. Auf diese musste zusätzlich gewartet werden, bis das Schiff endlich losfahren konnte. Den etwa 500 Kindern schien das Warten und das schlechte Wetter nichts auszumachen, sie waren mit sich selbst beschäftigt und ihre Lehrpersonen liessen sie gewähren.

 

Als wir schliesslich angelegt hatten und hoch zum Rütli liefen, hatte Petrus noch kurzzeitig Erbarmen: Es regnete nicht immer stark und durchgehend. Das sollte sich jedoch ändern, als wir oben ankamen: Schirme wurden flächendeckend ausgepackt und die Regenkleidung angezogen. Leider hatte die Organisation es versäumt, sowohl Sitzgelegenheiten als auch eine Art von Regenschutz aufzustellen. Ausserdem gab es nicht genügend Regenumhänge für die Kinder. Die Folge war, dass die Kinder im strömenden Regen standen, während die Festredner auf der kleinen, aber trockenen Bühne über die Entstehung und die Vorzüge des Wegs der Schweiz sprachen. Zumindest kam bei einigen der Erwachsenen Freude auf, als Alain Berset einen Wechsel der Schweizer Drogenpolitik ankündigte.* Der Satz „Wir stehen alle auf Gras“ kann durchaus als eine Hinwendung zu einer toleranten und liberaleren Drogenpolitik verstanden werden. Sogar unseren zwei Dozentinnen zauberte diese Perle der politischen Weitsicht ein ums andere Mal ein Lächeln ins Gesicht und ist gegenwärtig ein Dauerbrenner an der PH. Als positiv und bodenständig wurde die Kernaussage wahrgenommen, dass Schweizer sinngemäss nicht auf ein Nationaldenkmal emporblicken, sondern mit beiden Beinen auf dem Rütli stehen und eben diese Tatsache das Selbstverständnis der Schweiz ausmache. Zu guter Letzt durften vier Kinder noch Grussbotschaften in den vier Landessprachen an alle Anwesenden aussenden.

 

Nach den Reden gingen Kinder, Lehrpersonen, die Studenten der PH, die Ordner und die Ehrengäste geschlossen ins Restaurant, um im Warmen und Trockenen eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

 

Uuups, falsch. Da hätte ich beinahe etwas durcheinander gebracht, ich Dummerchen. Während die Ehrengäste den Weg zum Restaurant fanden, war es den Kindern gestattet, an den zwei Ausgabepunkten eine halbe Stunde im Regen anzustehen, um mit ihren Gutscheinen ihre Bratwürste, ihr Glacé und ihr Getränk zu erhalten. Somit waren dann alle glücklich und zufrieden.

 

Im Anschluss gingen wir alle zurück zum Schiff und fuhren den Urnersee entlang. Die Studenten hatten

Gelegenheit, mit den Kindern ihrer Klasse zu spielen und der Kapitän den Kindern das Echo des Teufelsmünsters vorzuführen. Die Schulklassen hatten ihre helle Freude daran. Danach fuhr das Schiff noch ein wenig planlos in der Gegend herum, bis es die bis dahin noch speisenden Ehrengäste aufnehmen durfte. Kurz darauf waren wir alle wieder in Brunnen und gegen 16 Uhr endete ein interessanter und abwechslungsreicher, leider etwas verregneter Tag auf dem Rütli.

 

Nun ist es an der Zeit ein Fazit zu ziehen.

 

Der Anlass war wirklich zu feiern: Der Weg der Schweiz ist beinahe jedem Schweizer ein Begriff. Das ist nicht nur ein pittoresker Wanderweg rund um den Urnersee, sondern da steckt auch die Leitidee „Zusammenhalt in der Vielfalt“ dahinter. Der Ausflug war jedoch zum Leidwesen der Kinder nicht besonders gut organisiert. Man gab sich Mühe, aber die praktische Umsetzung der Idee verkümmerte etwas. Dies bemängelten auch Frau Arnold und Frau Nydegger, die im Vorfeld keinen Einfluss darauf nehmen konnten. Schade war ferner, dass die Klassen den teilweise weiten Weg nur deshalb auf sich nahmen, um die Festreden zu hören und mit dem Schiff über den Urnersee zu fahren. Ein Rahmenprogramm oder Spielmöglichkeiten auf dem Rütli gab es leider nicht.

 

Entgegen der Ansicht Herrn Steineggers, der im „Bote der Urschweiz“ schrieb, dass die 500 Schulkinder dafür sorgten, dass es den „Gästen“ (gemeint: den Ehrengästen) nicht langweilig wurde, sind wir Studenten der PH der Meinung, dass die Kinder keineswegs nur Beiwerk für eben jene Gäste sein dürfen. Aber anscheinend gilt in diesem Punkt für die Schweiz auch, was für andere Länder gilt: Einige sind gleicher als andere.

 

Trotz dieser Kritikpunkte war es ein schöner und erlebnisreicher Tag, der nie langweilig wurde. Dazu kam noch die Gesellschaft vieler sehr aufgeweckter Kinder - und das entschädigt doch für manch kleines Stirnrunzeln.

 

*Vorsicht: Spassmodus

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Liebe Bachelorarbeit, Mai 2016

von Céline Sutter (6. Semester KU)

 

Vor knapp eineinhalb Jahren bist Du in meinem Leben aufgetaucht. Nun heisst es schon bald: Auf(nimmer)wiedersehen. Wir hatten schöne, aber auch anstrengende Zeitenmiteinander durchgemacht, einmal warst Du mein Freund, einmal mein Feind. Um Dich nicht ganz aus meinem Gedächtnis zu löschen, hier noch einmal die schönsten Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit:

 

  • Bei den EWFO-Vorlesungen habe ich mich immer gefragt, wofür brauche ich dieses wissenschaftliche Herumgeturne jemals? – Bis Du in mein Leben kamst.
  • Beim Auswählen des Themas habe ich mich blauäugig in ein Thema verschaut, anstatt zuerst zu überlegen, wovon es vielleicht passende Literatur gäbe oder was ein angemessener Umsetzungsgrad wäre.
  • Beim Erstellen des Feinkonzeptes war ich sehr optimistisch mit der Zeitplanung. Du weisst schon, schlussendlich kam es ja sowieso wie bei jeder anderen Arbeit mit festgelegtem Abgabetermin – auch wenn der ausnahmsweise schon 1,5 Jahre im Voraus bekannt ist.
  • Du und ich wissen jetzt, dass für eine Zusammenarbeit mit Schulklassen immer zuerst die Schulleitung um Erlaubnis gebeten werden muss, bevor der Elternbrief rausgeht (Reihenfolge der Organisation überdenken!)
  • Für qualitative Interviews gilt: Weniger ist mehr. Transkript-Passagen sind mühsam zu erstellen, können äusserst spannend für die Arbeit sein – nur leider hast Du mir das erst gesagt, als es schon 11. März war… (N.B: Abgabetermin der Bachelorarbeit: 10. März)
  • Beim Formatieren der Arbeit sind mir mindestens 31,84 neue graue Haare gewachsen, DANKE!
  • Schlaflose Nächte hast Du mir vor allem im Februar geboten, wo doch sonst schon wenig geschlafen wurde wegen fasnächtlichen Aktivitäten etc.
  • Die Postergestaltung verlief im Vergleich zur restlichen Erstellung im Blitzverfahren. Woran das wohl lag?

Schliesslich, liebe Bachelorarbeit, halte ich Dich in meinen Händen und bin froh, dass wir es zusammen bis ans Ende geschafft haben. Schon morgen wirst Du öffentlich mit all Deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen präsentiert und dann darfst Du wahrscheinlich vorerst einmal für lange Zeit in die Ferien. Ich kann Dich aber trösten: Im Medienzentrum musst Du nicht alt werden…

 

Für Dein Engagement bedanke ich mich herzlich und freue mich nun auf unseren letzten gemeinsamen Auftritt morgen an der Bachelorarbeitspräsentation.

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Interview mit Rahel Bruhin zum Austauschsemester in Lausanne, April 2016

von Francine Betschart (4. Semester PS)

 

Name Vorname: Bruhin Rahel

Geburtsdatum: 14.01.1996

Wohnort: Lachen

 

Warum hast du dich für das Austauschsemester in Lausanne entschieden?

Ich habe mich für das Austauschsemester in Lausanne entschieden, da ich mein Französisch verbessern will. Ich möchte möglichst gut auf die kommende Dalf C1 Prüfung vorbereitet sein.

Natürlich finde ich es auch spannend etwas Neues kennen zu lernen und somit etwas Abwechslung in mein Leben zu bringen.

 

Welche Vorbereitungen waren für das Austauschsemester notwendig?

Für den Aufenthalt in Lausanne mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. In schulischer Hinsicht beinhaltete dies, das Ausfüllen des Learning Agreement. Weiter benötigte ich eine Unterkunft in Lausanne. Es war nicht einfach etwas Passendes zu finden.

 

Wo und wie wohnst du in Lausanne?

Ich wohne in der Nähe der PH Lausanne in einem Hochhaus (13. Stock). Ich habe ein Zimmer bei einer älteren Dame

gemietet.

 

Was ist dein Lieblingsmodul an der PH Lausanne?

Mein Lieblingsmodul ist „gestion de la classe“. Man kann sich das Modul unter dem Begriff „classroom management“ vorstellen. Das Modul hat einen direkten Bezug zu den Praktika. Die netten Dozenten gestalten die Sequenzen sehr abwechslungsreich. Wir können all unsere Fragen mitbringen. Diese werden dann diskutiert und beantwortet.

 

Was war für dich die grösste Herausforderung bis jetzt?

Die grösste Herausforderung ist die Sprache. Alle Module sind auf Französisch. Die Inhalte der Module sind anspruchsvoll. In meiner Muttersprache Deutsch wären die Modul schon schwierig. Die Tatsache, dass alles in Französisch ist, erschwert das Lernen zusätzlich. Leider hat man nicht die Möglichkeit die Vorlesungen zu Hause nachzuhören. Inhalte, die ich nicht genau verstanden habe, kann ich nicht nochmals hören. Somit verpasse ich

diese Inhalte.

 

Wie verbringst du deine Freizeit in Lausanne?

Ich mache viel Sport. Lausanne ist eine sehr schöne Stadt. Die Altstädt lädt zum Shoppen ein und die Seepromenade lockt für einen Spaziergang. Manchmal gehen wir zu jemandem nach Hause und kochen etwas Feines oder schauen einen Film, natürlich auf Französisch.  Meist bleibt jedoch nicht viel Freizeit übrig. Die Arbeiten der PH Vaud und PH Goldau sowie die Vorbereitung des Dalfs nehmen viel Zeit in Anspruch.

 

Was vermisst du von der phsz?

Ich vermisse das „heimelige“ der PH Goldau.

In Lausanne ist alles viel grösser und man kennt sich weniger. In jedem Modul finde ich wieder neue Studenten und Studentinnen vor. Mir gefällt es, wenn man sich kennt wie an unserer PH.

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Nichts als die Wahrheit, Februar 2016

Von Thomas Watzlawek (1. Semester, PS)

 

Eins möchte ich schon vorab klarstellen: Alle Namen wurden gewissenhaft so verändert, dass keine Rückschlüsse auf die wahre Identität von Studierenden oder Dozierenden gezogen werden können. Ich erwähne das nur, um etwaige Missverständnisse schon im Vorfeld aus dem Weg zu räumen und zu betonen, dass alles, wirklich alles unternommen wurde, um die in diesem Enthüllungsbericht auftretenden Personen zu schützen. Denn das ist der Kern des investigativen Journalismus: Man beschützt seine Quellen und verhindert Klagen aufgebrachter Menschen, die sich in Artikeln wieder zu erkennen glauben.

 

Als ich am ersten Wochentag im September 2015 den Rubikon und damit die Schwelle der Eingangstür zur PHSZ überschritt, wusste ich sofort, dass ich über meinen Schatten springen musste. Trotz des augenscheinlich

ziellosen Gewusels der jungen Menschen war mir klar, dass alle ein Ziel vor Augen hatten und dieses um jeden Preis erreichen wollten. Ich hingegen neige des Öfteren zur Lethargie und gebe mich nur allzu gern dem Müssiggang hin. Ich bin der Meinung, dass ich das darf, weil ich schliesslich schon 47 bin. (Diese Meinung vertrat ich im Übrigen schon vor 25 Jahren, nur die Begründung dazu habe ich leider vergessen). Also musste ich dieses Verhalten ändern, um mit diesen jungen Menschen Schritt halten zu können. Ich rüstete mich, offen zu sein gegenüber allem, was mir begegnete (Was aber schwierig werden könnte, wie mein Rechtfertigungsmodus im Praktikum bewies; aber dies ist eine andere Geschichte). Ich war besonders auf die Vorlesungen gespannt und freute mich, etwas Neues zu

lernen. Dies wurde teilweise mit Bravour eingelöst, teilweise auch nicht. Wenn ich mich an Folien erinnere, die mehr Fehler als korrekte Buchstabenfolgen enthielten, wird mir jetzt noch ganz schwindelig. Auf der anderen Seite spielt

das vielleicht nur eine untergeordnete Rolle, weil viele Studierenden Erstklässler unterrichten wollen, wo es auf solche Nebensächlichkeiten ja nicht ankommt.

 

Die Seminare empfand ich als sehr spannend. Zum einen, weil ich erfuhr, dass selbst ein Kafka Samba tanzen lernen sollte; zum anderen meines Unwissens wegen. Seit gut 25 Jahren hatte ich mit Noten nichts mehr am Hut, den Quintenzirkel kannte ich lediglich aus dem Kreuzworträtsel, und mein Talent liess ein gemaltes Haus stets als dreibeiniges Huhn erscheinen. Ganz ehrlich: Dies zu meistern, macht mich wirklich unglaublich glücklich. Mein

Klavierlehrer und meine Gesangslehrerin dürften jedoch das Wort „glücklich“ nicht unbedingt mit meiner Gegenwart verbinden.

 

Das andere Neue, das waren auch die „Neuen“. Die neuen Bekanntschaften eben, um die man in einem Studium nicht herumkommt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich schon Bedenken, wie sich das wohl entwickeln würde.

Leben wir in anderen Welten oder gibt es Schnittmengen? Verstehe ich den Studenten-Slang und den Humor oder ist das alles nur ein Bahnhof inmitten eines böhmischen Dorfes? Zu meiner Überraschung klappte die Integration recht

reibungslos. Meine Vermutung ist, dass die Mädels und Jungs eher mich integrierten, weil ich bewusst in das kalte Wasser sprang. Die Wahrheit ist, dass ich sehr viele einfach gut leiden kann, und das ist nicht unbedingt

selbstverständlich bei einem notorischen Eigenbrötler wie mir.

 

Jetzt steht das zweite Semester an, und ich konstatiere, dass ich mich darauf freue. Toll, oder?

 

Am Schluss dieses Artikels sei nochmals daran erinnert, dass alle Namen geändert wurden.

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4.2 setzt vielfältige Methoden ein (Einführungspraktikum I), Dezember 2015

von Monta Miskina, (1.Semester PS)

 

Wir haben es geschafft – unser erstes Semester! Wir haben diese Woche nicht nur unsere letzte Prüfung an der PH abgelegt, sondern auch das Einführungspraktikum I abgeschlossen. Icherinnere mich noch an den Tag, als wir in der Einführungswoche die Liste mit der Einteilung unserer Praktikumsorte erhielten. Es war spannend zu erfahren, wo und welche Klasse wir unterrichten dürfen. Zusammen waren wir 6 Praktikanten/innen im alten Schulhaus in Einsiedeln – ein sehr schöner Ort neben dem Kloster!

Trotz der Freude, das berufspraktische Studium mit der zweiten Stufe anzufangen und meine Erfahrungen beim Unterrichten zu sammeln, war es gar nicht so einfach, in den ersten Lektionen vor der Klasse zu stehen. Erst dann ist mir klar geworden, wieso man sagt, dass man am besten schwimmen lernt, wenn man direkt ins kalte Wasser geworfen wird. Die Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff vor und während der Unterrichtsequenz war das Hauptziel für mich. Doch es war ganz anders, vorne zu stehen und von 19 Augenpaaren beobachtet zu werden. Trotz

der geringen Anzahl an Unterrichtsstunden, die wir zur Verfügung hatten, beobachtete ich bei mir eine Entwicklung. Ich freute mich jedes Mal umso mehr, wenn ich schon die motivierten Schüler und Schülerinnen sah. Ich muss gestehen, dass wir mit der Klasse Glück hatten, denn diese arbeiteten immer äusserst ruhig, waren wissbegierig und meistens vom Unterrichtsstoff fasziniert. Zum Glück wird die Theorie an unserer PHSZ direkt mit der Praxis verbunden. Schon in der Anfangswoche des Studiums hatten wir einen Text von H. Meyer als Pflichtlektüre zu lesen, in dem ein Erfahrungsbericht des ersten Unterrichts einer frischgebackenen Lehrerin beschrieben wurde. Es kam mir vor wie der Horror. Aufgrund dieses Textes organisierte ich mir ein Heft, in das ich jeden Dienstagsvormittag meine Bemerkungen, Beobachtungen, Verbesserungen, Erfolge, Misserfolge, Gespräche, Lieblingsmomente und Wünsche hineinschrieb. So gehen die wichtigen Bemerkungen nicht verloren, und ich werde es ganz sicher nochmals lesen, wie es mir am Angang des Studiums erging. Am Ende dieses Jahres ist es beruhigend festzustellen, den richtigen Beruf ausgewählt zu haben. 

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Die Versuchskaninchen im Langzeitpraktikum, Dezember 2015

Von Céline Sutter (5. Semester KU)

 

Zum ersten Mal wurde das Langzeitpraktikum von den Studierenden des 5. Semesters durchgeführt. Seit Schuljahresbeginn durften immer montags und dienstags lehrreiche Unterrichtserfahrungen gesammelt werden.

Mit dem ersten Schultag, Elternabend, Besuchstagen, Sitzungen und anderen speziellen Anlässen waren wichtige

Eckpunkte für eine Lehrperson mit im Programm. Die Studierenden hatten in den ersten 5 Wochen mehrheitlich die Aufgabe, beim Unterricht zuzuschauen und – wo nötig – Hilfe zu leisten. Von Zeit zu Zeit sollten dann letztlich selber Sequenzen durchgeführt werden. Vor- und Nachteile des Team-Teachings mit der Praxislehrperson konnten beim Unterrichten ebenfalls erfahren werden.

 

Mit diesem neuen Praxisgefäss ist ein grosser Schritt in Richtung Berufseinstieg geschafft. Das Ziel war, dass die Studierenden nebst dem Unterrichten hinter den Beruf sehen. Auch die Zusammenarbeit in Unterrichtsteams und mit IF-Lehrpersonen wurde hoch gewertet.

 

Für mich persönlich war es eine sehr tolle Erfahrung, und ich habe aus den Beobachtungslektionen am meisten gelernt. Von meiner erfahrenen und äusserst vorbildlichen Praxislehrperson kann ich sehr viel mitnehmen. Es ist schön, wegen der 40%-igen Präsenzzeit im Schulhaus schon wie ein Teil eines Schulhausteams zu sein,. Die

kommenden Studierenden können sich nur auf dieses bestens vorbereitende Praxisgefäss freuen.

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Lotti - unsere Harddisk für Notfälle

 

Lothar Gwerder, besser bekannt als "Lotti" an der PHSZ, ist unser ICT-Guru für alle Fälle. Wenn's brennt oder das Notebook der Studis kurz vor dem Absturz ist und Bachelorarbeiten gerettet werden müssen, ist Lotti die Ansprechperson. Hilfsbereit und mit übermässigem Engagement steht er hinter seiner Arbeit. Dies auch an der diesjährigen Herbstsemesterparty "Pirates".

Kaum wiederzuerkennen gab er sich als Jack Sparrow und DJ des Anlasses. Passend dazu seine selbstgebaute Black Pearl. Im Alltag jedoch

ist seine Black Pearl das nette Accessoire auf 4 Rädern: schwarz, tiefgelegt und blitzschnell.

 

C. Sutter (5. Semester)

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Unterrichtshilfe: Kind „coacht“ mit, Dezember 2015

Von Lidija Lennep (1. Semester PS)

 

Vor Kurzem habe ich eine wertvolle Erfahrung während des Einführungspraktikums I

gemacht, die ich gerne teilen möchte.

 

Mit einer 2. Klasse habe ich einen Fangbecher aus Papier gefaltet. Anhand der Grundform 2 (Vorzeigen/Nachmachen) habe ich den Faltbecher einmal Schritt für Schritt vorgefaltet, und die Kinder konnten diesen anschliessend am Platz nachfalten. Zur Orientierung habe ich jeden Faltschritt mit Nummerierung (1-7) in der Mitte des Klassenzimmers ausgelegt. Dies war sehr praktisch, denn so konnte ich jedem Kind, das mich um Hilfe gebeten hat, sagen, welchen Faltschritt es sich nochmals genau angucken sollte.

 

Es war geplant, dass jedes Kind nach Möglichkeit zwei Faltbecher in zwei Grössen erstellt. Ein Junge fiel gleich am Anfang dadurch auf, dass er blitzschnell mit beiden Bechern komplett fertig war, während fast alle anderen Kinder noch mit ihren ersten Bechern beschäftigt waren.

 

Für diesen Fall hat meine Lehrperson eine Kiste mit selbstgebastelten, laminierten Oberarm-bändern mit Klettverschluss, auf denen das Wort „Coach“ steht. Nachdem der Junge das Armband bekommen hat, durfte er mir helfen, die Kinder in ihrem Gestaltungsprozess zu begleiten.

 

Diese Vorgehensweise entlastet uns Lehrpersonen, und die SchülerInnen kommen schneller bei Fragen ran und somit ans Ziel. Aber am meisten profitiert das „coachende“ Kind, denn es erfährt Anerkennung von seinen Mitschülern und kann seine sozialen Fähigkeiten trainieren. Dadurch erhöht sich das Selbstbewusstsein des Kindes, und es ist motiviert, wieder gute Leistungen zu erbringen.

 

In dieser Klasse ist noch ein grosser Vorteil dazugekommen: Der helfende Junge ist einer von zwei Schülern mit Migrationshintergrund. Seine Hilfestellung beim Fangbecher hat ihn mit Kindern in Kontakt treten lassen, mit denen er normalerweise nicht seine Zeit verbringt. Seine höfliche Art bei der Unterstützung hat ihm geholfen, sich anschliessend besser in die Klassengemeinschaft zu integrieren.

 

Nach dieser positiven Erfahrung werde ich die „Coachbänder“ sicher öfters einsetzen! : )

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Lern-Hospiz im Gästehaus Fürlauwi - ein Angebot für Studierende

 

Vor kurzem hat uns ein Schreiben vom Gästehaus Fürlauwi im urnerischen Meiental erreicht.
Seit anfangs 2008 wird das Gästehaus betrieben und baut nun sein Angebot aus.

 

Ab 01. Januar 2016 wird ein sogenanntes "Lern-Hospiz" angeboten, das Studierenden die Möglichkeit bietet, an einem ruhigen Ort, wichtige Arbeiten erledigen zu können oder für Prüfungen zu lernen.

 

Die Gastgeber bieten eine grosse Wohnung mit Internetzugang in einer reizarmen Umgebung.
Der Transfer vom Bahnhof Göschenen ist sichergestellt und auf Wunsch wird auch Verpflegung angeboten.

Und das alles zu einem günstigen Preis!

 

Hast du Lust alleine oder in einer Gruppe konzentriert an etwas zu arbeiten?

Dann melde dich am besten direkt bei:

 

Rosmarie Meier Ziegler

+41 41 885 00 68

www.meiental.ch

ferien@meiental.ch

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Petko unplugged, November 2015

Von Thomas Watzlawek (1.Semester PS)

 

Ein wenig aufgeregt war ich schon, als ich an seine Bürotür klopfte. Ist er wirklich so gelassen und schlagfertig, wie er in der Vorlesung rüberkommt? Oder entpuppt er sich in Wirklichkeit als spassresistenter, einsilbiger Sonderling? Doch die Befürchtungen wurden schnell zerstreut. In Petko unplugged zelebriert der gleiche Virtuose, wie wir ihn schon aus seinen Vorlesungswerken kennen.

 

Herr Petko, wo sind Sie denn wann geboren?

Geboren bin ich 1970 in Göttingen, und dort lebte ich die ersten Jahre auch. Danach zogen wir ins benachbarte Hannover um, wo ich dann meine ganze Schulzeit verbrachte.

 

Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem Heimatort?

Ja, auch wenn das mit der Zeit natürlich wenger wird. Aber erst kürzlich war ich wieder auf einem Klassentreffen.

 

Zuerst studierten Sie 1989 Theologie an der Universität Göttingen, bevor Sie zu den Erziehungswissenschaften wechselten. Warum wählten Sie Ihren Geburtsort, und warum unternahmen Sie einen Abstecher in die Theologie?

Ich ging nach Göttingen, um meine Geburtsstadt besser kennenzulernen und meine gewohnte Umgebung zu verlassen. Im Rückblick war das vor allem eine Bauchentscheidung. Heute würde ich meine Wahl viel stärker von der Qualität der Forschung und Lehre abhängig machen. Göttingen war rückblickend aber eine gute Wahl. In der Theologie wollte ich mich mit den grossen Fragen des Lebens beschäftigen: Warum sind wir hier? Wie sollen wir handeln? Was soll das alles? Ich war nicht besonders religiös, hielt aber Theologie als philosophischen Zugang für spannend und dachte, ich kann da querdenken. Leider war das kaum der Fall. Und dann brachten mich Freunde, die in der Sozialpädagogik arbeiteten, auf die Pädagogik.

 

Ab wann studierten Sie Pädagogik?

1994 fing ich mit Pädagogik an. Es war reines Glück, dass ich gleich im ersten Beratungsgespräch an eine Professorin geriet, die noch Studenten für ein Forschungsprojekt suchte. Ich studierte im 1. Semester und war nebenher noch dabei, ein Unterrichtsprojekt in Grundschulen durchzuführen und Daten zu diesem Projekt zu erheben. Ich änderte auch die Art meiner Studienfinanzierung: Ich kündigte meinen klassischen Studentenjob an der

Theke und arbeitete für das Jugendamt in belasteten Familien und mit auffälligen Jugendlichen. Dadurch bekam ich eine Ahnung, wofür das ganze theoretische Wissen nützlich war und wofür eben auch nicht. Und dann habe ich

auch noch so kleine Jobs an der Uni gemacht, z.B. als Tutor in Statistikkursen. Da habe ich gemerkt, dass mir das Unterrichten an einer Hochschule eigentlich gefällt.

 

1999 erhielten Sie Ihren M.A. (Magister Artium) mit Auszeichnung, und im gleichen Jahr ging es bereits in die Schweiz als Leiter der offenen Jugendarbeit in Hirzel ZH. Von 2000 bis 2005 waren Sie an der Universität Zürich als Assistent und Lehrbeauftragter beschäftigt, Ihren Doktortitel erhielten Sie mit summa cum laude im Jahr 2004. An der Pädagogischen Hochschule Schwyz fingen Sie aber schon 2003 an, wie kam das zustande?

In die Schweiz kam ich eigentlich eher aus privaten Gründen. Es war ein Glücksfall, dass ich an der Universität Zürich im Team von Professor Kurt Reusser im Bereich der Pädagogischen Psychologie und Didaktik eine Stelle fand. Der Standard wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens war dort extrem hoch, und am Anfang musste ich sehr viel dazulernen. Es war ausserdem wahnsinnig spannend, dort nicht nur deutschsprachige, sondern internationale Pädagoginnen und Pädagogen von Rang und Namen kennenlernen zu dürfen, die oft sogar unsere Forschungspartner waren. Professor Reusser ist international sehr renommiert, und als sein Schüler wurde mir dann die Stelle an der neu geschaffenen Pädagogischen Hochschule angeboten, die damals noch in Rickenbach angesiedelt war. Wichtig war vermutlich auch mein Forschungsthema, das Lehren und Lernen mit digitalen

Medien. Da steckte viel Innovation drin, und das passte zum Innovationsgeist der jungen Pädagogischen Hochschule.

 

Seit 2013 sind Sie zusätzlich noch Prorektor für Forschung und Entwicklung. Welches Arbeitspensum müssen Sie leisten?

Als Prorektor bin ich in praktisch alle Belange der Hochschulleitung involviert, wie etwa in der Umsetzung unserer Hochschulstrategie oder in das Qualitätsmanagement. Dann trage ich natürlich die Hauptverantwortung für die

Forschungsarbeiten an unserer Pädagogischen Hochschule und leite das Institut für Medien und Schule, wo ich auch ganz praktisch in Projekten arbeite. Daneben schreibe ich natürlich viel und halte Vorträge. Ich habe irgendwie immer zu viel zu tun, auch wenn mir das eigentlich Spass macht. Die Pädagogische Hochschule Schwyz wächst, und damit wachsen auch die Aufgaben. Die Vorlesungen möchte ich aber auf jeden Fall weitermachen. Ich fände es extrem schade, wenn ich als Professor keinen Kontakt mit Studierenden hätte.

 

Die Liste Ihrer Publikationen ist bereits recht lang. Ist es schwierig, die Deadlines der Verlage einzuhalten?

Nein, eigentlich nicht. Deadlines habe ich ständig, und das sorgt dafür, dass man produktiv bleibt. Wichtig sind aber vor allem die Publikationen in den Fachzeitschriften, und da liegt der Druck eher bei der wissenschaftlichen Qualität. Die reine Menge der Publikationen ist nicht so entscheidend. Wenn man es schafft, zwei oder drei Publikationen zu schreiben, die in der Fachwelt auf Resonanz stossen, ist das viel mehr wert als zahllose andere, die kein Mensch lesen will.

 

In Ihren Vorlesungen glänzen Sie stets mit profundem Fachwissen. Das möchte ich jetzt einmal testen, zumal

dieses Thema selbst in Ihrer Vorlesung kurz behandelt wurde: In welchem System sollen die schweizerische und die deutsche Fussballnationalmannschaft in der Europameisterschaft 2016 spielen und warum?

(lacht)- Zu diesem Thema habe ich in den Vorlesungen wohl schlauer gewirkt, als ich bin. Hierzu habe ich kaum echtes Fachwissen, sondern nur meine subjektive Meinung. Grundsätzlich glaube ich, dass man das System auch an die Spieler anpassen muss und nicht nur umgekehrt. Ich finde es interessanter, wenn da Charaktere auf dem Platz stehen und das auch spürbar ist. In der Zukunft wird es ausserdem darauf ankommen, nicht nur ein System zu

beherrschen, sondern situativ umschalten zu können. Wie alles auf der Welt wird Fussball ja immer komplexer, auch wenn die Spielidee eigentlich simpel ist.

 

Wenn Sie da aufgewachsen sind, sind Sie wahrscheinlich ein Fan von Hannover 96?

(lacht)- Nein, Fan würde ich das nicht nennen. Ich bin ein Interessent, aber kein Fan. Was mich an der Deutschen Bundesliga und vielen anderen grossen Ligen stört, ist der Einfluss der Champions League und der riesigen Geldtöpfe. Die Schere zwischen den reichen und den ärmeren Clubs, die nicht in den Genuss von Millionenausschüttungen kommen, wird immer grösser. So wird Profifussball langweilig. Obwohl ich ein

statistisch denkender Mensch bin, bevorzuge ich im Fussball die Unberechenbarkeit.

 

Wenn Sie ein Spiel im TV schauen, machen Sie das eher im Kreis der Familie mit einem Glas Wein oder eher mit Freunden und ein paar Bieren?

Die Abende verbringe ich natürlich meistens mit meiner Familie. Aber mit meinem Wunsch, Fussball zu schauen, bin ich da leider in der Minderheit. Wir einigen uns dann normalerweise auf Sandmännchen. -(lacht)

 

Und wer wird Europameister?

Damit sind wir wieder bei den grossen Fragen des Lebens, oder?

 

Herr Petko, vielen Dank für das Gespräch.

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Bonjour les enfants, November, 2015

von Francine Betschart (3. Semester, PS)

 

Das Abenteuer Assistenzpraktikum, kurz gesagt APF, begann etwa 2 Monate vor Semesterende. Auf einem etwas komplizierten Zettel, natürlich in Französisch, standen der Standort unserer Schule und die entsprechende Klasse. In meinem Fall war es eine Schule in Lausanne und eine 6. Klasse. In Lausanne ist eine 6. Klasse gleichbedeutend wie bei uns eine 4. Klasse. Gut, die Schule war fix, nun ging es an die Wohnungssuche. Ziemlich rasch formierten wir eine 4er-Gruppe und suchten uns eine gut gelegene Stadtwohnung auf Airbnb.

 

Anfangs Juni war es nun soweit, die Reise konnte beginnen. Mit einem riesigen Koffer und unwissend, was mich erwarten wird, stieg ich in den Zug nach Lausanne. In unserer Wohnung mit herrlicher Aussicht hatten wir uns schnell eingenistet. Da waren wir nun in Lausanne. Wir, alle vier, waren ziemlich nervös, wie der erste Schultag wohl sein wird. Das Ganze war dann weitaus weniger schlimm als gedacht. La maîtresse, Véronique, war sehr nett, und auch mein Französisch war ausreichend. Dennoch war ich am ersten Abend fix und fertig von dem vielen Französisch und all den neuen Eindrücken. In Lausanne, einer unglaublich vielseitigen Stadt, lebte ich mich rasch ein, und auch in meiner Klasse fühlte ich mich wohl.

 

Mein Auftrag war es, den Kindern das Deutsch etwas näherzubringen. Das Thema für die nächsten 3 Wochen lautete „Tiere“. Die Kinder waren sehr motiviert, ihre Landessprache zu lernen, und so streuten wir zwischendurch

immer mal wieder etwas Deutsch ein. Weiter bereitete ich die Zeichnungsstunden sowie das Werken vor. Das Unterrichten auf Französisch fiel mir mit der Zeit immer leichter.

 

Während dem Schuljahr 2014/2015 feierte die Schule ihr 100-jähriges Jubiläum, was auch das Hauptthema während des ganzen Jahres war. Zum einen fanden auf das ganze Jahr verteilt verschiedene Festivitäten zu diesem Jubiläum statt, zum anderen tauchte das Thema immer wieder im Unterricht auf. Dementsprechend war auch das Schulhaus ein geschichtsträchtiges Gebäude. Mein Stage in Lausanne verging sehr rasch, und schon bald hiess es wieder Koffer packen. Auf den Heimweg machte ich mich mit vielen Ideen, neuen Erfahrungen, kulturellen Entdeckungen und dem grossen Interesse, meinen zukünftigen Schülerinnen und Schülern die Sprache und Kultur näherzubringen.

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Trendig – das neue „Alpenbistro PHSZ“, Oktober 2015

Von Lidija Lennep (1. Semester PS)

 

Am 9. Oktober 2015 hat unser Rektor Silvio Herzog das neue „Alpenbistro“ eingeweiht.

In seiner Rede hat er unserer PH ein „Luxusproblem“ bescheinigt, nämlich jährlich

über immer mehr Studenten zu verfügen. Daher kam der Wunsch und auch das

Leitbild auf, das Bistro künftig verschiedenartig zu nutzen und eigenständiges

Ambiente, Erholung, Austausch, Pause mit Küche, Anlässe und die Fächer für die Dozenten zu vereinen.

 

Das Konzept für eine gemütliche Atmosphäre ging von einer Arbeitsgruppe unserer Hochschule aus, bestehend aus zwei Studenten (Martin Schaffner & Laura Mackie) und einer Dozentin (Fr. Ziessler) sowie zwei Mitarbeitern (Fr. Eckert& Hr. Stohler). Gemeinsam hat man sich schnell auf einen Kontrast zum nüchternen, funktionalen Betonbau der PH geeinigt. In Zusammenarbeit mit Profis konnte das Vorhaben von der Idee bis zur Realisierung in nur einem halben Jahr umgesetzt werden.

 

Jetzt überrascht uns das umgebaute Bistro nicht nur mit einem neuen Namen, sondern auch mit neuem Design und Stil. Gleich beim Eintritt wandert der erste Blick zur lebendig roten Wand, die eine behagliche Wärme ausstrahlt. Passend hierzu sorgen ausgesuchte Holzelemente für einen frischen Kontrast in satten warmen Farben. Umrahmt wird das Bild durch die originellen Stehlampen mit Holzdekor, welche durch ihr Licht das neue gemütliche Ambiente unterstreichen.

 

Abgerundet wird das wohl abgestimmte Interior Design durch ein grosses Holzscheit-Wandrelief, das lebendige Wärme ausstrahlt und dem neuen „Alpenbistro“ einen alpen-chaletartigen Charakter verleiht. Genau dieser Charakter setzt sich auch in der hinteren Raumhälfte fort, nicht nur durch ein weiteres Holzscheit-Wandrelief, sondern auch

durch eine in Naturtönen abgestimmte Lounge mit trendig bequemen Sitzwürfeln in Kuhfelloptik.

 

Vorbei ist die Zeit, als das Bistro nur sachlich funktional und mit nur wenigen Sitz- und Essgelegenheiten eingerichtet war. Mit der neuen Anordnung sind vielfältige Anlässe denkbar. Nicht nur ein gelungener Apéro zur Eröffnung.

 

Alle Besucher waren vom neuen „Alpenbistro“ begeistert. Ein besonderes Highlight bei der Eröffnung war der vorgetragene Cup Song „When I`m gone“ mit Cups von der Vertiefungswoche (3. Sem.) Theater/Gesang.

 

Die Atmosphäre ist der Schlüssel zum Erfolg, und dieser hat sich im Laufe der ersten Woche bereits durch die vielen Besucher bemerkbar gemacht.

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Erste Eindrücke 1. Semester, September 2015

von Monta Miskina (1. Semester, PS)

 

Jedes Jahr ist es soweit – die Pädagogische Hochschule Schwyz wird von vielen neuen Gesichtern überrannt. Das sind wir – die Erstsemestler! Wir haben schon unseren ersten Monat geschafft! Deswegen lohnt es sich, ein wenig auf den kleinen, aber wichtigen Schritt zurückzublicken. Es ist wichtig, ein wenig uns selbst, andere Mitschüler, erreichte Feinziele, die Umgebung - oder genauer unsere ersten Eindrücke – zu bewerten.

 

Ich möchte gerne mit zwei Fragen anfangen, die bei vielen schon nach ein paar Tagen in der ersten Woche –aufkamen: Wie kann man auf einmal so viel Lesestoff aufnehmen? Ist es überhaupt möglich, alles auf den vorgesehenen Zeitpunkt fertig zu lesen? Alles eine Frage der Zeit! Wie sich herausstellte, kann man mit der Zeit lernen, die eigene Zeit nach den Vorlesungen, Seminaren und Proseminaren richtig einzuteilen, damit alles oder einigermassen alles erledigt ist. Manche fanden vielleicht eine Hilfe beim Recherchieren in ein paar wissenschaftlichen Büchern oder beim Auswerten der eigenen Grobziele, wie es wohl mit der Organisation gehen soll! Immerhin hat jeder eine eigene Struktur gefunden, wie es am besten und effizientesten ist. Man lernt auch mit der Zeit, den Schulboden, spezifisch in den Seminarräumen und im Auditorium, zu schonen.

 

Man lernt, dass man beim Singen ruhig Gas geben kann (auch wenn die Wände nicht ganz so dicht sind), zu grüssen und – ganz wichtig – einen Lieblingsort zu finden. Nach Beobachtungen hat jeder in diesem einen Monat einen Lieblingsort und ein paar andere Orte als Alternative gefunden, falls die Schule an manchen Tagen stark besiedelt ist. Sich wohl zu fühlen, ist doch schon die halbe Miete, oder nicht?! Im Grossen und Ganzen ist die Schule grossartig! Besonders viel Freude macht es, wenn wir mal eine spannende Vorlesung besuchen können, in Seminar eine tolle Präsentation durchführten oder mal einfach einen tollen, abwechslungsreichen Tag hatten! Es fällt leicht, diese Schule zu lieben, weil man nicht nur eine angenehme Atmosphäre hat, sondern auch tolle Menschen kennenlernen kann.

 

Auf jeden Fall haben wir für die nächsten Erstsemestler ganz viele wichtige Tipps zum guten Start!

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Parkplatzsituation

von Alex Schelbert, 2. Semester PS

 

Die letzten Wochen wurde unter den Studierenden an unserer PH immer wieder über die Parkplatzsituation miteinander diskutiert. Man liess der Frustration über keinen vorhandenen Parkplatz mündlich freien Lauf. Die Grundfrage, welche viele Studierende hatten, ist die Frage, warum der freie Kiesplatz vor unserer PH nicht auch gebraucht werden darf. Zahlreiche Geschichten gingen im Hause herum. Man hörte zum Beispiel erzählen, dass die Polizei im Auftrag der Schule so häufig kontrolliert und die Bussen wie am Laufband verteilt, was natürlich absoluter Quatsch ist. Wir vom Echo wollen nun Klarheit in dieser Situation schaffen und durften daher mit unserem Rektor, Herr Prof. Dr. Herzog, über diese problematische Situation sprechen.

 

Herr Prof. Dr. Herzog, vielen Dank dass Sie sich für uns Zeit nehmen. Sicherlich ist Ihnen auch schon zu Ohren gekommen, dass in letzter Zeit sehr viel über die Parkplatzsituation an unserer Schule gesprochen wurde. Wie sehen Sie diese Problematik?

Dieses Thema beschäftigt mich/uns sehr stark. Diese Problematik hat auch mit dem stetigen Wachstum unserer Schule zu tun. Wir nehmen dies sehr ernst, aber eine Lösung zu finden ist schwierig. Es gibt vom Kanton aus Vorschriften, wie viele Parkplätze man gebrauchen darf. Diese Zahl ist aber nicht, wie schon häufig herumgesprochen wird, pro 5 Studierende 1 Parkplatz. Es ist eine komplexe Formel, die die Anzahl Studierende und Mitarbeitende sowie Besucher als Grundlage berücksichtigt. Im Moment haben wir auf dem Gelände (mit Berufsfachschule) 186 Parkplätze. Ich bin der Meinung, dass dies nicht ausreichend ist, und die Formel das Mobilitätsverhalten unserer Studierenden unzutreffend abbildet. Die Erweiterung ist aber schwierig, da wir auf der Landparzelle keinen Platz mehr zur Verfügung haben. Ich möchte festhalten, dass genügend Parkplatze für unsere Schule sehr wichtig ist. In Zug und Luzern beispielsweise gibt es gar keine Parkplätze. Unsere Schule ist die einzige, welche Parkplätze direkt vor dem Hause anbietet. Das ist ein Standortvorteil, den wir nicht so rasch preisgeben möchten.

 

Aus welchem Grund sind nun die Kiesparkplätze wieder geschlossen, so dass viele Autofahrer keinen Parkplatz mehr finden aber der Platz vorhanden wäre? Die Situation betreffend dem Kiesparkplatz ist folgende. Während dieser Zeit, bei der unsere Turnhalle umgebaut wurde, gingen Parkplätze direkt bei der Halle während diesem Umbau verloren. Diese Parkplätze gab man uns mit dem Kiesplatz wieder zurück. Dies geschah mit einer provisorischen Bewilligung der Gemeinde Arth für den Kiesplatz. Als die Turnhalle den Umbau vollendet hat, hatten wir kein Recht mehr auf die Parkplätze auf dem Kiesplatz. Das Hochbauamt hat in unserem Auftrag dann der Gemeinde einen Antrag zur Verlängerung der provisorischen Parkplätze gestellt, dieses wurde von der Gemeinde jedoch leider abgelehnt. Der Kiesplatz gehört der Herz-Jesu-Stiftung. Diese Stiftung wäre einverstanden gewesen, dass wir diesen Parkplatz weiter gebrauchen dürfen. Die Gemeinde jedoch wie gesagt nicht.Dies ist aber noch nicht vom Tisch. Frühestens im April 2015 kann wieder einen Antrag an die Gemeinde gestellt werden. Wir werden dies auch tun, jedoch dann direkt für eine definitive Nutzung dieses Platzes für unsere Studierende und Mitarbeitende.

 

Auch ist die Polizei in den letzten Tagen sehr viel zur Bussenverteilung erschienen. Hat hier die PH mit den zahlreichen Kontrollen was zu tun? Dies ist absolut falsch. Ich möchte hier festhalten, dass bisher von der PH aus noch nie jemand bei der Polizei angerufen hat. Das ist mir wichtig. Es wäre einzig vorstellbar, dass die PH hier aktiv wird, wenn die Zufahrt gesperrt wäre zum Beispiel für ein Krankenauto. Dann wäre dies eine Möglichkeit, dass die Schule aktiv wird. Es ist aber situationsabhängig. Sobald wenn es um Sicherheit geht, wäre es sogar zwingend, dass gehandelt wird. Aber bisher musste und hat man noch nichts aktiv unternommen. Auch ich hatte schon einen Strafzettel an meinem Auto kleben, weil ich meine Dauerkarte nicht hingelegt habe…*lacht*

 

Hat man für diese Parkplatzproblematik für die Zukunft eine Lösung resp. eine Idee, wie man dies beheben könnte? Wie gesagt, frühestens im April 2015 wird wieder mit einem Antrag an der Gemeinde versucht, die provisorischen Parkplätze als fixe zurückzuholen. Wir werden alles unternehmen, dass dieser Antrag dann gutgeheissen wird. Zusätzlich gibt es in Zukunft eine Arbeitsgruppe von der PHSZ, BBZG und dem Heilpädagogisches Zentrum Innerschwyz, welche ja hinter unserem Gebäude gebaut wird, um die Parkplatzproblematik längerfristig zu beheben. Vielleicht müssen wir da auch mal ganz anders denken. Ich habe in der ganzen Thematik meine eigene Vision: Für mich persönlich wäre ein eine Tiefgarage am sinnvollsten. Dies ergäbe uns die Möglichkeit, unseren Vorplatz anderweitig zu nutzen. Man könnte für die Raucher eine schönere Ecke gestalten oder auch sonst gemütliche Sitzplätze oder Lernplätze im freien errichten. Dies würde unsere Schule noch attraktiver machen. Jedoch ist meine Vision wegen den Kosten wohl sehr schwierig realisierbar. Aber man darf seine Träume nicht verlieren…

 

Das Echo-Team dankt unserem Rektor Herr Prof. Dr. Herzog herzlich für die Bereitschaft und Zeit, unsere Fragen zu beantworten und in der Parkplatzproblematik Klarheit zu schaffen.

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Frischer musikalischer Wind

November 2014 von Simon Schnüriger, 1. Semester PS

 

Im selben Atemzug wie das Herbstsemester 2014 an der PHSZ begonnen hat, hat sich eine kleine Gruppe von 5 jungen Männern zur PHSZ-Band zusammengeschlossen. Drahtzieher und Bandleader ist Martin Schaffner aus dem 1. Semester PS. Er suchte die Herausforderung eine Band ins Leben zu rufen und holte sich die restlichen vier Mitglieder ins Boot. Die PHSZ-Band besteht aus Martin Schaffner (Gesang, Beatbox, Rap, Mundharmonika, Chlefälä), Roman Dobler (Gitarre und fürs Optische), André Bürgler (Gitarre und besserer Bezug zur StudOrg), Manuel Kälin (Bass) und Alexander Schelbert (Cajon und Dialektsprecher). Einmal pro Woche trifft sich die Band zur Probe und in den wenigen bisherigen Proben konnten bereits ersichtliche Fortschritte erzielt werden.

 

Die Motivation aller Bandmitglieder ist natürlich vor allem die Freude an der Musik. Alle haben schon im Primarschulalter begonnen ein Instrument zu spielen und bringen deshalb bereits einige Jahre musikalische Erfahrung mit. Es geht aber auch darum, einen musikalischen Beitrag an der PHSZ zu leisten. Künftige Anlässe und Feste könnten oder müssten in Zukunft von einem kleinen Konzert der PHSZ-Band musikalisch untermauert werden. Was euch die PHSZ-Band noch unbedingt sagen will: „Heute beherrschen wir die PHSZ, morgen die Welt.“ Damit ist klar, dass wir in Zukunft einiges erwarten können und wir jetzt schon auf ihr erstes Konzert hin fiebern dürfen. Hoffen wir, dass bis dahin noch alle an der PH studieren und nicht schon zusammen durch die Welt touren.

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Interview mit Micha Suter, Juni 2015

von Francine Betschart (2. Semester PS)

 

Name/Vorname: Micha Suter

Geburtsdatum: 07.01.1992

Wohnort: Sattel

Unterrichtsort: „Altes Schulhaus“, Arth

 

Bis vor einem Jahr war Micha Suter wie wir eine Studierende an der phsz. Seit dem Sommer 2014 übernahm sie eine Kindergartenklasse im „alten Schulhaus“ Arth. Mit einer ansteckenden Begeisterung hat sie mir über ihr Leben und ihre Erfahrungen erzählt.

 

Was war dein bisher lustigstes Erlebnis im Kindergarten?

Ein einzelnes Erlebnis heraus zu nehmen ist sehr schwierig, jeden Tag passieren viele lustige Sachen. Die meisten vergesse ich nach einiger Zeit wieder. Nach einigen Überlegungen, erzählt mir Micha, mit einem Lachen auf dem Gesicht eine Geschichte. Vor einigen Wochen kam bei uns im Kindergarten der Polizist vorbei. Die Kinder waren um den Polizist versammelt und er fragte in die Runde: „An was erkennt man einen Polizist?“ Eine Schülerin streckt und antwortet: „Ein Polizist ist immer blau!“ 

 

Welche Erwartungen an den Schulalltag haben sich erfüllt und welche nicht?

Wie ich es erwartet habe, ist der Beruf sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist gleich wie der nächste. Jeden Tag steht etwas anderes auf dem Programm. Die Motivation der Kinder ist gross und ansteckend. Somit fällt es mir auch leicht, den Montag Morgen zu meistern. Die Kinder sind direkt und haben eine offene Art. Die Heterogenität beim Eintritt in den Kindergarten ist riesig. Die Kinder haben unterschiedliche Voraussetzungen. Während einige Kinder sich im Kindergarten problemlos zu Recht finden, wissen andere nicht genau, was sie mit diesen Spielsachen anstellen sollen. Anders erwartet hätte ich den Kontakt mit den Eltern. Obwohl ich vor diesem Thema grossen Respekt, wenn nicht sogar etwas Angst hatte, stellte sich der Kontakt mit den Eltern bisher als angenehm heraus.

 

Was war für dich die grösste Herausforderung beim Berufseinstieg?

Die grösste Herausforderung war ein Kind, welches zu Beginn mit dem Kindergartenalltag überfordert war (emotionale und sprachliche Entwicklung). Als es für mich und die Klasse untragbar wurde, bekam ich eine 1 zu 1 Betreuung für das Kind.

 

Wie viel Zeit hast du in die Vorbereitung vor deinem ersten Kindergarten Morgen investiert?

Ich habe im Sommer sehr viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Einen grossen Teil nahmen auch der Raum und die Einrichtung des Kindergartens in Anspruch.

 

Wie wurdest du zu Beginn vom Team unterstützt?

In Arth hat es drei Kindergärten. Wir sind ein tolles Team. Die beiden anderen Kindergärtnerinnen helfen mir. Im organisatorischen Bereich machen sie mich auf Dinge aufmerksam, dessen Wichtigkeit oder Gebrauch mir gar nicht bewusst war. „Was sendet man den Kinder vor dem Schulbeginn für Unterlagen zu“. Dies ist ein wichtiger Punkt, den ich mit ihrer Hilfe problemlos lösen konnte.

 

Was fehlt dir vom Studium an der phsz? Welche Defizite musstest du aufarbeiten?

Ich fände eine spezifischere Ausbildung für den Kindergarten gut. Die Methodenkompetenz könnte ich viel vertiefter gebrauchen. Zum Beispiel habe ich nie richtig gelernt, wie man ein Bilderbuch erzählt und was man daraus alles machen kann. Auch das Arbeiten mit der Handpuppe oder das Halten einer Schere ist im Kindergarten sehr wichtig.

 

Was für ein Tipp gibst du den phsz Studierenden für die Zukunft?

Der Praxiseinsatz ist am berufsnahsten und brachte mir sehr viel für die Zukunft. Am besten geht man ins Praktikum mit der Einstellung eines Schwammes und saugt alle Tipps und Informationen auf.

 

Wie siehst du deine Zukunft? Hast du noch einen Traum?

Zuerst möchte ich mich in meiner Aufgabe als Kindergärtnerin noch verbessern. Aber ich kann es mir gut vorstellen, später einmal mein Wissen als Praxislehrperson weiterzugeben oder auch eine Weiterbildung in Angriff nehmen.

 

Ich danke Micha für das spannende Interview und wünsche ihr und ihren „Chindsgi Chind“ alles Gute.

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Ein Gedicht für unseren Trainerhosen-Donnerstag, Mai 2015

von Alex Schelbert (2. Semester PS) 

  

Es gibt ihn in jeder Schule, ein besonderer Tag,

man weiss genau, solch ein Tag ist keine Plag.

 

Ob enge, weite, kurze oder lange,

egal, es muss niemanden werden Angst und bange.

 

Ihr seht, das Sortiment aller Hosen ist breit,

daher wartet man nur ungern bis es ist so weit.

 

Am Donnerstag besucht man unsere PHSZ in Trainerhosen,

zum Teil sogar welche mit ganz famosen.

 

Diese Tradition soll in unserer Schule unbedingt weiterleben,

die Idee wird von den älteren Semestern zu den jüngeren übergeben.

 

Die Gefahr ist hier das alles verloren geht,

dass ihr keine Hosen in verschiedenen Sportlooks mehr seht.

 

Daher der Appell an alle die diese Zeilen beachten,

die über diese Worte ein bisschen nachdachten.

 

Jeden Donnerstag mit Trainerhosen erscheinen und lachen,

dies wird unsere Schulkultur noch besser machen.

 

Ihr seht, jede Frau und jeder Mann ist am Donnerstag herzlich dazu eingeladen,

alle Körperteile mit einem Trainer zu bedecken wie zum Beispiel die Waden.

 

Seid dabei und belebt diesen wunderbaren Tag,

denn wie ihr wisst, ein solcher Tag ist nie und nimmer eine Plag.

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Der Weg vom Vorkurs ins erste Jahr, März 2015

 

von Francine Betschart (2. Semester PS)

 

Mit vielen Erwartungen und der grossen Vorfreude wieder die Schulbank zu drücken, begann ich den Vorkurs an der phsz. Noch nicht genau wissend was mich erwarten würde, startete ich den Vorkurs mit dem Einführungsnachmittag. An diesem Tag konnte ich auch gleich Bekanntschaft mit dem Problem „Parkplätze“ und den Bussen an meiner zukünftigen Schule machen. Da wir im Voraus keine Teilnehmerliste erhalten hatten, war die Spannung doppelt so gross. Die Sitze waren reichlich besetzt und es gab viele neue, aber auch einige bekannte Gesichter zu sehen.

Der Schulalltag pendelte sich schnell ein. Auf dem Tagesprogramm standen altbekannte Fächer wie Deutsch, Mathe, Sport, Geografie oder Biologie. Das halbe Jahr ging sehr schnell vorbei. Und somit konnte ich das Studium an der PHSZ fit vom Ausdauertraining bei Guido und mit einem Rucksack voller Physik Formeln, Kunstepochen und biologischen Experimenten starten.

Die erste Veränderung stellte ich bereits im Stundenplan fest, dieser war nicht mehr so einfach zu lesen und man konnte teilweise nur erahnen, was sich hinter diesen Abkürzungen versteckt. Auch der Unterricht ist nicht vergleichbar. Nun gibt es Seminare, Proseminare und Vorlesungen. Im Vorkurs war es einfacher, da gab es nur ganz gewöhnlichen Unterricht. Im Gegensatz zu unseren neuen Mitschülern haben wir Vorkürsler den Vorteil, dass wir das Gebäude der PHSZ schon kennen und auch in unseren neuen Klassen die bekannten Gesichter des Vorkurses wiederfinden. Nach einem halben Jahr Vorkurs habe ich es geschafft und gehöre nun richtig zu den Studierenden der PHSZ.

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